Führst du ein Leben, das zu dir passt? 7 Dinge, die mir dabei helfen

ein Leben, das zu dir passt

Der Text „Führst du ein Leben, das zu dir passt?“ ist ein Beitrag für die Blogparade „Leben im Einklang mit sich selbst“. Aus meiner Sicht ein spannendes Thema, zu dem ich unbedingt meine Erfahrungen schildern möchte.

Anfang des Jahres habe ich die Frage schon einmal gestellt. Damals in einem Zustand des Haderns und mit sehr vielen Fragezeichen versehen. Daraus wurde dann der Artikel: Mein Leben leben – was heißt das eigentlich?

Umso mehr freue ich mich, dass ich ein halbes Jahr später mit deutlich mehr Antworten aufwarten kann. Ganz spannend, dass mir einige großartige Kommentare auf den Artikel direkte oder indirekte Gedankenanstöße geliefert haben, um zu mehr Klarheit zu kommen.

Besonders hängen geblieben sind diese 3 Fragen:

  1. Wie möchte ich sein? (Nicht: Was möchte ich sein?).
  2. Bin ich bereit, alle meine Fortschritte in der Tiefe anzuerkennen (und mich nicht schon wieder unter Druck zu setzen)?
  3. Frage ich mich, was genau jetzt in diesem Moment für mich das Beste ist (und lasse den Verstand, der sagt, dass dies und jenes zu tun wäre, außen vor)?

Diese Anregungen verbunden mit vielen interessanten Büchern, tief gehenden Gesprächen, einem NLP-Seminar und meinen praktischen Erfahrungen in der Umsetzung, haben mir gezeigt, wie ich meine innere Stimme noch besser hören kann.

Letztlich ist das der entscheidende Punkt, den wir immer wieder hinterfragen dürfen: Wie gut passt mein Leben, das ich führe, zu meinen Werten und tiefsten Bedürfnissen? Je positiver die Antwort ausfällt, umso stärker wird unser Schutzmantel, umso weniger Raum lassen wir für Angst und Depression.

Wenn du dir also die Frage stellst, wie du am besten ein Leben im Einklang mit dir selbst führst, brauchst du Mut. Denn vielleicht erschrecken dich deine Erkenntnisse, wenn du wieder anfängst, auf dein Herz zu hören. Es kann auch passieren, dass irgendwann kein Stein mehr auf dem anderen bleibt, wenn du dich selbst von der Leine lässt.

Keine Angst, du kannst diesen Prozess auch ganz sanft starten und nach und nach weitere kleine Schritte machen, bis du dich auf dem neuen Weg sicherer fühlst.

Mir helfen diese 7 Dinge, mein Leben übereinstimmend mit meinen Bedürfnissen zu führen:

#1 Ich tue konsequent mehr von dem, was mir gut tut

Klingt logisch, oder? Aber mal ehrlich: Ist es bei dir die Ausnahme oder die Regel, Dinge zu tun, die dir Lebensfreude bescheren und deine Seele wärmen? Wie oft schiebst du die Ausrede „Dafür habe ich keine Zeit“ vor, um dich dabei zu beobachten, wie du in dieser „keinen Zeit“ die Facebook-Timeline rauf- und runterscrollst oder irgendeinen Schwachsinn im Fernsehen anschaust? Oder wie oft tust du spaßbefreite Dinge, die du glaubst tun zu müssen, weil du dich von dir selbst oder von anderen unter Druck gesetzt fühlst?

Ich bin davor weiß Gott nicht gefeit (also vorm Fernsehschauen zum Glück schon). Trotzdem weiß ich inzwischen viel besser, was ich brauche, baue das immer konsequenter in mein Leben ein und lasse dafür auch mal so genannte Pflichtaufgaben stehen und liegen. Diese Dinge sind: Zeit mit tollen Menschen und Zeit für mich allein, Bewegung in der Natur, viel Zeit am, im oder auf dem Wasser (meditieren, schwimmen, Kajak fahren), Yoga, Musik, die meine Seele berührt (diesen Mittwoch beim Konzert von Vuimera erlebt), neue Sachen ausprobieren, Bücher, Bücher, Bücher und leckere Sachen kochen.

Die Konsequenz des konsequenten Verhaltens: Je mehr Gutes ich mir tue, desto mehr bin ich mit mir im Reinen und desto mehr Kraft habe ich für Aufgaben, die ich sonst gerne einmal als „unangenehm“ tituliert hätte. Je besser ich im mir Gutes tun werde, umso klarer wird für mich, wohin mich mein Lebensweg führt, da ich im Einklang mit meinen Werten handle.

#2 Ich kneife nicht mehr vor dem, was mich voranbringt

Dich deinen Ängsten zu stellen, ist eine der wirkungsvollsten Methoden auf dem Weg zu einem stimmigen Leben. Zum einen erschließt du dir Bereiche, die möglicherweise super zu dir passen, vor denen du bisher aber stets geflüchtet bist. Zum anderen wächst du durch jede bestandene Mutprobe und traust dich viel eher, dein Leben nach eigenen Vorstellungen zu führen.

Ich erspare dir jetzt eine lange Liste von Beispielen aus meinem Leben der vergangenen drei Jahre. Nur eins möchte ich erwähnen: Ich habe das Jahr 2016 zu meinem „Jahr der größeren Sichtbarkeit“ erklärt. Seitdem habe ich einen Workshop zum Thema „Keine Angst vor der Selbstständigkeit“, einen Vortrag zum Bloggen gehalten und mich bei einer Facebook-Challenge mit diversen Videos mehrmals zum Affen gemacht. Eine gewisse Anspannung und Nervosität verbunden mit leichten Fluchtreflexen war jedesmal dabei. Doch ich habe es durchgezogen und am Ende waren alle zufrieden – allen voran ich selbst.

#3 Ich höre hin, was mein Körper wirklich will

Zugegeben: eine anspruchsvolle Aufgabe. Doch was nutzen alle theoretischen Erkenntnisse und gut gemeinten Ratschläge, wenn dein Körper schreit „Bei mir ist das aber anders!“? Ganz egal, ob es sich um die Frage handelt, wie viel Arbeit gut für dich ist, wie viel Bewegung und Sport, wie viel Entspannung, wie viel Schlaf. Die Antworten darauf kannst du dir nur selbst geben, wenn du dich traust hinzuhören (und nicht durch Alkohol, Drogen oder Medikamente die passende Antwort auf dein unpassendes Leben zu geben).

Das gilt auch bei der Ernährung: Ich kenne krank aussehende genauso wie höchst vitale Veganer, ebenso krank aussehende und höchst vitale Allesfresser. Ist wahrscheinlich übertragbar auf alle Ernährungsformen von Paleo, über Lakto-Vegetarier bis hin zu den Rohköstlern. Es nutzt leider nichts, wenn dir irgendein Strahle-Guru vorbetet, dass seine Ernärungsreligion die einzig wahre ist, dein Körper aber genau das Gegenteil sagt. Du fühlst dich bei der Schweinshaxn-mit-4-Bier-Ernährungsform am glücklichsten? Wir sprechen uns dann in ein paar Jahren wieder.

Für mich heißt das konkret: So gut wie kein Alkohol mehr, weil Alkohol in der Summe eine depressionsfördernde und angststeigernde Wirkung hat. Mehr dazu in dem Artikel: Saufen, bis die Angst weg ist. Und eine ausgewogene Ernährung mit regionalen Bioprodukten und tendenziell vegetarischer Ausrichtung, aber ohne Dogma und Scheuklappen.

#4 Ich stehe zu meinem Leben, auch wenn die Masse mich gern anders hätte

Vielleicht der wichtigste Punkt, damit du zu einem Leben im Einklang mit dir selbst finden kannst. Wir sind Rudeltiere und das Rudel passt sehr gut auf, dass niemand ausbricht. Dessen darfst du dir immer bewusst sein, wenn du dein Leben veränderst und plötzlich jede Menge blöder Sprüche hörst.

Wenn du zum Beispiel keinen Alkohol mehr trinkst und deine Freunde saufen wie die Bürstenbinder, dann werden sie dich nicht zu deinem Entschluss beglückwünschen, sondern sich dagegen wehren und versuchen, dich in gewohnte Bahnen zurückzulenken. Denn du machst ihnen mit deinem Verhalten ein schlechtes Gewissen. Insofern gut zu wissen: Das Problem liegt nicht bei dir. Und zum Glück gibt es für jede Lebenslage andere Rudel, die noch einen Platz freihaben.

Weitere Beispiele aus meinem Leben: als Mann zu seinen Gefühlen stehen und komische Dinge wie Yoga, Meditation und Mantra singen zu machen, kein karrieregeiler Angestellter mit geregeltem monatlichen Gehalt zu sein, keinem Experten mehr etwas zu glauben – schon gar nicht in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Gesundheit und Erziehung – und stattdessen meine eigenen Schlüsse zu ziehen.

#5 Ich habe Vertrauen ins Leben

Glaubst du, dass das Leben ein harter Kampf ist, in dem du nur unter Einsatz größter Anstrengung und verbunden mit viel Leid bestehen kannst? Ich nicht (mehr). Und meine Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass viel mehr Positives in meinem Leben auftaucht, wenn ich aus dem Kampf-Modus herausgehe.

Ich vertraue einfach darauf, dass die Dinge gut werden oder sonst schon irgendeinen höheren Sinn haben, den ich vielleicht erst später verstehe. Wenn ich mich so aufs Wunder des Lebens in aller Dankbarkeit einlasse, spüre ich mich viel mehr, als wenn ich dauernd mit Anlauf gegen Mauern renne, um von dort wieder zum Ausgangspunkt zurückzuprallen.

#6 Ich weiß, dass ich ausschließlich für mich selbst verantwortlich bin

Jetzt kommt der Aufschrei der Eltern, Kinder von pflegebedürftigen Eltern, guten Freunden: „Das ist purer Egoismus! Natürlich sind wir für andere verantwortlich.“ Ich sage: Nein. In diesem Artikel wird das gut erklärt. Jeder ist nur für sein eigenes Leben verantwortlich. Wer das konsequent lebt und deshalb mit sich im Reinen ist, wird automatisch gute Dinge für andere tun, ganz egal ob für seine Kinder, seine kranken Eltern oder wen auch immer.

Wer aber meint, Verantwortung für andere übernehmen zu MÜSSEN, wird auf Dauer an all seinen Zwängen und Verpflichtungen kaputt gehen. Deshalb ist eine gute Frage: „Muss ich die Dinge, die ich tue oder habe ich mich freiwillig dazu entschieden? Also will ich die Dinge genau genommen?“ Je nachdem, wie die Antwort ausfällt, birgt sie einiges Veränderungspotenzial oder die Möglichkeit, Frieden mit gewissen Dingen zu machen.

#7 Ich weiß, dass nur ich allein für mein Leben verantwortlich bin

Du bist kein Opfer. Du bist Gestalter. Punkt. Schwer zu akzeptieren, gerade in schlechten Phasen des Lebens. Dadurch aber nicht weniger wahr. Dein Glück ist nicht von Außen abhängig, du kannst es nur im Inneren finden.

Ein Beispiel: Der ängstlichste Mensch der Welt würde im friedlichsten Land der Welt mit den lustigsten Menschen der Welt, dem besten Essen der Welt, den besten Arbeitgebern der Welt und dem schönsten Wetter der Welt niemals zu einem zufriedenen Leben im Einklang mit sich selbst finden. Er würde immer noch Gründe ausmachen, wer an seiner Lage Schuld ist und was ihn an seinem Glück hindert. Erst, wenn er hinschaut, was ihm überhaupt Angst macht, er sich den Ängsten stellt und Vertrauen ins Leben findet, würde sich etwas an seiner Einstellung ändern.

Jetzt interessiert mich natürlich brennend: Wie gut lebst du deine eigenen Werte? Was hilft dir dabei, deine eigene Stimme zu hören? Und welche Schwierigkeiten gibt es für dich, wenn du dein Leben im Einklang mit deinen tiefsten Bedürfnissen führen willst? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

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36 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ja, Mischa, ich führe mein Traumleben. Ich mache nur Dinge, die mir guttun: Autogenes Training, warmen Brei essen, PR lernen, texten, Internetsüchtig sein. Manchmal denke ich, ich müsste mich weiterentwickeln. Aber dann denke ich: Ich bin fertig. Ich muss nicht mehr sein, als ich bin. Ob das alles noch zu toppen ist, es noch besser wird in einer anderen Stadt, kleinere Wohnung weiß ich nicht oder ob ich einfach hier bleibe? Einmal am Tag fallen immer meine Umzugskartons um und erinnern mich an meinen Plan. 🙂

    Klingt alles gut bei dir und weiter so!
    Ich finde am wichtigsten ja auf sein Gefühl, seinen Körper zu hören. Egal was man gerade angeblich müsste. Ist alles Lebenszeit.

    Liebe Grüße – Tanja, ebenfalls eine vata-pitta

    • Hi du Vata-Pitta,

      das klingt wunderbar! Vor allem deine Zufriedenheit mit dem, was ist.

      Ich habe auch noch so verschiedene „Umzugskartons“, die ich mir immer mal wieder anschaue und feststelle, dass die Zeit noch nicht reif für eine nähere Betrachtung oder einen größeren Aufwand ist 🙂

      Dann lass dir deinen Brei weiter schmecken und genieß dein Traumleben!

      Liebe Grüße
      Mischa

  2. Hi Mischa !

    Wie so häufig finden mich Artikel im www zu rechten Zeit 🙂

    Ja, ich führe ein fantastisches Leben, aber ich tappe exakt in die Fallen, welche du so treffend beschreibst : Sei es sinnloses scrollen in Timelines oder Dinge nur ob einer Außenwirkung zu tun – das Ego möchte halt gestreichelt werden, gerade inmitten der Midlife Crisis 🙂

    Ich habe mir deinen Artikel zum Anlass genommen aufzuschreiben, was mir eigentlich gut tut : Bewusste Zeit mit der Familie und Freunden, Meditieren, Lesen, Hörbücher, Sport, lecker Essen, Ausschlafen, Kreativ sein.

    Alles gar keine Superlativen : kein Bungee Jumping, kein Superurlaub in der Ferne 🙂

    Ich notierte mir auch, was mir zur Zeit nicht gut tut und fand dort über unbewusstes Herumsurfen im Internet und hektischem Essen auch das Wort Antriebslosigkeit und Opfermentalität in meinem Kopf. Hoppla wie kam ich denn darauf ?

    Tja, so grub ich ein wenig tiefer in meinem Kopf herum :
    Wie war ich in letzter Zeit und warum ?

    In meiner Liste „Was mir gut tut“ entdeckte ich spontan 14 Punkte.
    Warum ich eine zeitlang nur in der anderen Liste verweilte ist mir in diesem Moment ein Rätsel 🙂

    Danke für den Anstoß !

    Ralf

    • Hi Ralf,

      wow, es gibt ja kein schöneres Kompliment, als wenn du direkt nach dem Lesen in Aktion trittst 🙂

      Echt spannend, was du so in der kurzen Zeit alles für dich entdeckt oder wiederentdeckt hast. Und diese wunderbare Feststellung: Es geht super ohne Superlative, solange du Dinge tust, die dir gut tun.

      Beim Herumsurfen im Netz und dem manchmal zu hektischen Essen können wir uns die Hand geben 😉

      Viel Freude mit deinen Anstößen und liebe Grüße
      Mischa

  3. Hallo Mischa,
    in wichtigen Lebensbereichen führe ich mittlerweile das Leben, das zu mir passt, aber perfekt ist es sicher nicht.
    Ich habe endlich meinen Traumpartner und ich habe da ein Vergleich, weil ich 16 Jahren zusammen mit einem total unpassenden Partner war, was mir sehr geschadet hat. Mein Sohn, der nach den Sommerferien ins Gymnasium gehen wird, ist ein toller Junge, aber so ganz einfach ist es mit ihm nicht. Trotzdem nehme die Kindererziehung nicht so ganz ernst, wie das viele andere Eltern machen, genieße mein Leben und lasse meinem Sohn viele Freiräume, was ihn ziemlich selbständig, schon mit 10, macht.
    Meine Freizeitgestaltung ist heutzutage so gut wie perfekt, weil ich über viel Freizeit verfüge. Ich nutze alle schönen Tage aus, um Sport wie Laufen und Rennradfahren vor der Arbeit oder zwischen der Arbeit zu treiben. Endlich kann ich meine Lebensträume erfüllen, tolle Berg- und Radtouren mit meinem Freund, alleine, mal mit meinem Sohn oder Freundinnen unternehmen.
    Perfekt ist mein berufliches Leben nicht. Ich bin seit 12 Jahren selbstständig, arbeite im Home-Office und kann meine Arbeitszeiten flexibel gestalten. Momentan verdiene ich genügend Geld, ohne viel arbeiten zu müssen, aber es ist kein Zustand, der richtig erfüllt. Jeder Mensch braucht eine berufliche Tätigkeit, die ihm Spaß macht und etwas Geld bringt. Als Selbstständiger ist es jedoch gar nicht einfach, neue Ideen zu entwickeln, die Geld bringen. Vor 12 Jahren ist es mir gelungen, heute sieht alles ganz anders sein.
    Insgesamt bin ich glücklich, weil die Beziehung/Familie sowie Hobbys/Freizeit für mich die wichtigsten Sachen im Leben sind. Das Geldverdienen spielt für mich eine untergeordnete Rolle, aber ganz unwichtig ist es nicht, weil es jeder braucht.

    Liebe Grüße
    Iwona

    • Hi Iwona,

      wer braucht schon Perfektion? Unperfekt lebt es sich doch viel charmanter 😉 Insofern hast du dir doch schon ein sehr geiles Leben nach deinen Bedürfnissen gestrickt.

      Und wenn Geld nicht sooooo wichtig ist, wirst du sicher noch eine berufliche Tätigkeit finden, die dich noch mehr ausfüllt. Irgendwann kommt dir hoch oben auf dem Berg die passende Idee 🙂

      Ganz liebe Grüße

      Mischa

  4. Hey Mischa,
    schöner Beitrag, hat mich direkt inspiriert auch mal in die Tasten zu klimpern. Kann ich voll und ganz unterschreiben. Ich finde, sich darauf auszurichten, im Einklang mit sich und seinen Werten zu leben ist auch viel entspannter als so wahnsinnig zielorientiert selbstoptimierend durchs Leben zu jagen. 😉
    Grüße

    Paul

    • Hi Paul,

      gefällt mir, dass es dir gefällt 🙂

      Ich meine sogar, dass ich sehr zielorientiert lebe, wenn ich in Einklang mit meinen Werten lebe. Denn mein Ziel ist ja nicht etwas Abstraktes, sondern eine Lebensform. Und die schaffe ich mir mit einem Leben, das zu mir passt.

      Liebe Grüße
      Mischa

  5. Pingback: BLOGPARADE: Leben im Einklang mit sich selbst - KreativGedachtKreativGedacht

  6. Moin,

    dann will ich mal den Aufschrei formulieren, den du erwartest hast (auch zum Link unter #6) ?

    Ich bin gerade mit meinem zweiten Kind schwanger. Und dieses Kind kann die Verantwortung für sein Leben nicht tragen. Dagegen habe ich die Macht direkt über sein Leben zu entscheiden und indirekt darüber, welche Risiken ich eingehe, die potentiell Gesundheit und Leben des Kindes in Gefahr bringen. Gleichwohl bekommt dieses Kind einen Teil meiner Stress- sowie Glückshormone ab, sodass ich auch direkt sein Wohlbefinden beeinflusse.

    Für mich ist das eine extreme Verantwortung und ich finde es sehr schwierig, bei gegenläufigen Bedürfnissen vom Zwerg und von mir zu entscheiden, was bzw. wer gerade wichtiger ist. Und obwohl dieser Zwerg ein Wunschkind ist, ertrage ich die ganzen Schwangerschaftsnebenwirkungen und die Einschränkungen, weil das Kind potenziell Schaden nehmen könnte, noch lange nicht gern.

    Mein großer Sohn wird bald zwei. Und auch er ist nicht in der Lage, die volle Verantwortung für sein Leben zu übernehmen. Zum jetzigen Zeitpunkt habe ich die Macht zu beeinflussen, ob er ein so fröhliches und anstrengendes Kind bleibt, wie er ist, oder ob ich seinen Willen breche, er zwar häufiger gehorchen, aber auch nicht mehr aus voller Kehle lachen würde.

    Langfristig hast du dann natürlich Recht, dass man ab einem bestimmten Alter, die Verantwortung für sein Leben selbst übernehmen muss.

    Liebe Grüße
    Anne

    • Hi Anne,

      das klingt so weit plausibel. Und ich habe eine Frage: Was sind denn in der Schwangerschaft deine gegenläufigen Bedürfnisse im Verhältnis zu denen des Kindes? Kannst du mir da ein Beispiel geben?

      Liebe Grüße
      Mischa

      • Zum Beispiel steht mein Lieblingskäse auf der Liste der Käse, die potentiell Bakterien enthalten, die das Kind schwer schädigen bis töten können. Darüber hinaus gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Ernährungsempfehlungen.

        Ansonsten habe ich das nicht ganz abwegige Bedürfnis nach körperlicher Unversehrtheit, stattdessen muss ich eine extreme Übelkeit und eine frühzeitige, sehr schmerzhafte Beckenlockerung aushalten.
        Meinen großen Sohn habe ich meinem Mann zuliebe bekommen. Bei ihm hatte ich etwa ein halbes Jahr nach Geburt das Gefühl, dass es sich gelohnt hat, den ganzen Mist auszuhalten. Bei diesem Kind vertraue ich auch darauf, dass dieser Zeitpunkt irgendwann kommt. Aber ich ertrage es nicht „gern“. Sondern brauche regelmäßig einen verständnisvollen Menschen, bei dem ich mich ausheulen oder darauf schimpfen darf.

        • Und trotzdem sind diese zwei Kinder genau das was ich will.

          Es gibt ja den schönen Spruch, man soll ändern, was man ändern kann und das übrige akzeptieren. Ich war immer gut im Ändern. Das Akzeptieren bringen mir die beiden Zwerge gerade bei.

    • Hi Carolin,

      immer diese Zwänge 😉

      Lieben Dank für das schöne Kompliment und jetzt schon fürs Teilen. Und natürlich fürs genauso Vorbild sein 🙂

      Herzliche Grüße
      Mischa

  7. Wenn man immer auf Autopilot funktioniert hat und früher alles irgendwie immer ganz wie von allein funktioniert hat, zumindest bis zum Zusammenbruch, ging es mir danach so, dass ich mühselig und langsam erst einmal herausfinden musste was mir überhaupt gut tut. Und ich bin mit dem Forschen danach, was mir gut tut noch lange nicht am Ende aber immerhin schon große Schritte weiter gekommen. Am besten gegen meine depressiven Symptome hilft Fahrrad fahren am Flussufer entlang. Und ich gönne mir inziwschen viel mehr als früher. Sei es ein Schleck-Eis oder auch mal etwas ungewöhnliches zum Abendessen wie z.B. frisches Sushi. Oder gute Science Fiction Filme auf Bluray schauen (klassisches Fernsehen schauen wir nicht).

    • Hi Stefan,

      das ist doch schon einiges! Und wie du selbst erlebst, kommen die Erkenntnisse mit dem Tun 🙂

      Hast du dir schon mal überlegt, bei welchen Sachen du als Kind/Jugendlicher du so richtig begeistert warst? Das ist oft eine ganz gute Hilfe, weil wir Erwachsene zu oft verdrängen, was uns früher wichtig war und (vielleicht) damit auch heute noch ist.

      Viel Freude weiter beim Radeln und vielleicht können wir ja mal zusammen ne Runde drehen.

      Liebe Grüße

      Mischa

  8. Vielen lieben Dank für diesen tollen Beitrag zum einfach nur lächeln und Kopf nicken, Mischa!
    Mach auf jeden Fall weiter so und bleib dir treu! 🙂

    Viele liebe Grüße aus Nürnberg

  9. Mensch Mischa,

    es macht so viel Laune, deine Texte zu lesen! In der Mischwelt angekommen ist es wunderbar, immer wieder Freshy-Luft zu schnuppern. Und diesen „Stallgeruch“ bringst du einfach zu Papier. Dafür ein dickes Danke!
    Sich selbst bewusst Gutes zu tun, sich immer wieder gewahr zu sein, dass man ganz alleine für sein Leben verantwortlich ist, sich auf das Positive im Leben zu fokussieren, das sind für mich nach Feldafing in meinem neuen Leben die wichtigsten Erkenntnisse gewesen. Und um jeden Tag mit diesen Gedanken in süße Träume versinken zu versinken, habe ich begonnen, allabendlich vor dem „Licht ausmachen“ aufzuschreiben, was alles Tolles passiert ist (der berauschenden Duft von frisch gemähtem Gras beim Radeln, die erste Tasse Kaffee am Tag, überraschende Nettigkeiten meiner Mitmenschen, ein gelungener Artikel, der Geschmack einer reifen Himbeere, in den Armen eines geliebten Menschen aufzuwachen …). Es ist erstaunlich, wie viele tolle Momente der Tag geliefert hat, wenn man nur allen Sinnen Aufmerksamkeit schenkt. Selbst Dinge, die auf den ersten Blick nicht so rund gelaufen sind, kann ich etwas Positives abgewinnen: erst in zwei Tagen einen Werkstatttermin? Naja, hab ich heute schon keinen Stress 🙂
    Heute Abend werde ich sicherlich meiner „Lauter tolle Sachen Liste“ den ersten (ok zweiten) Kaffee beim Lesen deines tollen Blogs hinzufügen können. Dafür noch mal ein herzliches Dankeschön! Und wenn dich deine Reise hier ins Frankenland führt – entscheide dich gerne für einen Abstecher zu einem Freshy!

    • Hej ho Kerstin,

      wie schön, von dir hier zu lesen! Bei deinen schönen Worten kommt die Sonne gleich wieder hinter den Wolken hervor 😉

      Deine Lauter-tolle-Sachen-Liste finde ich super. Das beste Wundermittel, um zu sehen, was uns alles Gutes den ganzen Tag über widerfährt oder wie wir die Sachen neu bewerten können.

      Wünsche dir weiterhin ganz viel Freude beim dir Gutes tun, lachen und auf die nächsten Freshie-Events freuen.

      Ganz liebe Grüße
      Mischa

      Am Frankenland bin ich diesmal auf dem Weg in den Osten vorbeigebraust. Dafür findet sich bestimmt wann anders mal ein Treff mit Stallgeruch 🙂 Ist ja quasi ein Katzensprung.

  10. Lieber Mischa,
    danke für deine wunderbare Zusammenfassung zum Thema ‚Leben im Einklang mit sich selbst‘! Das Lustige ist, dass ich auf der einen Seite den Artikel wahrscheinlich genauso strukturiert hätte, auf der anderen Seite mir sofort aufgefallen ist, wo es gerade bei mir hängt. 😉
    Interessanterweise scheint es bei mir in erster Linie darum zu gehen, einen Ausgleich zwischen Punkt 1 und 2 zu finden. Ich gehe ja grundsätzlich sehr konsequent auf die Jagd nach meinen eigenen Blockaden und Ängsten (Schwellentrollen… 😉 ), doch manchmal vergesse ich dabei in der Tat, es mir einfach mal gutgehen zu lassen.
    Toll, danke für diese Erinnerung! Da habe ich wohl meinem Perfektions-Schwellentroll zu viel Raum gelassen – höchte Zeit, ihn in Urlaub zu schicken. 😉

    Alles Liebe dir und viel Erfolg für ein immer authentischeres Leben!
    Marie

    • Hi Marie,

      gern geschehen 🙂

      Ich wünsche dir ganz viel Freude beim dir-gut-gehen-lassen! Ist gar nicht so schwer, wenn du mal damit angefangen hast. Und sag deinem Troll, dass er jetzt ein ganz langes Sabbatical hat 😉

      Ganz liebe Grüße
      Mischa

  11. Hallo Mischa,
    ich bin über die Blogparade auf deinen Blog gestoßen und muss sagen, dass ich mich ganz wohl hier fühle. Deine sieben Punkte zu mehr Balance im Leben machen alle Sinn – wenn man sie denn einmal vor Augen hat. In vielen Situationen wissen wir, wie wir es machen sollten, aber die Hektik, der Alltag und die tägliche Informationsflut, die auf uns einwirkt, macht wieder alles kaputt und wir sind nicht fokussiert.
    Ich finde, dein erster Punkt stellt die essentielle Aufforderung „Finde heraus, was gut für dich ist und tu das einfach!“. Warum sollte man etwas tun, was nicht gut für einen ist? Aber doch, wir tun es viel zu oft, aus Gewohnheit oder schlechtem Gewissen.
    Mischa, wie ich finde, eine schöne Zusammenfassung.

    Herzliche Grüße,
    Stefanie

    • Liebe Stefanie,

      etwas verspätet ganz lieben Dank für das schöne Lob 🙂

      Du schreibst es ganz richtig, dass die meisten Menschen schon wissen, was ihnen gut tut (oder tun könnte) und sich dann trotzdem wieder vom täglichen Wahnsinn gefangen nehmen lassen. Schlechtes Gewissen natürlich inklusive. Ist halt alles eine Frage der Übung. Klein anfangen und dann immer ein paar Bausteine dazufügen.

      Liebe Grüße
      Mischa

  12. Genauso, wie Stefanie, bin auch ich über die Blogparade auf Deinen Beitrag gestoßen.
    Wie alle anderen zuvor habe auch ich das Lesen Deines Beitrages genossen und finde mich an einigen Stellen wieder. Ich werde Deine 7 Anregungen in meine Reflektion der Woche einfließen lassen – immer als Frage formuliert, „wo/wie/wann habe ich … und dann Deine 7 Aspekte“ Mit der Zeit wird sich dann sicher rauskristalliesieren, warum mein Leben so verläuft, wie es verläuft und welche Stellschrauben wie zu drehen wäre, um es so zu gestalten, dass es sich richtig und gut anfühlt.
    Herzlichen Dank nochmals für Deinen schönen Beitrag!

    • Hallo Anna,

      wow, was für ein schönes Kompliment, dass ich so indirekt Einzug in deine Wochenreflexion halte 😉

      Übrigens schaue ich mir selbst die Punkte immer wieder an, wenn ich das Gefühl habe, ich weiche an der einen oder anderen Stelle von meiner eigenen Konsequenz ab.

      Ganz liebe Grüße
      Mischa

  13. Hallo Mischa,

    ein toller Artikel.

    wie befreiend es doch sein kann, wenn man (wer ist man? also ich) 😉 auf mich selbst höre und nicht auf das was die anderen sagen.

    Sie können nur die RatSCHLÄGE aus ihrer Sicht geben, die meistens aber nicht meine ist.

    Manchmal klappt es sogar, dass auch ich mich mit meinen RatSCHLÄGEN zurück halte. 😉

    Liebe Grüße

    Melanie Bornschein

  14. Lieber Mischa,

    vielen Dank für die tolle Zusammenfassung! Ich finde es zeugt von innerer Stärke, wie du ein Leben im Einklang mit dir führst und ich bin mir sicher, dass es kein einfacher Weg bis dahin war. Aber am Ende zahlt er sich aus mit Zufriedenheit und Gelassenheit! Ich wurde schon oft wegen meiner ruhigen Art kritisiert (siehe #4, anders als die Masse zu sein) als auch dafür, dass ich mich nicht so besaufe wie andere und habe mich lange dagegen gewehrt, mich verstellt, bis ich daran zerbrochen bin. Dann hab ich mich zu dem Leben aufgemacht, das ich führen will mit den Menschen um mich herum, die mich so nehmen und wollen wie ich bin.
    Deswegen bin ich bei diesem Punkt ganz besonders bei dir.
    Liebe Grüße
    Bettina

    • Liebe Bettina,

      ist es nicht erstaunlich, dass wir manchmal erst zerbrechen müssen, bevor wir die wichtigsten Lektionen des Lebens verstehen? Andererseits macht es die Sachen ja auch so spannend 🙂

      Lieben Dank für dein Lob und für die klasse Blogparade

      Alles Gute
      Mischa

  15. Lieber Mischa,

    da hast du absolut recht! Wenn es nicht auf die sanfte Tour geht und der Wink mit dem Zaunpfahl nicht verstanden wird, hilft das Leben wohl manchmal mit dem ganzen Gartenzaun nach 😉
    Ja… im Nachhinein ist es sehr spannend, wo und wie uns das Leben zu uns selbst führt.

    Sehr gerne!
    Liebe Grüße und auch dir alles Gute!
    Bettina

  16. Hach Mischa, irgendwie stolpern wir total oft zeitgleich über dieselben Themen – oder zumindest zeitlich sehr nah bei einander.
    Ich mache immer einen Rückblick, wenn mein Geburtstag naht und auch da (Ende August) habe ich fest gestellt, dass da doch ein paar Dinge nicht ganz im Reinen sind:
    Meine Nase ist seit März „dicht“, meine Fußsohlen unglaublich berührungsempfindlich, ich hab immer wieder einen „steifen Hals“ und zwischen den Schulterblättern ist alles verkrampft/schmerzt.

    Dabei lief doch/läuft doch eigentlich alles so rund? Und da ist es auch schon: Warum schleicht sich das Wörtchen „eigentlich“ ein? Es ist in meinem Verständnis immer eine Einschränkung, die zumindest von einem unausgesprochenen inneren „aber“ gefolgt wird.
    Ich werde das mal kräftig sacken lassen, zumal ich auch den Eindruck habe, nicht (mehr) so nah an meiner Intuition dran zu sein, wie noch ein paar Monate zuvor.
    Was hatte darauf Einfluss?
    Auch ich kann da nur ein paar Theorien erstellen, werde aber sicher einen Blogpost darüber schreiben.
    Liebe Grüße aus Andalusien
    Sabine

    • Hi Sabine,

      ich denke, dass diese Phasen normal sind. Der Flow kommt, der Flow geht. Das ganze Leben ist ein Kommen und Gehen im steten Wechsel. Wer weiß, wozu diese Phase gerade gut ist. In ein paar Monaten wirst du es wissen 🙂

      Liebe Grüße
      Mischa

  17. Hi, der Artikel hat mir sehr gut gefallen und mir ein paar Gedanken mit auf den Weg gegeben, aber an einer Stelle hakt mein Kopf: Man ist immer selbst verantwortlich für sein Leben, aber was ist wenn man mit einer Situation unglücklich ist, weil man nicht genug Privatsphäre hat oder Stress und man würde gerne anders oder wäre gerne woanders aber es geht nicht, weil z.B. das Geld fehlt oder man keinem auf der Tasche liegen will; und sich aber dabei das Gefühl einstellt, dass es keinen Ausweg gibt?

    Mir ging das so, und noch es kam noch eins dazu, dass sich aus dieser Zeit Ängste entwickelt haben, die ich heute noch habe obwohl es Jahre her ist. Die Ängste hindern mich daran mit der Zeit abzuschließen…

    Gleichzeitig die Denke, wenn ich dieses Problem nicht hätte, dann wäre alles besser…

    Wo ist der Haken? An der Stelle denke ich irgendwie anders, und leider bleibe ich als Opfer übrig…

    • Hi Judith,

      danke für deinen Kommentar. Und ja, ich kann deine Denkweise von früher noch gut verstehen, weil es mir da genauso ging.

      Wo der Haken ist? Du hast dir noch lange nicht alle Möglichkeiten durchgespielt, die es für dich gäbe. Das geht ganz vielen Menschen so. Du sagst: „Das und das geht aus diesen und jenen Gründen nicht“. Und das stimmt nicht. Denn es gibt immer einen Weg, wenn du bereit für (vielleicht manchmal krasse) Veränderungen bist und konsequent nach deinen Bedürfnissen handelst – ohne die Schere im Kopf.

      Zu jedem einzelnen deiner oben aufgeführten Punkte könnte ich dir auf Anhieb 5 Lösungsansätze vorstellen. Warum? Weil meine Fantasie bzgl. Problemlösungen inzwischen einfach unbegrenzt ist. Das Gute ist: Das lässt sich trainieren. Durch Gedanken, wie du etwas ändern kannst und durch Taten.

      Und sobald du anfängst zu handeln, bist du kein Opfer mehr.

      Ganz liebe Grüße und alles Gute
      Mischa

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