Die 2 besten Bücher gegen Angst und Panikattacken

Die 2 besten Bücher gegen Angst und Panikattacken

Hoho, bei dieser Überschrift wird die Elite der deutschen Panikautoren aufschreien und wutschnaubend fragen: „Wieso nur 2? Und wieso ist mein Buch nicht dabei?“

Das liegt entweder daran, dass es mir nicht so gut gefallen hat oder dass ich es noch gar nicht kenne (deshalb freue ich mich auch über weitere Empfehlungen in den Kommentaren).

Warum ich die beiden Bücher Panikattacken und andere Angststörungen loswerden! von Klaus Bernhardt und Der Weg aus der Angst von Waltraud Gauglitz besonders empfehle? Sie stammen aus der Feder zweier Autoren, die von der Herangehensweise, ihren persönlichen Erfahrungen mit dem Thema und ihrem Marktauftritt (Online-Marketing, Qualität des Buchlayouts etc.) nicht unterschiedlicher sein könnten.

Und doch verbindet sie (außer der Tatsache, dass beide Heilpraktiker für Psychotherapie sind) ein wichtiger Punkt: die Kritik an herkömmlichen – in der Regel lang dauernden und oft wenig wirkungsvollen – Therapiemethoden, insbesondere der Konfrontationstherapie innerhalb der Verhaltenstherapie und der Psychoanalyse. Und ihre Abneigung gegen die Unart, Angstpatienten fast schon standardmäßig Antidepressiva zu verschreiben.

Beide liefern auf ihre Art Gedanken und Methoden, nicht gegen die Angst zu kämpfen, sondern sie zu vergessen/zu überschreiben. Für mich zwei bemerkenswert frische Ansätze, die mir auf Anhieb viel besser gefallen haben als alles, was ich zu dem Thema je gelesen habe – und das war verdammt viel in den all den Jahren.

Mit dem Rückblick auf meine frühere Angststörung und den Erkenntnissen daraus, was mir alles in den vergangenen vier Jahren geholfen hat (Konfrontation und Psychoanalyse waren es nicht), lehne ich mich einfach mal weit aus dem Fenster und sage: Das sind die 2 besten Bücher gegen Angst und Panikattacken, die ich kenne.

Wirst du nach dem Lesen angstfrei sein? Nein, die praktischen Übungen oder auch Veränderungen in deinem Leben bleiben dir nicht erspart. Und selbst damit gibt es keine Heilungsgarantie. Welches Werk passt besser zu dir und deiner Situation? Vielleicht hast du nach meinen Rezensionen diesbezüglich ein bisschen mehr Klarheit.

Panikattacken und andere Angststörungen loswerden!

Der Autor Klaus Bernhardt ist kein ausgebildeter Psychologe, Psychotherapeut oder Arzt. Sondern „nur“ auf Angststörungen spezialisierter Heilpraktiker für Psychotherapie, der in Berlin praktiziert. Das „nur“ bezieht sich übrigens auf verschiedene Kritiker, die ihm vorwerfen, dass er ohne klassische Ausbildung nicht so heftige Kritik an den gängigen Therapiemethoden üben dürfe. Nach seinen Angaben benötigen mehr als 70 Prozent seiner Patienten weniger als sechs Sitzungen, um ihre Panikattacken loszuwerden.

Eine erstaunliche Quote, die gleichzeitig zeigt: für eine doch noch stattliche Zahl von Menschen sind die angewendeten Methoden entweder nicht das Passende in ihrer Situation oder es dauert aus welchen Gründen auch immer deutlich länger, bis sie Fortschritte erzielen. Und – dieser kurze Einwurf sei mir gestattet – das ist völlig okay so. Denn es gibt aus meiner Sicht (leider) nicht die eierlegende Wollmilchsau unter den Methoden oder ein Geheimrezept gegen die Angst. Also muss sich auch niemand als Versager fühlen, bei dem eine Herangehensweise nicht funktioniert oder bei dem es länger dauert als bei anderen Betroffenen.

Zurück zum Buch. In den ersten drei Kapiteln schildert Klaus Bernhardt einfach, knapp und wirklich für jeden verständlich die Ursachen von Panikattacken, die Warnsignale und wie sich Angsterkrankungen, die durch äußere Einflüsse ausgelöst wurden, stoppen lassen. Garniert wird das Ganze mit vielen anschaulichen Beispielen.

So werden viele Angstpatienten erstmal nicht gerne lesen, dass sie durch ihre Panikattacken auch Vorteile haben und sie deshalb (meist unbewusst) nicht von ihrer Angst lassen können. Spannend erklärt ist auch die Macht des Unterbewusstseins. Der Autor zeigt, wie die Psyche Menschen darauf aufmerksam macht, dass sie ein bestimmtes Verhalten oder eine Denkweise ändern müssen.

Panikattacken fallen eben nicht vom Himmel, sondern werden durch die eigenen ängstlichen Gedanken erzeugt. Die damit einhergehenden körperlichen Reaktionen (so unangenehm sie sich für die Betroffenen auch darstellen), bestätigen nur, dass der Körper perfekt funktioniert. So zeigt das Buch: Der Angstpatient ist weder krank noch verrückt. Das Gehirn ist nur durch anhaltendes negatives Denken und Grübeln falsch vernetzt. Und das lässt sich zum Glück nach den Erkenntnissen der modernen Gehirnforschung korrigieren. Der große Verdienst dieses Werkes liegt darin, dieses wichtige Thema endlich einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.

Schaden die herkömmlichen Therapiemethoden?

Das Gehirn, das der Betroffene jahrelang auf Angst trainiert hat, lässt sich auch in die Gegenrichtung trainieren. Und damit kommen wir zum spannendsten Teil des Buches. Klaus Bernhardt übt heftige Kritik an den gängigen Therapiemethoden, weil diese die Anpassungsfähigkeit des Gehirns nicht in die Therapie mit einbeziehen. Oder noch schlimmer: vom früheren Stand der Wissenschaft davon ausgehen, dass das Gehirn eines erwachsenen Menschen sich nicht mehr groß verändert.

Der Autor lehnt sich sogar so weit aus dem Fenster zu behaupten, dass Konfrontationstherapie, Psychoanalyse und Gruppentherapie eher schaden als nutzen.

Was diesen Punkt angeht, kommt von mir ein klares Jein.
Ja, weil …

  • Konfrontation die Patienten oft noch stärker in die Angst treibt.
  • die gängigen Methoden nicht wirksam genug sind, sonst gäbe es nicht so viele langjährige Angstpatienten.
  • Gruppentherapie bei Angststörungen absolut kontraproduktiv ist, weil sich alles wieder und wieder um das Thema dreht und das Gehirn nie aus der Angstschleife kommt und somit auch nie mit etwas Erfreulichem beschäftigt ist.

Nein, weil …

  • es auch bei den gängigen oder alternativen Methoden (siehe die nachfolgende Rezension) Erfolge gab und gibt, da augenscheinlich Menschen darauf ansprechen. Wir sind eben alle Individuen und können nicht alle auf dieselbe Art geheilt werden.
  • ich selbst – zugegeben nach 10 Jahren erfolgsfreier Psychoanalyse – bei meinem Klinikaufenthalt vor 4 Jahren mehr oder weniger „konventionell“ behandelt wurde und nach den 5 Wochen als anderer Mensch herauskam und Panik kein Thema mehr bei mir war. Je nach Ausrichtung und Spezialisierungen von Kliniken und Therapeuten kann also auch die klassische Schiene sehr viel Gutes bewirken.

Die 2 Ebenen der Therapie und Notfalltechniken

Für Bernhardt gibt es zwei Ebenen einer erfolgreichen Therapie, an denen der Patient direkt mitwirkt. Zum einen die Veränderung der Lebensumstände, zum anderen der Umgang mit der Angst selbst.

Er stellt im 5. Kapitel – ich nenne es mal den „Do-it-yourself-Teil“ verschiedene Techniken und Methoden vor, mit denen zum einen die klassische Angst-Kettenreaktion unterbrochen werden kann – sogenannte Musterunterbrecher zum schnellen Stoppen der Angst. Zum anderen ein spezielles Mentaltraining, das die Fähigkeiten unseres Gehirns zur neuronalen Neuvernetzung nutzt und das Unterbewusstsein von nun an mit positiven Gedanken statt mit Sorgen füttert.

Es würde den Rahmen sprengen, die Techniken im Einzelnen vorzustellen. Nur so viel: Es wird ganz viel mit den Sinneskanälen Sehen, Hören und Fühlen gearbeitet. Denn 99 % aller unserer Ängste spielen sich (meist ohne dass wir das bewusst merken) in einem der drei Kanäle ab.

Ich kenne einige der Techniken aus meiner NLP-Ausbildung und habe dabei festgestellt: Auf manche spreche ich extrem gut an, manche lösen bei mir gar nichts aus. Hier gilt also für den Leser: sich drauf einlassen, auch wenn manches sehr ungewöhnlich klingt, ausprobieren und feststellen, was einem wirklich weiterhilft – und wenn es nur eine einzige Methode ist.

Vermutlich werden sich viele beim ersten Lesen denken: „So einfach kann es nicht sein“ und dann sicherheitshalber keine Methode ausprobieren. Oder nur halbherzig bzw. nicht lange genug, um echte Fortschritte zu erzielen. Doch der Versuch ist es wert, wie die viele positiven Erfahrungsberichte zeigen.

Das Fazit:

Aus meiner Sicht steht das Buch zurecht seit Monaten auf Nummer 1 der Amazon-Bestsellerliste in seinem Bereich. Selbst wenn jemand keine einzige Methode ausprobieren würde, hätte er mit Sicherheit viele neue Erkenntnisse über die Hintergründe seine Angststörung gewonnen. Und vielleicht die wichtigste: Veränderung ist möglich. Und der Weg aus der Angst muss nicht Jahre dauern und durch endlos viele Konfrontationen führen.

Drei Dinge gefallen mir besonders gut: der einfache und leicht verständliche Stil, das klare Ablehnen von Antidepressiva in der Angstbehandlung und der neue Therapieansatz.

Weniger hilfreich finde ich den absolutistischen Anspruch: Dieses Buch, diese Methoden, sind es jetzt, alles andere ist Käse. So einfach ist aus meiner Sicht auch die Welt der Panikattacken nicht. Ein ehrlicher Hinweis darauf, dass auch andere Methoden schon zum Ziel der Angstfreiheit geführt haben, würden dem ansonsten bemerkenswerten Buch gut zu Gesicht stehen.

Der Weg aus der Angst

Waltraud Gauglitz hat im Gegensatz zu Klaus Bernhardt keine riesige Online-Marketingkampagne gestartet, um ihr Buch zu pushen. Ihr Internetauftritt ist nicht ansatzweise so professionell gestaltet. Und ihr Stundensatz für Einzelcoaching beträgt ungefähr ein Sechstel dessen von Klaus Bernhardt. Gleichzeitig ist ihr Buch aus dem Jahr 2014 nicht minder beachtenswert. Im Gegenteil!

Der Untertitel „Der etwas andere Weg aus Angst und Panikzuständen“ kommt nicht von ungefähr. 14 Jahre lang litt die Autorin unter Agoraphobie. Angst vor der Angst, Panikattacken ohne Ende und irgendwann die Diagnose: „nicht therapierbar“. Das war für Waltraud Gauglitz der Knopföffner. Sie akzeptierte, dass nur sie selbst sich helfen kann und machte sich auf den schmerzhaften und spannenden Weg der Heilung.

Zwei Jahre später war sie sämtliche Symptome und Ängste los. Ein Zustand, der seit mehr als 20 Jahren bis heute anhält. Wie sie angstfrei wurde, beschreibt sie als „den einzigen richtigen und erfolgreichen Weg“. Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Solche Aussagen halte ich für nicht zielführend, selbst wenn ich persönlich mindestens 95 Prozent der vorgestellten Ansätze und Ideen absolut hilfreich finde.

Aber auch das wiederum ist rein subjektiv, weil ich meinen Weg an vielen Stellen wiedererkenne. Für andere sind zentrale Elemente vielleicht einfach nur „Eso-Zeug“, gerade in Hinsicht auf Waltraud Gauglitz‘ Nachfolgebuch Angst ist die andere Seite von Liebe – eine Ergänzung und Vertiefung der vorgestellten Gedankenansätze, garniert mit vielen positiven Geschichten von Menschen, mit denen die Autorin erfolgreich gearbeitet hat. Aus meiner Sicht sollte immer der „Weg aus der Angst“ zuerst gelesen werden – vor allem, wenn sich Menschen mit den Themen Unterbewusstsein, Seele und Gefühle noch etwas schwer tun.

Wie mich meine Leserinnen zu dem Buch geführt haben

Doch zurück zu Band 1: Ich hatte ehrlich gesagt nie vor, ein Buch über Angsterkrankungen zu rezensieren. Seit meinem Neubeginn 2013 war ich mit deutlich vorwärtsgewandterer Lektüre beschäftigt.

Doch dann haben mir gleich mehrere Blogleserinnen unabhängig voneinander berichtet, welch großartigen Erfolge sie im Umgang mit ihrer Angst gefeiert haben. Allesamt hatten sie mit derselben Heilpraktikerin für Psychotherapie gearbeitet – Waltraud Gauglitz. Zwei Geschichten davon auf meinem Blog liest du hier und hier.

Da bin ich hellhörig geworden, habe mir aus purer Neugier das Buch bestellt und wurde nicht enttäuscht. Sehr viele gute Denkanstöße, anschauliche Beispiele und die ehrliche Feststellung: Das Buch ist keine Bedienungsanleitung. Es gibt keinen Plan, um Panikattacken loszuwerden. Oder wie es Waltraud Gauglitz formuliert: „Nichts und niemand kann mir weiterhelfen. Nur ich mir selbst.“

Die Angst wieder verlernt

Wie hat sie es geschafft, sich nach 14 Jahren der Quälerei selbst aus dem Schlamassel zu befreien? Klingt schwierig, war auch ein längerer Weg: durch Umlernen. So wie sie die Angst gelernt hat, hat sie sie wieder verlernt.

Umlernen bedeutete für die Autorin, sich erst einmal klar zu werden, dass sie von der dauernden Konfrontationstherapie gar nicht geheilt werden konnte. Dass sie sich also nichts vorzuwerfen hatte, auch wenn ihre Therapeuten sie als Versager abstempelten, weil sie trotz Konfrontation ihre Angst nicht loswurde.

Denn sie stellte fest: Eine Panikattacke (Zittern, Herzrasen, Ohnmachtsgefühl) ist letztlich nur die körperlich spürbare Auswirkung einer sehr hohen Adrenalinausschüttung. Die wiederum hat als Ursache zu hohen Stress durch die dauernde Anspannung. Wie soll also der Körper die Angst verlernen, wenn er durch Konfrontation noch zusätzlich unter Stress gesetzt wird? Während sich Einzelängste und Phobien vielleicht noch mit Konfrontation „bekämpfen“ lassen (Anmerkung: und auch da gibt es inzwischen wirksamere Methoden), ist diese Therapie für Menschen mit Agoraphobie absolut kontraproduktiv. Sie haben ja eh schon Angst vor der Angst und verstärken diese durch das ständige Training noch.

Nicht den Stress noch verstärken!

Diese Zusammenhänge stellt Waltraud Gauglitz anschaulich dar und geht im Buch immer wieder darauf ein. Ihr Gegenmittel: Anstatt auf die Patienten weiter Druck aufzubauen (den haben sie mit einer Angststörung eh schon genug) und den Stress zu verstärken, kann es nur mit Gelassenheit, Loslassen und Kontrolle abgeben funktionieren.

Da sich das nicht von heute auf morgen lernen lässt, liefert die Autorin einige interessante Sofortmaßnahmen zur Selbsthilfe. Zum Beispiel, sich selbst zu gestatten, aus angstbesetzen Situationen ganz bewusst und mit gutem Gewissen vorzeitig herauszugehen und dadurch quasi sanft zu üben.

Damit ist schon der erste Schritt in Richtung Akzeptieren der Angst getan. Ausführlich beschreibt Waltraud Gauglitz, wie sie es geschafft hat, die Angst nicht mehr kontrollieren zu wollen und einfach die Situation so zu akzeptieren, wie sie ist. Besonders gut gefällt mir dabei die Übung „Es gibt nichts zu tun“ – quasi meditatives Liegen ohne Aufgabe und Ziel, um den Körper nach und nach daran zu gewöhnen, dass er auch noch entspannen kann.

Sehr gelungen auch die abschließende Passage, die zeigt, wie wenig Geborgenheit, Vertrauen und Stabilität wir heutzutage in unserer hektisch-modernen Zeit haben. Und wieso dadurch die Angst oft ein leichtes Spiel hat.

Das Fazit

Ein durch und durch außergewöhnliches Buch. Es umarmt einen auf der einen Seite liebevoll (du bist nicht allein, du bist nicht krank, du hast dir die Panik einfach nur beigebracht, du hast nicht in der Therapie versagt). Auf der anderen Seite wirken Aussagen wie „Solange du dieses Buch liest, bist du immer noch außerhalb von dir auf der Suche und noch nicht bereit, Kontrolle abzugeben“ erst einmal verstörend.

Gleichzeitig ein wichtiges Element, das die Kernbotschaft des Buches unterstreicht: Du musst dir durch Loslassen und Kontrolle abgeben selbst helfen. Die Heilung und Befreiung von der Angst kann nur im Innen ablaufen. Das deckt sich zu 100 Prozent mit meinen Erfahrungen.

Zwei Sachen gefallen mir an diesem äußerst wertvollen Buch nicht so gut: Zum einen die Kritik an so gut wie allen gängigen Entspannungsmethoden. Die These: Diese setzen einen schon wieder unter Druck, weil man irgendwas tun muss. Ich bin selbst aber das lebende Gegenbeispiel, dass solche Übungen sowohl im Notfall (PMR nach Jacobson) als auch präventiv absolut hilfreich sein können. Zum anderen hätte ein professionelles Layout/Satz und ein Lektorat dem Buch gut getan.

Und jetzt du: Wir brauchen deine Tipps!

Kennst du eines der Bücher? Falls ja: Hat es dir geholfen oder welche Meinung hast du dazu? Oder falls dich andere Lektüre vorangebracht hat: Schreib gerne den Titel und Autor in die Kommentare und erzähl kurz was darüber. Die anderen Leser werden es dir danken.

Foto: Unsplash.com

19 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Beide Bücher kenne ich nicht….Aber ich werde mir Sie holen….hab jeden Donnerstag Therapie es wird ein Plan erstellt wo und wie lange ich irgendwo Auto fahre…..Und ganz komisch ich finde immer eine ausrede…..Da fragte ich den Therapeuten warum…Ich hab angst vor die Symptome….Mich nervt das ..Ich will endlich wieder raus heute bin ich im Landkreis- 1 Std gefahren immer wieder mit kaltenschauer trocknen Mund usw. Ich frage mich echt was für kick brauche ich das mir es nichts mehr ausmacht weiter weg zufahren.. Welche Erfahrungen haben diese Bücher euch gebracht….Zweifel langsam an mir und die konfrontation

    • Hi Daniela,

      ich glaube, beide Bücher sind in deinem Fall wirklich sehr gut geeignet, da sie dir den Druck nehmen, dass du etwas falsch machst, nur weil das mit der Konfrontation bei dir nicht so klappt. Denn beide beschreiben ganz klar, welche anderen Dinge zuerst passieren sollten, bevor sich ein Angstpatient wieder mit Absicht angstauslösenden Situationen stellt.

      Diese Botschaften finde ich so wichtig: An dir ist nichts verkehrt und du bist auch keine Versagerin, wenn du es zurzeit noch nicht so hinbekommt, wie dein Therapeut es glaubt. Wenn schon, dann versagt er, weil er nicht die passende Therapieform für dich gewählt hat bzw. nicht flexibel genug ist, sie auf dich anzupassen.

      Ich bin gespannt, was du nach der Lektüre berichtest.

      Ganz liebe Grüße und alles Gute
      Mischa

    • Die Ursache hinter der Ursache ist sehr oft eine Belastung mit Schwermetallen.
      Daraus resultieren dann körperliche Symptome jeglicher Art ,ich habe es selbst durch.
      Nach der Ausleitung verschwanden komischer Weise alle meiner Symptome nach und nach.
      Aber diese Ursachen hinterfragt kein Arzt, im Sinne der Pharmaindustrie werden die Symptome
      behandelt und der Körper noch weiter geschädigt..
      Am besten eigenen sich Chlorella – Algen für die Ausleitung von Schwermetallen.
      Sehr gute Erfahrungen habe ich mit dieser Bio-Chlorella –Alge gemacht.
      Einfach ausprobieren ,die allermeisten Leute wissen nichts von diesem Problem , Sie werden sich wundern,welche Dinge sich plötzlich in Luft auflösen. Mein Blutdruck ist seither bei 125 : 75 , so ganz nebenbei.

      • Hallo Jürgen,

        danke für deinen ergänzenden Beitrag und super, dass du so positive Erfahrungen mit dieser Methode gemacht hast.

        Gleichzeitig behaupte ich mal, dass niemand von uns weiß, ob das wirklich – wie du schreibst – „sehr oft“ die Ursache ist. Bei solchen Aussagen werde ich hellhörig und diese sollte man immer mit Vorsicht genießen.

        Nach meinen Erfahrungen sind Ängste in den meisten Fällen „hausgemacht“, also eine Reaktion des Körpers auf ein Leben, das nicht zu den Bedürfnissen passt, verbunden mit einem „falschen“ Denken, wenn sich die Betroffenen nur noch auf das Negative konzentrieren und ständig Angst vor der Angst haben.

        Herzliche Grüße
        Mischa

  2. Hi Mischa,
    schön mal wieder was von dir zu lesen. Ich kenne beide Bücher nicht – Angststörungen sind eh nicht so mein Thema.
    Aber was die entspannungstehcniken angeht ksnn ich dir nur recht geben.
    Bei mir in der klinik war das so, dass wir ermutigt wurden, alles mögliche auszuprobieren, gerade weil man wusste, dass nicht jede Entspannungsmethode bei jedem funktioniert, sondern um heraus zu finden was bei einem selbst funktioniert. Das kann individuell sehr verschieden sein. Ich bin damals übrigends auch bei PMR hängen geblieben, während autogenes Training, was bei vielen anderen wohl super funtioniert bei mir gar nicht ging, weil es mich direkt in die Grübelschleife katapultierte. Qi Gong (oder wie immer man das schreibt) hab ich damals auch probiert, aber das war auch nicht so richtig was, zu komplex um dabei wirklich runter zu kommen.
    Ich will damit sagen, ich geb dir 100% recht. Es gibt nicht DEN einen einzigen erfolgversprechenden Weg, sondern jede/r muss selbst herausfinden, was bei ihm am besten funktioniert.
    Liebe Grüße

    • Hi Astrid,

      vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht! Und zum Glück sind Angststörungen nicht dein Thema 😉

      Ein Hoch auf die Individualität und möge jeder die Entspannungsmethode finden, die zu einem passt.

      Liebe Grüße
      Mischa

  3. Hallo Mischa,
    ich kenne das erste Buch. Ich habe es in einer Klinik gelesen. Es hat mir sehr viel Mut gemacht und mich dazu gebracht mir selbst zu helfen. Bzw zu kapieren, dass wie du es auch schreibst im inneren bei uns selbst passieren muss. Und ich übe immer noch. Nun nehme ich zwar noch ein Medikament…dass allerdings meine Ängste nicht reduziert hat. Ich meditiere…mache PMR und übe das Leben in der Gegenwart zu leben. Also meine Gedanken weg von der Vergangenheit oder Zukunft. Das bringt Ruhe ins System….und das hilft mir sehr. Ein wertvolles Buch …für mich das wertvollste was ich gelesen habe von Eckardt Tolle “ Jetzt“ …die Kraft der Gegenwart.
    Ruhe ins System bringen statt ständige Konfrontation. Wenn Ruhe da ist kann man sich auch wieder konfrontieren.
    Lg
    J.B.

    • Hi Jolanthe,

      ja, genau das ist es: Ruhe ins System bringen. Das hast du wunderbar beschrieben, vielen Dank dafür!

      Achtsamkeit üben, meditieren, bestärkende Gedanken dazu lesen, all das hat auch mir geholfen.

      Ich wünsche dir weiter viel Freude beim Üben und ruhig werden 🙂

      Liebe Grüße
      Mischa

  4. Lieber Mischa,
    ich kenne beide Bücher und finde die meisten ihrer Ansätze sehr gut. Da ich beim ersten Mal lesen von deinem Artikel nur bis zur Hälfte kam, hatte ich schon einiges an Kommentaren auf Lager, grins 🙂 Doch als ich jetzt mehr Zeit hatte und den ganzen Artikel von dir gelesen habe, stimme ich dir von Herzen bei allen Fürs und bei allen Wider zu. Gute Rezension.

    Auch gebe ich meiner Vorrednerin Chaoskämpferin völlig recht, dass nicht jede Entspannungstechnik oder sonstige Methode bei jedem funktioniert. Es gibt nicht DEN einen Weg, sondern viele Wege nach Rom oder aus der Angst. Ich habe es zum Teil mit ähnlichen, wie aber auch völlig anderen Methoden geschafft. Sie sind deshalb nicht „besser“ als die dort beschriebenen, sondern waren halt „für mich“ die absolut richtigen. Ich für mich habe 12 Jahre lang suchen und ausprobieren müssen. Aber es hat sich gelohnt, ich führe seit 2008 endlich wieder ein freies, glückliches und von mir selbstbestimmtes Leben.

    Ich wünsche allen Lesern den Mut und die Ausdauer weiter zu suchen, bis sie ihren Weg aus der Angst finden. ES gibt ihn, für jeden von uns. Da bin ich mir sicher!
    Herzliche Grüße,
    Doris

    • Hi Doris,

      lieben Dank für das Lob und die wunderbare Ergänzung meines Artikels. Und danke auch fürs Durchhalten beim Lesen 😉

      Ich bin mir genauso sicher wie du, dass es für jeden von uns den richtigen Weg gibt. Um dahin zu kommen, dürfen wir uns gerne leiten lassen und gleichzeitig immer die Augen aufbehalten, ob sich alles stimmig für uns anfühlt.

      12 Jahre sind echt lang, da hast du mit Sicherheit sehr viel über dich erfahren. Umso schöner, dass es dir heute so gut geht 🙂

      Herzliche Grüße
      Mischa

  5. Hej Mischa,
    Danke für die Rezensionen!
    Ich hatte keine Lust, mich durch den Dschungel von Ratgebern und Selbsthilfebüchern zu schlagen, auch unter anderem wegen der Aspekte die du ansprichst-dieser oft bevormundende Ton und der Anspruch der Autoren, alleine die Wahrheit gepachtet zu haben.
    Das gefiel mir nebenbei bemerkt auch so gut an deinem und Melanies Buch- dass ihr eben eure individuellen Erlebnisse geschildert habt und den Lesern Mut gemacht habt, sich Inspiration für den eigenen Weg zu holen🤗👍
    Aber ich schweife ab…😉
    Habe mir jetzt „Der Weg aus der Angst“ gekauft und bislang gefallen mir die ersten Kapitel sehr. Bin gespannt was noch kommt! Besonders für den Verarbeitung von traumatischen Erlebnissen und den Umgang mit Dauerstress (nein, ich kann nicht kündigen, sondern habe ein chronisch krankes Kleinkind das ich tags und nachts versorge) hoffe ich auf Tipps und Tricks…aber ich bin voller Hoffnung, die krankmachende Angst auch wieder zu verlernen🙏
    Viele Grüße
    Swantje

    • Sehr, sehr gerne, liebe Swantje 🙂

      Und ein Riesendankeschön, dass du unser Buch schon wieder lobst, da freuen wir uns doch jedesmal aufs Neue <3

      Ich wünsch dir weiter viel Freude beim Lesen und Ausprobieren und bin mir sicher, dass du einen Weg aus der Angst finden wirst. Wer so gute Bücher liest, hat schon wichtige Schritte gemacht 🙂

      Alles Liebe
      Mischa

  6. Hi Mischa,

    Bin durch Zufall auf Deine Seite gestolpert. Eigentlich durch eine Google Suche wegen einer Bucket- Liste. Guter Zufall.
    Ich selber leide seit ca. einem Jahr an Panikattacken und Angstzuständen. Weshalb? Keine Ahnung. Ist irgendwie eine Epidemie in unserer Familie. Bin nicht in Therapie, da es eh ziemlich aussichtslos ist hier, einen guten Therapeuten zu bekommen der noch Kapazitäten hat. Außer man würde akut eingewiesen und das möchte ich nicht. Habe mich aber durch die Buchlandschaft zum Thema Angst und Panik gestöbert. Ich persönlich habe beide Bücher noch nicht gelesen, bin bei ,,Shirley Tricketts“- endlich wieder angstfrei Leben“ hängen geblieben. Habe nach dem Buch den Entschluss gefasst damit gut klar zu kommen und bin auch der Meinung dass man sich selber umpolen muss um die Angst und Panik los zu werden. Gründe für die Angst und Panik habe es satt, ich bin sogar der Meinung dass ein Therapeut die Hände über dem Kopf zusammenschlagen würde, wenn ich ihm meine zahlreichen Erlebnisse schildern würde, so dass er sich wahrscheinlich fragen würde wie ich bisher ohne ,,groß“ geworden bin. Nun, ich muss sagen dass es wunderbar klappt. Die Bucket- Liste soll keine ,,bis- ich- ablebe- Liste“ werden, sondern gehört in mein persönliches ,,Ohne-Druck-und-Angst-neue-Wege-gehen“ Programm. Mitte/ende Dreißig, mit großem Hund, erwachsenem Kind, tollem und anspruchsvollem Job mit Zielen. Manchmal tendiere ich eher zum Vierkanthof mit Hofladen (ich gieße so gerne stundenlang Blümchen) als zum Leitungsjob, aber auch das tue ich gern. Nun zum Happy: ich werde beide Bücher lesen. Und auch hier weiter lesen. Denn auch Lesen gehört zu meinen Lieblingsdingen. Meist aber MordundTotschlag. Vielfalt. Mach weiter so! Interessiert mich. 🙂 Liebste Grüße, Anna

    • Liebe Anna,

      herzlich willkommen hier und da gibt es bestimmt noch einiges zu entdecken 🙂
      Zufälle gibt es in meiner Welt nicht, sondern die Dinge passieren, weil sie in dem Moment einen Sinn geben. Also hat es auch für dich einen Sinn, dass du hier gelandet bist.

      Ich finde es großartig, dass du mit starken Zielen arbeitest und dir im Klaren bist, wie ein Leben ohne Angst aussehen würde. Je konkreter du dir das ausmalst, desto schneller wirst du Fortschritte machen.

      Und falls noch ein Kommentar zum Thema Krimis erlaubt ist: Die Energie folgt der Aufmerksamkeit. Je öfter du dein Gehirn mit Dingen beschäftigst, die im weitesten Sinne Angst machen können (Nachrichten, Krimis etc), desto öfter wird es dich mit Angst belohnen. Das ist vor allem für sensible Charaktere ganz wichtig, da eine gute Selbstfürsorge zu betreiben.

      Herzliche Grüße und alles Gute
      Mischa

  7. Hallo Mischa!
    Ein toller Atikel zu den Büchern. Ich weiß noch nicht ob ich sie mir holen werde. Bin auch Angstpatient aber mich würde eher deine „vorwärtsgewandtere Lektüre“ (wie du sie beschreibst und nach deinem Neustart bevorzugt hast) interessieren. Kannst du mir diesbezüglich Buchtipps geben?

    Freundliche Grüße

  8. Hy,

    der Beitrag gefällt mir sehr gut und seitdem ich meinen eignen Blog gestartet habe über meine PTBS-Erkrankung inkl Angst und Panik, es muss sich ja lohnen für die Psyche, schaue ich mir mehr andere Blogs. Es gibt selten einen Blog der mir partout so zu sagt. Aber in diesem Fall: Finde ich klasse.
    Ich kenne beide Bücher noch nicht. Ich warte im Moment auf die ebook – Version von Klaus Bernhardt. Diese erscheint aber erst um den 11.September herum. Aber auf das freue ich mich sehr. Ich habe Auszüge gelesen und fand es persönlich sehr gut.

    Jedoch muss ich widersprechen was die Konfrontaionstherapie betrifft. Widersprechen ist auch falsch, ich glaube, jeder hat so seine eigene Art mit Ängsten, Panikattacken und Phobien fertig zu werden. Ich bspw kam mit der Konfrontations die erstenmal überhaupt nicht zu recht. Eine Psychologin erklärte mir mal, ich solle in Angstsituationen laut „Stopp“ sagen. Da war meine erste rethorische Frage an sie, ob sie was am Helm hat. Sie erklärte mir, das ich nur vermeiden würde. Ich habe gelacht und habe die Exposition abgebrochen. Es war für mich und ist es auch heute noch, affig. Aber, dass muss ich auch ehrlich sagen, ist für mich die Konfrontation die annehmbarste Version einer Therapie zu Ängsten. ich weiß mittlerweile nicht mehr wie lange ich Angst und Panik habe. In Behandlung bin ich erst seit seit 2014 so richtig. Ich hatte und habe heute noch Platzangst beispielsweise. Ich ertrage heute etwas größere Räume und habe mich mit einem Fahrstuhl ausgetrickst und an alles heran gewagt. Erst fuhr ich nur eine Etage laut singend hoch. irgendwann 1 hoch und eine runter. Dann fuhr ich zwei hoch und stieg aus. fuhr 2 hoch und eine runter. fuhr zwei hoch und zwei runter. Immer laut singend bis ich selbst zur Ruhe kam. Ich habe Höhenangst mit dem Zwangsgedanken runter zu springen. Also, ich fahre hoch mit einem Fahrstuhl und muss gegen die nächste Panikwelle ankämpfen, dem Gefühl runterzuspringen, und habe die Platzangst noch nicht überwunden. Einfach ist anders und manchmal frage ich mich, ob ich nicht doch auch etwas masochistisch veranlagt bin. ich quäle mich permanent in situationen, die nicht gerade angenehm sind oder erträglich, aber ich habe in den letzten Momanten eine andere Denkweise bekommen. Wie weiß ich nicht. davor hat Konfrontation nie funktioniert, aber mittlerweile geht das ziemlich gut. Ich habe verstanden, das Ängste nur oberflächlich sind. Es gibt etwas danach und vorallem passiert nichts.

    Aber in einem gebe ich absolut recht: Gruppentherapie ist absoluter Bullshit!

    • Hi Nancy,

      ich sehe das wie du: Es gibt kein schwarz und weiß bei der Konfrontation. Zur rechten Zeit mit der richtigen Vorbereitung und Ruhe, kann die durchaus hilfreich sein. Leider wird das immer noch von vielen Therapeuten anders ausgelegt und sie schicken die Patienten „ins Feuer“, obwohl sie noch gar keine Grundlage für solch eine Mutprobe haben.

      Viel Freude mit dem E-Book von Klaus Bernhardt und liebe Grüße
      Mischa

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