Die wichtigste Entscheidung meines Lebens – und welchen Preis ich dafür zahlen musste

wichtigste Entscheidung meines Lebens

Neues aus meiner Lieblingsdisziplin „Was stört mich mein Geschwätz von gestern?“ Ich hatte letztes Jahr mal entschieden, an keiner Blogparade mehr teilzunehmen, weil ich meine Themen lieber selbst festlege. Dann kam die Einladung von Susi Bayer und ich dachte mir: „Eine besonders schöne Ausnahme bestätigt eine gute Regel.“

Wie auch immer: Das Thema „Entscheidung: Neues Leben!“ hat mich auf Anhieb angesprochen und meine Finger in Bewegung gesetzt. Dann hat Susi wie ich Anfang April Geburtstag und sämtliche Gewinne aus dem Verkauf des E-Books nach Ende der Blogparade gehen an soziale Einrichtungen. Ziemlich viele gute Gründe für einen neuen Artikel, wie ich meine.

Der April ist auch sonst ein ganz besonderer Monat für mich. Ein Monat des Rückblicks, des Staunens und Feierns. Im April 2013 erlebte ich den Wendepunkt meines Lebens, im April 2014 startete dieser Blog. Im April 2015 und 2016 sind bestimmt auch ganz tolle Dinge passiert, an die ich mich leider nicht mehr erinnere.

Die wichtigste Entscheidung meines Lebens

Und so ist dieser Monat wie kein anderer für eine Rückblende und eine wichtige Erklärung prädestiniert. Die lautet: Alles, was in den vergangenen 4 Jahren bei und mit mir passiert ist, fußt auf einer einzigen, bewussten Entscheidung, die ich damals getroffen habe.

Ich will von nun an richtig leben und stelle dabei mich und meine Gesundheit an oberste Stelle.

Absolut unspektakulär, oder? Das macht doch jeder, oder? Hmm, da hab ich so ne leicht abweichende Meinung. Zumindest, wenn ich mir die monatelangen Wartezeiten für psychotherapeutische Behandlungen und psychosomatische Kliniken sowie die Millionen von Medikamenten/Psychopharmaka anschaue, die sich die Deutschen jeden Tag reinpfeifen.

Als ich damals aus meiner langen, langen Verdrängungs- und Vermeidungsphase aufgewacht bin, wusste ich: Ich kann mich nicht mehr selbst verarschen. Ich kann den Typen, der mich im Spiegel anblickt, nicht mehr länger anlügen und so tun, wie wenn alles super-duper wäre.

Ich habe verdammt nochmal nur ein einziges Leben (zumindest in der aktuellen Form meines inkarnierten Fleischklöpschens, wie Veit Lindau immer so schön zu sagen pflegt). Ich will das Leben an den Eiern packen, ich will die Dinge JETZT tun, sonst tu ich sie nie mehr.

Ich weiß, dass jede einzelne Entscheidung an jedem einzelnen Tag eine Entscheidung für oder gegen mich ist. Für oder gegen meine übergeordnete Entscheidung. Für oder gegen meine Werte und Ziele. Für oder gegen meine Selbstverarschung.

Und jetzt kommt im Rahmen dieser Entscheidung der entscheidende Punkt:

Ich bin bereit dafür, den Preis für diese Entscheidung zu zahlen. Ich trage die Konsequenzen daraus ohne Wenn und Aber, weil es für mich keinen anderen Weg gibt.

Einen Knopf gedrückt und alles super?

Im Rückblick klingen die krassen Veränderungsgeschichten von Menschen immer so herrlich romantisch. Der Held wacht auf, krempelt sein Leben um, wechselt vom Kriech- in den Flugmodus und findet so sein Glück.

Ich nenn das mal den persönlichen Gewinn, der aus der Entscheidung für ein neues Leben resultiert. Doch was ist mit den Verlusten? Was musste der Held aufgeben, riskieren, wen und was hat er alles verloren, um sein Glück zu finden?

Für mich der wichtigere und spannendere Punkt. Denn wie oft bekomme ich Mails, in denen in der erste Zeile steht: „Ich will, dass sich was ändert“ – und aus den weiteren 50 Zeilen lässt sich herauslesen: „Aber bitte ohne, dass ich mich ändern muss“.

Die Angst vor dem zu zahlenden Preis ist zu hoch. Ich kann das nachvollziehen. Und gleichzeitig mit 100-prozentiger Sicherheit sagen: So funktioniert das nicht.

An meinem eigenen Beispiel will ich mal zeigen, welchen Preis ich für die wichtigste Entscheidung meines Lebens gezahlt habe (und immer noch zahle). Und warum es trotzdem keinen Grund gibt, daran zu rütteln.

Diesen Preis zahle ich für meine Entscheidung in folgenden Bereichen:

#1 Finanzielle Sicherheit

Kein üppiges Gehalt mehr am 30. des Vormonats, kein Urlaubs- oder Weihnachtsgeld, keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, kein 50-Prozent-Anteil des Arbeitgebers an der Krankenversicherung, keine Zuschüsse zur Altersvorsorge.

Ganz schön doof, so einen festen Job zu kündigen, oder? Klar hatte selbst ich, der ich 1000 Prozent von meiner Entscheidung überzeugt war, ab und an diese Gedanken. Inklusive Neidgefühlen gegenüber Menschen, die vor dem Wochenende oder dem Urlaub ihren Stift fallen lassen und sich bis zum Zurückschlurfen über die Bürogänge keine Gedanken mehr machen müssen (schon gar nicht über Belege sammeln, Rechnungen schreiben und Umsatzsteuervoranmeldungen).

Ich weiß, dass dieser Preis für viele zu hoch ist, weil sie nie gelernt haben, sich auf Unsicherheit einzulassen und sich deshalb ein Horrorszenario nach dem anderen entwerfen (das in der Regel so nie eintritt oder nur dann, wenn der Glaube an das eigene Scheitern den Glauben an das eigene Können dauerhaft überwiegt).

Mein Gewinn: Ich liebe mich immer noch für meine Klarheit im Herbst 2013, als ich gekündigt habe. Diesen hohen Preis zu zahlen, war der wichtigste Schritt in meiner persönlichen Entwicklung. Es war eine Entscheidung für mich, meine Gesundheit, meine Selbstachtung, meine Freiheit (mein höchster Wert), meine Flexibilität, meine Entwicklungs- und Lernfähigkeit. Und eine klare Entscheidung gegen modernes Sklaventum, sinnlose Hierarchien, Ausbeutung und Respektlosigkeit.

# 2 Beziehungen

Der Typus „Fußball-/Sport-/Party-/Sauf-Freund“ hat in vielen Jahren meine Freundschaften geprägt. Eine stattliche Palette früherer Freunde ist in meinem Leben nicht mehr oder nur noch in der äußersten Peripherie präsent.

Vermisse ich etwas? Nein. Doch die Übergangsphase war hart. Weil ich mich öfter gefragt habe, ob es an mir liegt, dass der Kontakt abreißt, weil ich jetzt komisch geworden bin und ob es okay ist, sich einfach von gewissen Menschen zurückzuziehen.

Apropos komisch: Was ich so alles mache, lese, welche Seminare ich besuche und welche Flausen mir wieder in den Kopf steigen – das alles erschließt sich für meine Frau auch nicht immer auf Anhieb. Und meine ungebremste Roadtrip-Begeisterung teilt sie nicht völlig, aber immerhin partiell.

Anders formuliert: Wenn zwei Lebensentwürfe nicht mehr wie viele Jahre schön im Gleichklang sind, sondern sich an der ein oder andere Stelle ganz ungewohnte Töne in die gewohnte Lebensmelodie mischen, dann führt das schon mal zu Verstimmungen.

Natürlich hat meine Frau weder jubiliert, als ich vor 3 Jahren alleine losgezogen bin. Noch tut sie das heute bei meiner Ankündigung, dass ich den nächsten Winter im Süden verbringen werde.

Doch in dem Punkt würde sich für mich jeder Kompromiss wie ein Verrat an meinen eigenen Bedürfnissen darstellen. Ich habe eine Mission. Ich will herumziehen, Menschen treffen und interviewen, Geschichten erzählen und Mut machen. Wenn ich länger auf Strecke bin (und mit den passenden Menschen unterwegs), habe ich Glücksgefühle, die unbeschreiblich sind. Es ist inzwischen ein immens wichtiger Teil meines Lebens.

Insofern werde ich wieder und wieder losziehen. Und – Achtung, jetzt kommt ein Tiefschlag für alle Romantiker – ich bin bereit, den Preis dafür zu zahlen. Wenn meine Frau damals gesagt hätte oder heute sagen würde: „Ich mach den Scheiß nicht mehr mit, das war’s“, dann würde ich das akzeptieren, weil ich weiß, dass die Otto-Normalbürger-Lösung „48 Wochen daheim, 4 Wochen Urlaub“ für mich nicht funktioniert.

Mein Gewinn: Die Intensität der Gespräche mit meiner Frau hat sich deutlich erhöht. Wir halten beide mehr aus. Und sie entwickelt sogar leichte Züge von Campingbegeisterung. Leichte. Und beim Thema Freunde habe ich eh den Jackpot gezogen. Zu den wenigen Stützen von früher sind inzwischen unglaublich viele großartige Menschen in mein Leben getreten, die mich bereichern, inspirieren und mir einfach nur gut tun. Ganz ohne Saufen.

#3 Leistungsdenken und schlechtes Gewissen

Was ist der Preis für die Entscheidung, mich nicht mehr in ein 40-Wochenstunden-Arbeitsmodell pressen zu lassen und nur so viel Arbeit als Freelancer anzunehmen, wie mir gut tut? Ganz klar das schlechte Gewissen. Und weniger Geld auf dem Konto, solange meine Haupteinnahmequelle noch das Tauschen von Zeit gegen Geld ist.

Darf ich einfach auf dem Balkon liegen (ein Buch lesen, einen Podcast hören, eine Mountainbike-Runde drehen, mich zum Teetrinken treffen), während alle braven Arbeitnehmer gerade ihre Zeit absitzen müssen? Vor allem zu Beginn meiner Selbstständigkeit hat das schlechte Gewissen ganz schön oft angeklopft. Schließlich war ich doch 10 Jahre lang einer aus der Leistungsgesellschaft. Gute Arbeit gegen gutes Geld. Und dann das?

Für mich war das einer der intensivsten Prozesse (und der hält immer noch an), mir zuzugestehen: Ich brauche ganz viel Zeit für mich! Ich weigere mich, für den schnöden Mammon meine Gesundheit aufs Spiel zu setzen. Abgesehen davon, dass man eh immer mehr ausgibt, je mehr man einnimmt. Insofern geht dieses Spiel sowieso nie auf.

Ich brauche auch so viel Zeit für mich, weil immer noch einiges an inneren Themen aufploppt, was ich mir anschauen darf und vieles Zeit braucht, um sich zu setzen. Und bei einigen Dingen benötige ich sogar ein paar Anläufe und immer wieder neue Energie.

Ganz bewusst nehme ich mir Zeit für Bewegung, Natur, Lernen, persönliche Entwicklung, spirituelles Eintauchen und Treffen mit wichtigen Menschen. Mal mit ein wenig schlechtem Gewissen, immer öfter ohne.

Mein Gewinn: Ich erreiche in ganz vielen Bereichen meine Ziele und komme immer mehr bei mir an. Ich verzeihe mir undisziplinierte Aussetzer. „Arbeite härter, leiste mehr“ läuft bei mir nicht. Also brauche ich mich auch nicht quälen.

#4 Gesundheit/Medikamentenfreiheit

Vor dem Preis, den ich für ein Leben ohne Medikamente zahlen muss, hatte ich am meisten Schiss. Keine Krücke mehr, die mir zu besserem Schlaf, weniger Angst und mehr Antrieb verhilft. Kein Blutdruckmittel mehr, das mich schützt. Kein Asthmaspray, das mich absichert.

Doch die Entscheidung stand fest: Wenn ich in allen Bereichen gesunden will, dann kann und darf ich nicht mehr abhängig von Medikamenten sein. Ich will meinen Körper mit all seinen Selbstheilungskräften die Dinge selbst regeln lassen.

Der Entschluss brauchte Vertrauen, Mut und ein Akzeptieren des Blindflugs mit dem eigenen Körper, der über all die Jahre so präzise fremdgesteuert wurde. Die kleinen Schritte fielen mir oft schwer. Der riesige Schritt mit dem Absetzen von Antidepressiva noch mehr. Doch im Hinterkopf war immer der Beschluss „Du ziehst das jetzt durch und wirst auf Dauer davon profitieren.“

Mein Gewinn: Ich lebe medikamentenfrei, spare mir Geld und Zeit für Arztbesuche, muss mir keine Gedanken über Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von Medikamenten machen, habe mein erstes Buch geschrieben und freue mich über eine ganz neue Sichtweise auf das Thema Gesundheit und Ärzte.

#5 Komfort

Hätte ich auch bei Sicherheit noch unterbringen können, macht sich aber auch als eigener Punkt ganz gut. Der Preis für meine Entscheidung ist auch, dass mein Leben deutlich unruhiger und unkomfortabler verläuft als zuvor. Zuvor war es eine recht stabile Linie Arbeit-Couch-Urlaub, jetzt gleicht es öfter einer Achterbahnfahrt.

Völlig normal, weil ich eben nicht weiß, wie mein Leben morgen, nächsten Monat, nächstes Jahr oder in einem Jahrzehnt aussehen wird. Was auch daran liegt, dass ich mich und die Dinge, die ich tue (oder nicht tue) immer wieder auf den Prüfstand stelle.

Das auszuhalten, musste ich auch erstmal lernen. Nicht von einem schlechten Tag ausgehend zu viel in Frage zu stellen. Einfach weiterzumachen und dabei immer meine Grundsatzentscheidung, die Werte und Ziele im Auge zu behalten.

Weniger Komfort zeigt sich auch ganz praktisch darin, dass ich nicht mehr bereit bin, mehrmals im Jahr Geld für sündteure Wellness-Hotels auszugeben. Das Freikaufen von seelischer (Arbeits-)Überlastung mit dem 27. Saunagang und nachfolgendem 5-Gänge-Menü funktioniert einfach nicht. Die Einfachheit eines stressreduzierten Camperlebens passt deutlich besser zu mir.

Ja, es ist arschkalt, bei null Grad zum Klohaus zu laufen. Ich habe keine Spülmaschine, keinen Ofen und nur einen Bruchteil der Gegenstände im Vergleich zur heimischen Wohnung. Und es fehlt mir nichts.

Mein Gewinn: Weniger Komfort fühlt sich für mich lebendiger an. Deshalb muss ich nicht gleich freiwillig auf einem Nagelbett schlafen. Verzicht in gewissen Dingen öffnet mir die Augen dafür, mit wie wenig wirklich wichtigen Sachen ich auskomme. Ich bin heilfroh, dass ich aus dieser „Sättigungs-Käseglocke“ heraus bin. Und so nebenbei hat sich meine Komfortzone damit massiv erweitert.

#6 Image

Mit dem Öffentlichmachen meiner Geschichte habe ich riskiert, als Mann nicht mehr für voll genommen und als Heulsuse abgestempelt zu werden. Ich wundere mich heute manchmal, wie offen und konsequent ich das angegangen bin – obwohl der Preis dafür aus meiner früheren Sichtweise definitiv viel zu hoch, genau genommen unverhandelbar gewesen wäre.

Wie oft saß ich mit zittrigen Fingern am Rechner, bevor ich einen Artikel online gestellt habe, weil ich mir dachte: „Kannst du das echt bringen? Jetzt halten mich doch endgültig alle für durchgeknallt.“

Gut, dass ich mich nie davon habe abhalten lassen. Wenn jemand sich heute über mich oder meine Arbeit lustig macht, dann trifft mich das kaum mehr. Weil ich inzwischen weiß, dass es dabei um sein Thema geht und nicht um meins. Das habe ich lernen dürfen und den Preis war ich auch gern bereit zu zahlen.

Mein Gewinn: Ich traue mich, sogar öffentlich zu meinen Gefühlen zu stehen. Ich schäme mich nicht, wenn mir beim Mantrasingen mal wieder die Tränen runterkullern. Meine Angreifbarkeit und Verletzlichkeit ist mein Schutzschild gegen die Angst. Und es tut so gut, sich nicht mehr verstecken zu müssen.

So, und jetzt du: Vor welcher Entscheidung im Leben drückst du dich, weil dir der Preis noch zu hoch ist? Oder welche Veränderung hast du vorgenommen, obwohl du vorher tierisch Schiss vor den Konsequenzen hattest? Ich freu mich auf deine Kommentare!

32 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Moin Mischa, ich habe vor kurzem auch gekündigt. Nach über sieben Jahren Festanstellung. Im August geht’s für mich erst nach Bali und dann für ein Jahr Working Holiday nach Neuseeland. Nicht mehr lange also und ich begebe mich auch in Unbekannte Gewässer. Aber ich habe Bock drauf und Vertrauen darin, dass alles was kommt, irgendwie so kommen soll und genau das dann so gut sein wird. Danke dir, für dein Resüme. Es hat mich einmal mehr in meinem Vorhaben bestätigt. Lieben Gruß von der Ostsee ✌🏻

    • Hej Jacob,

      sehr geil, herzlichen Glückwunsch!
      Mit den zwei Komponenten Freude und Vertrauen hast du die besten Vorausetzungen fürs Gelingen. Und du lernst in der Zeit eh so viel dazu, dass du eine großartige Basis für alles hast, was danach kommt.

      Ich wünsch dir ganz viel Spaß, hab eine großartige Zeit!
      Liebe Grüße
      Mischa

  2. Danke Mischa für diesen tollen Beitrag zu meiner Blog-Parade!
    Du hast so Recht, wir zahlen immer einen Preis für unsere Entscheidungen, doch meistens ist der Preis es wert und bringt uns einen zusätzlichen Gewinn!

    • Gerne, Susi. Und ein Gewinn ist immer da, selbst wenn wir mal auf die Schnauze fallen. Mein/unser erstes Online-Projekt haben wir mal sowas von in den Sand gesetzt. Und ich habe dabei meinen heute größten Auftraggeber kennengelernt. Ich bin quasi gescheitert und habe hinterher davon profitiert.

  3. Wieder mal ein großartiger Artikel! Ich liebe deinen Schreibstil und du triffst den Nagel immer so herrlich auf den Kopf.
    Bei mir ist es definitiv auch die Entscheidung zu kündigen. Ich bin 29 Jahre alt, auf Lebenszeit verbeamtet und seit einem Jahr AU. Ich bin schlichtweg im falschen Job, was mich – in Kombination mit anderen Faktoren- irgendwann krank gemacht hat. Alles in mir schreit KÜNDIGE ENDLICH! Aber eine Lebenszeitverbeamtung und ein wirklich gutes Gehalt wegzuwerfen kommt mir unmöglich vor. 🙁 Deshalb will ich versuchen einen Mittelweg zu finden und evtl. in einem anderen Aufgabengebiet, mit Homeoffice evtl. Nur noch Teilzeit arbeiten und nebenbei meinen Blog weiter aufbauen. Ich rede mir ein, dass ich ja immer noch kündigen kann wenn das auch nicht klappt. Aber in Wahrheit weiß ich, dass das wieder nur ein fauler Kompromiss ist. Denn mir geht es wie dir: ich brauche sehr viel Zeit für mich und es geht mir sofort schlecht, wenn ich etwas machen muss, dass ich eigentlich nicht will. Ich habe nur dieses eine Leben und will viel lieber meine Leidenschaft verfolgen und mich um mich kümmern.
    Wann kommt der Punkt, an den man auf all die Konsequenzen schei*t und einfach ins kalte Wasser springt? Wie fühlt sich das an?

    Ganz liebe Grüße
    Verena

    • Hi Verena,

      und ich liebe Menschen, die meinen Schreibstil lieben 🙂

      Wann der Punkt kommt? Wenn die Schmerzen oder das neue Ziel groß genug sind. Meist bewegen wir uns ja erst unter Schmerzen, obwohl die präventive Variante besser wäre.
      Und warum solltest du nicht zu Beginn einen Kompromiss eingehen und erstmal schauen, wie es läuft? Lieber einen kleineren Schritt gehen, als gar nicht loszulaufen. Es gibt keinen Sonderpreis fürs All-in-gehen. Jeder darf seine Veränderung auf seine Art und in seinem Tempo erledigen.

      Und wie es sich anfühlt? Zwischen ziemlich geil und angsteinflößend, je nach Tagesform. Im Lauf der Zeit aber meist eher geil 😉

      Liebe Grüße und alles Gute
      Mischa

  4. Lieber Mischa

    Du hast wirklich einen tollen Schreibstil, aber viel wichtiger, dein Gedankengut und deine Überzeugungen sind für mich sehr wertvoll. Du bist auch ein Widder oder? Mit dem Kopf durch die Wand und eine saustarke Willenskraft, was es manchmal auch schwierig macht, da es für uns schwieriger ist nichts tun zu können und einfach nur annehmen was gerade ist.

    Dein Artikel gefällt mir sehr gut, denn oft lesen wir Geschichten und denken wow so einfach ? Aber was steckt genau dahinter? Ist der Text nur eine Momentaufnahme, wie geht es dem Menschen hinter dem Schreiben? Deshalb finde ich dass du immer wieder so viel Mut beweist indem du so wahnsinnig authentisch schreibst. Denn in der persönlichen Entwicklung steckt harte Arbeit dahinter, vor allem wenn die Angst im Nacken sitzt und man kapiert hat, das man mit seinen bisherigen Verhaltensmuster sich dort hineinmanövriert hat. Das gibt noch einen extra Druck etwas tun zu wollen. Ich teile deine Meinung sich bewusst zu machen dass man immer die Wahl hat zu entscheiden und mal sollte sich immer für sich selber entscheiden. Habe letztes Jahr im Sommer meine krassen Erkenntnisse erfahren dürfen/müssen und seitdem schäle ich mich so langsam heraus in meine eigene Kraft mit vielen Zweifeln, Tiefs, Hochgefühle, Kraft, Spass, Energie und Ungeduld. Was ich schwierig finde ist, wenn man so lange fremdbestimmt war und man sich auf den Weg macht sich selber wieder treu zu sein, wie spürst du in dir was du genau willst? Ob die Entscheidung die richtige ist oder ob du nur Angst hast davor? Dieser Unterschied -Entscheidung aus Angst oder aus meiner Kraft empfinde ich als schwierig. Vielleicht brauch ich auch da noch Geduld und üben?
    Liebe Grüsse
    Patricia

    • Liebe Patricia,

      ja, das mit uns Widdern hast du gut beschrieben. Volltreffer 🙂

      Zu deiner Frage: Ich denke, es ist völlig normal, dass du nicht von heute auf morgen exakt weißt, wo es jetzt genau langgehen soll und was du wirklich willst. Das ist in der Tat ein Prozess, der Geduld braucht. Und die Erlaubnis, die man sich selbst gibt, ganz viel auszuprobieren und wieder zu verwerfen.

      Bei mir ist das auch seit 4 Jahren ein Trial and Error Verfahren in so gut wie allen Punkten. Die klare Linie ergibt sich erst durch das Tun. Ich teste, behalte, was mir gut tut und mach weniger von dem, was mir nicht so gut tut. Das Wichtigste aus meiner Sicht ist das Probieren. Also nicht von sich zu verlangen, dass man den Stein der Weisen findet und dann das Leben ganz einfach wird, sondern einfach losmarschieren und schauen was passiert.

      Wie wäre es denn, wenn du dir eine oder zwei Sachen vornimmst, die du wirklich gerne machst und davon einfach mehr machst (oder wieder damit anfängst, falls du damit aus welchen Gründen auch immer aufgehört hast)? Meine Überzeugung: Je mehr Dinge du tust und Menschen triffst, die dir gut tun, desto mehr wirst du auf weitere Dinge und Menschen stoßen, die dir gut tun. Das lässt sich gar nicht verhindern 😉

      Ganz liebe Grüße und viel Geduld auf deinem Weg
      Mischa

  5. Hallo Mischa… ja dann liebst du mich auch, denn ich liebe deinen Schreibstil sehr sehr sehr! 😉

    Das ist ein supertoller Artikel! Einer dieser Sorte, bei denen ich mir während dem Lesen wünsche, dass er noch nicht enden möge… Ich liebe es, wenn „schweren Themen“ durch Humor Leichtigkeit eingeflösst wird! Denn im Vergleich mit dem Universum, sind wir Menschen eh nur ein …… …. (hier darfst du kreativ sein) 😉
    Vieles nehmen wir einfach zu ernst und zu persönlich.

    Ich bin 46 und habe Ende Sep16 meinen 0815-Normalo-Job gekündigt, weil ich die Reissleine ziehen wollte, bevor es mich „abtischt“… Ich habe meine HP und Blog anfangs 17 neu gemacht, halte mich zur Zeit mit Freelancer Jobs als VA über Wasser, habe begonnen Blogposts zu veröffentlichen (denn ich habe noch so Vieles, das ich sagen möchte) und übe mich in Selbstfürsorge.
    Im Nov17 werden mein Partner und ich das erste mal in unserem Leben (die letzten 24J. waren wir hauptsächlich für unsere beiden girls da) für 6Mte verreisen, um dem kalten Schweizer Winter zu entkommen und um an der Wärme, zu leben, zu arbeiten, neue Erfahrungen zu machen, gleichgesinnte Menschen kennen zu lernen und einfach mal zu schauen, wie sich ein Leben ausserhalb unserem gewohnten Umfeld anfühlt. Geplanter Start: Costa Rica. So eine Reise wird/kann einem persönlich und sicherlich auch partnerschaftlich ganz schön verändern… wir freuen uns auf dieses Experiment und sind offen für das, was da kommen mag… jeden falls werde ich über alles auf meinem Blog berichten. 😉

    Wer weiss, lieber Mischa, vielleicht sind wir Winter 17/18 same time, same place?Mit dir würde ich auch gerne ein Bierchen oder auch einen Fruchtsaft trinken und über alles reden, was halt einem grad so bewegt… 😀

    Liebe Grüsse aus der Schweiz, Sabrina

    • Hi Sabrina,

      und wie ich dich liebe und alle meine lieben Leser! 🙂

      Danke für die wunderschönen Komplimente und ich ergänze : … Schiss in der Landschaft. Ich meine, die Forscher sagen, dass es mehr Milchstraßen im Universum als Sandkörner auf der Erde gibt. Das ist doch wirklich ein Grund, uns nicht allzu ernst zu nehmen.

      Ich finde das saucool, was du und dein Partner vorhaben. Und wenn ihr von Costa Rica so nen kleinen Abzweig nach Portugal macht, trinke ich gern ein Bierchen mit euch 😉

      Ganz viel Freude beim Planen und Vorfreuen

      Liebe Grüße
      Mischa

  6. Hi Mischa,
    ich verfolge Deine Artikel ja schon lange, bin ja selbst vor gut 3 Jahren aus dem Hamsterrad 9-5 ausgestiegen.
    Dann kam der nächste Schritt im Herbst 2015: Downsizing, Möbel & Co. verkaufen und mit einem ausgebauten Polo Richtung Spanien (nachzulesen in „Geh Deinen Weg“ auf http://www.flowngrow.wordpress.com).
    Es wurde ruhiger, als ich dachte, die Liebe meines Lebens gefunden zu haben, aber nach 11 immer anstrengender werdenden Monaten, in denen ich meine Aufträge ebenso aufgegeben hatte, wie meinen Polo, fand ich mich lediglich in totaler Abhängigkeit vom Partner völlig desillusioniert in einem neuen geforderten Hamsterrad wieder.
    So bin ich letzte Woche gegangen mit Sack und Pack, ohne wirklich zu wissen, wie es weiter geht.
    Ich arbeite daran, wieder Aufträge zu generieren – und vor allem wieder zurück auf meinen Weg zu kommen, mehr auf meine Intuition zu hören.
    Das war und ist natürlich eine Herausforderung, doch im Laufe meines „Auswanderns“ habe ich so häufig erlebt, wie sich mein Vertrauen ins Leben und meinen Weg bestätigt, solange ich meinem Herzen (und Intuition) folge, dass ich etwas gelassener damit umgehe, als ich es vor 3 Jahren gekonnt hätte.
    So ist jeder Teil des Weges, gesehen vor dem Hintergrund, was schon geschehen ist, einfach ein weiteres Puzzlestück auf dem Weg zu meinem authentischsten Selbst.
    Und ja: Auch ich weiß, welche Preise ich zu welcher Zeit gezahlt habe oder immer noch zahle.
    Doch nie und nimmer würde ich das rückgängig machen, um es bequemer zu haben, solange es auf Kosten meines Selbstwerts, meiner Freiheit oder Authentizität geht.
    Herzliche Grüße aus Andalusien!
    Sabine

    • Liebe Sabine,

      das sehe ich genau wie du: Solange wir unserer Intuition und unserem Herzen folgen, dabei unseren Verstand nicht völlig ausschalten und Vertrauen ins Leben haben, kommen wir immer wieder auf den für uns richtigen Weg zurück. Und wir hätten ja keine Geschichten zu erzählen, wenn wir nicht dann und wann eine seltsame Abzweigung nehmen würden, von der wir uns hinterher fragen: „Was war denn das jetzt?“

      Ganz viel Freude und Energie beim Neustart deines Neustarts und liebe Grüße aus dem saukalten Allgäu
      Mischa

  7. Lieber Mischa,

    Ein wunderbarer und offener Artikel. Ja der Weg lohnt sich mit all der Unsicherheit und all den Konzequenzen.
    Und das mit dem schlechten Gewissen und dem gewohnten Leistungsdenken ist gerade mein Thema. Bin ja noch ein Frischling 😉😂
    Liebe Grüße und danke für den Artikel.

    • Liebe Silke,

      wie ich mich freue, dass ich dir an deinem Geburtstag antworten darf 🙂
      Und lass uns das Thema doch mal wieder in einem persönlichen Gespräch vertiefen, ich glaube, da können wir beide viel voneinander lernen.

      Ganz liebe Grüße
      Mischa

  8. Hallo Mischa,
    ein toller Artikel…
    In der Vergangenheit habe ich schon mehrmals wichtige Entscheidungen getroffen, die mein Leben sehr verändert habe. Nach meinem ersten Studium in meinem Heimatland hat mich das Hammsterrad-Leben derart vergrault, dass ich mich nach einem Jahr für das zweite Studium in München entschieden habe. Nach dem abgeschlossenen Studium in München habe ich nur ein Jahr lang im Büro gearbeitet und mich selbständig gemacht. In der unpassenden Beziehung habe ich viel länger ausgehalten, 15 Jahre. Heute behaupte ich, dass Menschen wie ich, die Reisen, Outdooraktivitäten, Bewegung und Abenteuer lieben, einen Partner brauchen, der genauso ist. Ansonsten muss man in der Freizeit dauernd Kompromisse schließen (und wen machen denn Kompromisse glücklich) oder die Beziehung ist eine reine WG.
    Nach 12 Jahren der Selbständigkeit muss ich allerdings neu anfangen und sehe, dass es alles andere als einfach ist.
    Überwintern im Süden war schon immer mein Wunsch, den ich sogar ein paar Mal realisiert habe (einmal habe zwei Monate auf Teneriffa verbracht). Heute ist es kein Thema, da mein Sohn erst 11 ist. Aber eine längere Reise im Winter in Südostasien oder in der Karibik würde mich schon reizen.
    LG
    Iwona

    • Hi Iwona,

      dann bist du ja schon eine Meisterin der Veränderung und wirst bestimmt diesmal auch wieder einen passenden Weg finden. Das ist doch das Schöne: Je öfter man etwas verändert, desto mehr wird einem klar, dass es immer eine Lösung gibt.

      Liebe Grüße
      Mischa

      • Ich hoffe. Allerdings ist es heute für mich leichter, einen Marathon und Triathlon zu absolvieren oder einen Viertausender zu besteigen, als beruflich etwas zu verändern. Vor 12 Jahren war es umgekehrt.
        Möglicherweise bewege ich heute beruflich zu wenig. Daher bin ich nicht in der Lage, mir vorzustellen, dass es eine Lösung gibt.
        LG
        Iwona

  9. Oh wie schön,
    ein neuer Artikel:)! Ich liebe es, zwischendurch auf Sätze zu stoßen, die mich zum Schmunzeln bringen und gleichzeitig einen wunden Punkt berühren ( a la „ich will Veränderung aber gleichzeitig trau ich mich nicht etwas zu verändern“😉). Alles in allem wieder ein sehr kostbarer Artikel, dankeschön!
    Viele Grüße Swantje

  10. Lieber Mischa,
    wieder ein großartiger Artikel und genau mein Thema.
    Du hast eine Begabung, Dich emotional nackig zu machen, ohne dass man als Leser den Eindruck hat, dass Du auf der Suche nach Mitleid oder Beifall bist – ein Talent! Gefällt mir immer wieder gut. Und lachen kann man auch noch…

    Wenn ich eins gelernt hab in den letzten Jahren: sich nicht zu entscheiden hilft ja mal absolut gar nicht weiter. Hab ich jahrelang versucht, war kein Erfolg. Entscheidungen zu treffen ist nicht leicht, die Folgen nicht immer abzusehen. Meine Scheidung war kein Kindergeburtstag (und das ist sehr freundlich ausgedrückt). Und trotz und alledem war es die beste Entscheidung meines Lebens!
    Ich habe viel gelernt, kenne mich nun viel besser, weiß besser was ich will und vor allem was nicht, falsche Freunde brauche ich nicht, mein Konto hat sich erholt, aber vor allem: ich habe den Mann meines Lebens gefunden und jetzt eine sensationell tiefe Beziehung.
    Das einzige was mich ärgert: ich hätte das alles schon viel früher haben können, wenn ich mich nicht vor der Entscheidung gedrückt hätte!

    Also: möge der Mut mit uns sein…

    Herzliche Grüße!
    Anne

  11. „Es war eine Entscheidung für mich, meine Gesundheit, meine Selbstachtung, meine Freiheit (mein höchster Wert), meine Flexibilität, meine Entwicklungs- und Lernfähigkeit. Und eine klare Entscheidung gegen modernes Sklaventum, sinnlose Hierarchien, Ausbeutung und Respektlosigkeit.“

    Das hast du sehr schön formuliert. Häufig bleiben wir in solchen Strukturen, weil sie uns Sicherheit vorgaukeln – aber eigentlich engen sie uns wahnsinnig ein.

    Toller Text!

    Liebe Grüße,
    Andrea

  12. Lieber Mischa,

    ich bin geflasht. Eine Freundin ist gestern auf deine Seite gestoßen und hat mir den Tipp gegeben. Und nun treibe ich mich hier seit über einer Stunde hier rum. Deine offene und lebensfrohe Art spricht mich an, deine Foto gefällt mir richtig gut – da glaubt man dir sofort, dass du das lebst, was du hier schreibst.
    Ich habe in meiner derzeitigen Elternzeit (2. Kind) beschlossen, meinen Vertrag nicht zu verlängern und in meinen alten Job zurückzukehren. Auf mich wartet nach der Elternzeit das Abenteuer Freiberuflerin. Zum Glück darf ich das mit einer lieben Freundin machen. Welchen Preis ich dafür zahlen werde, weiß ich noch nicht, aber ich weiß, dass es sich lohnt. Allein schon die Entscheidung hat mir gut getan, hat mich innerlich etwas freier gemacht.
    Bei einer anderen Sache bin ich noch nicht so mutig. Ich habe im letzten Dezember einen Blog gestartet – so zum Ausprobieren, für mich. So schreibe ich regelmäßig, das ist toll, denn ich liebe das Schreiben (darum bin ich auch Schreibcoach geworden). Allerdings stehe ich noch vor der Entscheidung, inwieweit ich den Blog für meine Selbstständigkeit nutze und wie nackig ich mich dann mache. Im Moment zeige ich nicht, wer hinter dem Blog wirklich steht. Das erleichtert mir das Schreiben. Auf der anderen Seite würde ich wahrscheinlich mehr Leser erreichen, wenn ich mich zeige. Gestartet habe ich den Blog tatsächlich für mich, doch nun merke ich, wie schön es ist, mit anderen darüber in einen Austausch zu kommen und Gleichgesinnte zu treffen. Nun muss ich mich fragen: Wie offen gehe ich mit meinem Leben um? Wie viel zeige ich der Welt von mir?
    Welchen Preis zahlt man dafür?

    Viele Grüße
    Nora

    • Liebe Nora,

      wow, danke für die wunderbaren Komplimente und willkommen in unserer Gemeinschaft 😉

      Dein Mut gefällt mir. Wenn du noch Geduld und Durchhaltevermögen an nicht so tollen Tagen mitbringst, wirst du im Freiberuflertum bestimmt Erfolg haben.

      Die Fragen, die du dir zu deinem Blog stellst, sind gut. Und ich wette mit dir, dass du jede einzelne Antwort schon kennst. Oft wissen wir, wie wir es machen sollten, damit es uns gut tut, doch dann quatscht der Verstand wieder rein.

      Ich wünsche dir viel Freude beim Zulassen der richtigen Antwort und schicke liebe Grüße
      Mischa

  13. Pingback: Entscheidung für ein neues Leben - Der erste Schritt in eine Traumbeziehung - Melanie Mittermaier

  14. Hey Mischa,
    Ultra spannender Artikel den du hier rausgehauen hast. Total interessant wie Leute aus dem Alltag ausbrechen und nach ihrer Leidenschaft/Lebensaufgabe suchen und sie dann auch umsetzen!
    Mach weiter so!

    Liebe Grüße

    Tim

  15. Hello,

    wie besprochen mein zweiter Kommentar 😉

    Krass wie ich mich auch hier wiederfinde, sonst hätte ich auch nicht wieder Lust zu kommentieren 🙂

    Ich möchte auch chronologisch eingehen:

    Zu Punkt 1 der finanziellen Sicherheit: Genau das lerne ich auch im Moment. Und viele verstehen mich auch nicht wie ich sowas machen kann. Ich bin mittlerweile auf den Weg das zu lernen und akzeptieren.
    Eins habe ich aber schnell gelernt: Es ist ohne Probleme möglich (zumindest wenn man aktiv ist und nicht destruktiv zuhause liegt) mit etwas das einem etwas „gibt“ Geld zu verdienen. Verzichten muss man natürlich. Aber das sehe ich auch genauso wie Du es schreibst und fällt mir überhaupt nicht schwer. Ich lebe da gerne minimalistisch.

    Zu Punkt 2 Beziehung möchte ich auch schreiben:
    Hier ist es mit meiner Frau auch ähnlich. Sie kann nicht mit allen Sachen etwas anfangen. Eher kann Sie mit meinen Meditation und Yoga Dingen oder neuen Interessen nichts anfangen. Sie lässt mich aber gewähren und unser Leben hat sich durch meine Achtsamkeit und mein neues Leben dahin verändert dass wir viel mehr und schöne Dinge miteinander machen.
    Die Findungsphase ist auch anstrengend für Sie, aber ich denke mir dass ich Ihr das Gleiche auch irgendwann mal eingestehe wenn Sie es benötigt.

    Insgesamt habe ich mich vor allen Dingen bei den Schritten vom normalen Fulltime Bürojob zum selbstständigen Job mit Fokus auf Zeit und nicht auf Geld wiedergefunden.

    Zwischendurch hatte ich immer das Ziel, irgendwann wenn ich bereit bin, einen normalen Bürojob zu suchen und finden. In den Bewerbungsgesprächen habe ich mich aber so negativ und eingeengt gefühlt (auch wenn mich mehrere genommen hätten) dass ich sofort abgebrochen habe. Ich wollte nicht einmal Probearbeiten. Meine Seele hat sich gesträubt und ich habe sofort schlecht geschlafen. Dann kamen die ersten Gedanken, dass eben ein normaler Bürojob wie vorher vielleicht nicht das Ziel ist. Die Gedanken werden immer sicherer. Und solche Texte wie dieser von Dir, motivieren mich natürlich und machen mich selbstsicherer.

    Grüße

    • Kommentierfreudiger, motivierter und selbstsicherer? Dann habe ich mit meinen Texten ja alles richtig gemacht 😉

      Finde ich klasse, wie du behutsam deinen Weg gehst/findest und dich offen für alle Arten von Veränderungen zeigst. Das wird sich auf Dauer auszahlen, da bin ich mir sicher.

      LG

  16. Wow, lieber Mischa,
    als erstes eine Gratulation, dass du eine bedeutende Entscheidung in deinem Leben getroffen hast, und jeden Preis akzeptiert hast, also kompromisslos und ganz. Das machen nicht viele und damit beweist du, du bist etwas Besonderes! (-;
    An der ein oder anderen Stelle musste ich schmunzeln, und auch mit dem Kopf nicken. Ich habe in meinem Leben auch schon solche Entscheidungen getroffen, und ja, es ist alles andere als einfach. Weil es uns an die wirklich unbequemsten Stellen bringt und aus der Komfortzone heraus holt. Aber es lohnt sich allemal. Ich möchte nichts anderes mehr als MEINEN Weg zu gehen, machen was ich für richtig und gut halte, egal, was andere sagen und meinen, ich möchte mich ständig dorthin entwickeln wo ich sein will und am Ende meines Lebens stolz sein können, wie wunderbar und erfolgreich alles war. Alles gute dir von Herzen und liebe Grüße!

    • Hi Andreas,

      freut mich, dass dir der Artikel gefallen hat und wir uns in dem Thema so ähnlich sind 🙂

      Das Unbequeme ist ja genau das, was uns zur wahren Größe auflaufen lässt, wovon wir immer profitieren werden, wenn wir uns davon nicht haben abhalten lassen.

      Weiter viel Freude beim Entwickeln und liebe Grüße
      Mischa

Schreibe einen Kommentar