Flugangst, Angst vorm Fliegen, Panik

Flugangst – was tun?

Heute wird es Zeit für eine Beichte: Ich habe immer noch panische Flugangst. Genauer gesagt muss ich nur noch ein Jahr warten, dann kann ich mit meiner kompletten Flugzeug-Verweigerung silberne Hochzeit feiern. Im August 2017 wären es 25 Jahre, seitdem ich zum letzten Mal in einem Flieger gesessen bin.

2015 sollte das Jahr werden, in dem alles anders wird. Mit dem Schwung, dem Mut und der Lebensfreude meiner Europatour 2014 wollte ich das Thema endlich angehen. Das hatte ich hier mehrfach verkündet, unter anderem in dem Artikel über meine Bucketlist. Und auch im Interview auf Oh my Yogi hatte ich dieses große Versprechen gegeben:

“Die erste Panikattacke hatte ich mit 20 auf einem sehr unruhigen Flug von Lissabon nach München. Das war für mich so prägend, dass ich seitdem in kein Flugzeug mehr gestiegen bin (das soll und wird sich ändern, wenn ich von meiner Reise zurück bin!).”

Ähm, ja, genau. Der Plan ging dann wohl nicht ganz auf.

Doch warum? Super Frage, die ich mir gerade selbst gestellt habe. Jetzt starre ich hier in den Rechner und finde keine Antwort. Besser gesagt keine, die mich restlos überzeugt. Ich präsentiere einmal meine Auswahl potenzieller Antworten, warum sich Flugangst still und heimlich von meiner Agenda 2015 davongeschlichen hat:

  • Ich brauche das Fliegen nicht zum täglichen Leben. Überall, wo ich 2015 hinwollte, bin ich auch ohne Flugzeug hingekommen.
  • Mir geht es gut, auch wenn ich nicht fliege. Viele andere Herausforderungen habe ich mutig angenommen, mich meiner Angst gestellt und Neues probiert. Die Flugangst hindert mich also nicht daran, ein mutiges Leben zu führen.
  • Die Termine des Flugangst-Seminars in München haben sich ständig mit anderen wichtigen Terminen überschnitten (offiziell: “Echt schade.” intern: “Puh, Glück gehabt.”)
  • Die beiden großen Themen Beginn der Selbstständigkeit und Absetzen der Antidepressiva haben mich von Zeit, Energie und mentaler Stärke her richtig gefordert. Irgendwie habe ich keinen Raum mehr für eine dritte große Änderung gesehen.
  • Ich habe Angst vor der Flugangst.

Letzteres ist der entscheidende Punkt. Ich habe Angst davor, bei einem Comeback im Flugzeug so starke Panik zu bekommen, dass quasi meine Panikschleuse wieder aufgeht und mich in den früheren Strudel zurück reißt. Dass also all die Angstthemen und Phobien, denen ich mich so erfolgreich angenommen hatte, mit einem Schlag wieder da sind und der Wahnsinn von vorne beginnt.

Genau genommen weiß ich, dass das Schwachsinn ist. Was ich mir in den letzten fast 3 Jahren erarbeitet habe, kam ja auch nicht vom Himmel gefallen. Wie es mir heute geht, was ich heute sage, tue und schreibe ist alles ein Produkt meiner veränderten Verhaltens- und Denkweisen. Die kann man nicht von heute auf morgen einfach auslöschen.

TUN gilt auch für die Flugangst

Und wie lautet mein ewiges Mantra hier auf dem Blog? Du musst etwas TUN, wenn du deine Angst überwinden willst. Das gilt wohl auch für mich und meine Flugangst.

Im Gegensatz zu all den anderen Ängsten, mit denen ich mich auseinander gesetzt habe – sogar bei meinem Lieblingsthema Höhenangst bin ich letztes Jahr ein paar schöne Schritte vorangekommen -, ist die Angst vor dem Fliegen für mich etwas nahezu Ungreifbares. Mir fehlt der Ansatzpunkt, die Möglichkeit, es auf sanfte Art auszuprobieren. Doch es gibt dabei leider nur ganz oder gar nicht. Und das macht mir Angst.

Getriggert wurde ich vergangene Woche durch den Gastartikel von Suzanne, in dem sie offen über ihre Flugangst schreibt. Da ich nicht an Zufälle glaube, brauchte es wohl den auslösenden Moment, um endlich dieses Thema schonungslos ehrlich anzuschauen.

Dabei habe ich zwei Dinge festgestellt:
1.) Ich will unbedingt wieder fliegen, sonst würde mich die Flugangst nicht so beschäftigen.
2.) Ich brauche dafür therapeutische Hilfe, die am besten schon vor einem Flugangst-Seminar beginnt.

Denn besagter Flug 1992, in dem ich 3 Stunden lang dachte, dass ich sterben müsse, hat mich wohl ein Stück weit traumatisiert. Konzentrierte Todesangst ohne Fluchtmöglichkeit – ich merke jetzt schon wieder, wie ich bei dem Gedanken daran unruhig werde.

Ich steige nie mehr in ein Flugzeug. Oder doch?

Damals habe ich mir geschworen: Du steigst nie mehr im Leben in ein Flugzeug. Lieber fährst du ein paar Wochen mit einem Containerschiff über den Atlantik, falls ein Freund von dir auf die absurde Idee käme, in Amerika zu heiraten und dich einzuladen (der Ernstfall ist zum Glück nie eingetreten).

Doch deckt sich die Aussage wirklich noch mit meinem heutigen Leben? Lasse ich es wirklich zu, dass die Flugangst mein Leben einschränkt, obwohl in allen anderen Bereichen Freiheit mein höchstes Gut ist? Liegt hier vielleicht der letzte Schlüssel meiner Befreiung vergraben? Ist es die Angst vor meinem eigenen Erfolg, die mich am Boden hält, anstatt mir Flügel zu verleihen? Was würde passieren, wenn ich die Panik vorm Fliegen überwinden würde?

Wahrscheinlich fehlte es mir in dem Punkt bisher an der Verbindlichkeit, die für Veränderungen nötig ist. Vor allem die Frage nach dem “Warum”, die ich mir so konkret noch nie gestellt habe. Dann wird es Zeit. Warum will ich wieder fliegen?

  • Weil meine Frau nicht immer Zeit hat, wochenlang mit mir und meinem VW Bus durch die Gegend zu touren und gerne einfach mit mir in wenigen Stunden Griechenland erreichen würde.
  • Weil ich unbedingt einmal nach Island will und die Vorstellung einer zweieinhalbtägigen, stürmischen Fährfahrt bisher ungefähr genauso sexy fand wie einen Flug dorthin.
  • Weil ich mich dann endlich für eine Workation von Wirelesslife mit gleich gesinnten, ortsunabhängig arbeitenden Menschen anmelden könnte.
  • Weil ich in jedweder Hinsicht eine Flexibilität erreichen würde, die ich nutzen kann, aber nicht nutzen muss.
  • Weil ich tief in mir drin das Gefühl habe, dass mich nichts mehr stoppen kann, wenn ich die für mich größtmögliche meiner Ängste überwunden habe – oder mich zumindest soweit mit ihr arrangiert habe, dass sie mich nicht mehr limitiert.

Ob das reicht? Keine Ahnung. Ich will es zumindest probieren. Will mir selbst nicht in 20, 30 Jahren vorwerfen müssen, dass ich nicht einmal den Versuch gestartet habe.

Und wenn es nicht klappt? Dann mache ich mit gutem Gewissen einen Haken dahinter und fahr weiter Bahn und Bus. So Touren mit dem Bulli sollen ja ganz cool sein und ziemlich Spaß machen, habe ich mal gehört …

Hast du auch Panik vorm Fliegen? Falls ja, wie gehst du damit um? Vermeidest du das Fliegen oder konfrontierst du dich regelmäßig mit deiner Angst? Oder hast du sogar einen unschlagbaren Tipp, wie ich meine Flugangst loswerde? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Foto: Unsplash.com

82 Kommentare

  1. Veröffentlich von Wim am 17. Januar 2016 um 18:38

    Ich hab die Lösung für dein Problem, Mischa. Flieg doch mal ne Runde mit Harry. Danach hast du bestimmt keine Angst mehr, in einen Teutonenbomber zu steigen.

    • Veröffentlich von Mischa am 17. Januar 2016 um 20:02

      Hej Matze,

      spitzen Idee. Dummerweise bin ich danach wohl nicht mehr am Leben, weil ich in dem Tragschrauber nen Herzinfarkt erlitten habe 😉

      Beste Grüße
      Mischa

  2. Veröffentlich von Sandro am 17. Januar 2016 um 18:42

    Hallo Mischa,

    Ja dieses Gefühl kenne ich sehr gut. Mir wird jetzt schon warm und schwitzig, wenn ich daran denke wieder zu fliegen. Und ich habe mir auch schon mehrfach geschworen nie wieder zu fliegen. Und trotzdem steige ich immer wieder ein. Warum? Mehr dazu später…

    Angefangen hat alles mit einem Flug nach Bilbao der extrem turbulent verlief, wir hatten schlechtes Wetter und wir sind extrem durchgeschüttelt worden, viele Luftlöcher und am Ende sind wir fast im Sturzflug auf die Landebahn zugerast… Ich war kreidebleich nach dem Flug… Seitdem begleitet mich auf jedem Flug die Gewissheit zu sterben… Ich schließe in Gedanken mit meinem Leben ab… Frage mich, warum ich das gemacht habe… Ich Idiot… Und bemerke, dass das natürlich Quatsch ist, was ich mir da gerade erzähle…

    Beim Start kralle ich mich ins Flugzeug… Ich checke alles und bin verspannt und mir laufen die Schweißperlen runter…

    Warum ich trotzdem einsteige? Ich will dahin! Ich will in die USA. Ich bin sehr gerne dort, habe da Menschen kennengelernt, die mir wichtig sind und habe mich entschieden die Angst mitzunehmen. Abschütteln lässt sie sich ja nicht 😉
    Es ist eine Frage der Perspektive: Immer wenn ich vor etwas Angst habe heißt es auch für mich, dass etwas wichtiges auf dem Spiel steht. In diesem Fall mein Leben. Mein Leben ist mir wichtig und natürlich möchte ich es nicht verlieren. Zu meinem Leben gehört es aber auch die Menschen zu treffen, die mir wichtig sind. Von daher: Wenn ich Angst habe bin ich auf dem richtigen Weg…

    Früher habe ich mich immer abgelenkt. Das mache ich jetzt nicht mehr…

    Es gibt nämlich zwei große Feinde der Angst!

    1. Die Gewöhnung: Wenn wir der Angst ins Gesicht schauen kann sie nur für eine begrenzte Zeit da bleiben. Der Körper fährt von selbst irgendwann runter wenn er merkt, dass nichts passiert. Ich habe das auf meinen Langstreckenflügen bemerkt. Je länger der Flug, desto geringer die Anspannung

    2. Der Mut! Wenn Du der Angst mutig ins Gesicht blickst und sie zulässt wird sie dich nicht mehr kontrollieren! Ich sage mir immer folgenden Satz: “Das war schon alles? Da hätte ich ja mehr erwartet…” (Auch wenn ich schweißgebadet bin)
    Mit diesen zwei Ideen fliege ich inzwischen besser. Meine Angst hat nicht mehr so große Macht über mich.

    Wer mir ebenfalls geholfen hat: Meine Tochter. Beim letzten Flug ist sie das erste Mal geflogen und ihr hat das total viel Spaß gemacht. Den Spaß an der Sache hatte ich schon ganz vergessen…

    Keine Ahnung, ob da jetzt was hilfreiches dabei war. Ich fand deinen Artikel auf jeden Fall wieder sehr inspirierend. Danke dafür.

    Ich flieg im März wieder… Ich freu mich auf meine Angst!

    Alles Gute
    Sandro vom ACTblog

    • Veröffentlich von Mischa am 17. Januar 2016 um 20:12

      Hi Sandro,

      ja und ob da etwas Hilfreiches dabei war! Vor allem diesen Satz finde ich beeindruckend: “Immer wenn ich vor etwas Angst habe heißt es auch für mich, dass etwas wichtiges auf dem Spiel steht. In diesem Fall mein Leben. ” – Genau das ist der Punkt. Die Todesangst. Da kann das Gehirn noch so oft schreien: “Mensch, Autofahren ist tausendmal gefährlicher!!!” Aber die Angst davor, dass wenn in der Luft etwas passiert, es im Gegensatz zum Auto meist endgültig ist, lässt sich nicht so leicht in die Grenzen weisen.

      Wahrscheinlich wird das meine Doktorarbeit im Thema “Angst ins Gesicht schauen und nicht flüchten”. Dank Menschen wie dir weiß ich, dass es möglich ist, auch wenn die inneren Widerstände riesig sind. Und wer weiß, wann ich dann mal den Satz sage “Das war schon alles?” 😉

      Ganz vielen Dank für deine Hilfe und viel Freude beim nächsten Flug.

      Liebe Grüße
      Mischa

      • Veröffentlich von Sandro am 17. Januar 2016 um 22:33

        Hey Mischa,

        Ich find toll, was Du schon alles geschafft hast. Es geht alles Schritt für Schritt. Wenn Du bereit bist den nächsten zu gehen dann wirst Du es auch und es wird sich ganz natürlich anfühlen.

        kleines Gedankenexperiment: Wenn dein Liebster Mensch(z.B. deine Mama) in Australien im Sterben liegen würde und Sie sich wünschen würde dich noch einmal zu sehen. Würdest Du dann in den Flieger einsteigen?
        Oder noch drastischer: Ich halte dir eine Waffe an den Kopf und sage: “Entweder Du steigst in den Flieger oder ich erschieße dich” Was würdest Du tun?

        Bei mir ist das so mit der Zahnarztangst… Solange es nicht wichtig genug ist vermeide ich es sehr sehr gut.

        Falls ich dir noch irgendwie behilflich sein kann meld dich einfach.

        Alles Gute auf deinem Weg. Ich bin sehr beeindruckt wie Du das machst!

        Sandro vom ACTblog

        • Veröffentlich von Mischa am 18. Januar 2016 um 12:20

          Oder stell dir vor, ein bewaffneter Zahnarzt hält dir eine Knarre an den Kopf 😉

          Du hast recht, es ist eine Frage der Wichtigkeit. Und augenscheinlich ist es wichtig für mich, sonst wäre es jetzt nicht so vehement aufgeploppt. Es ist großartig, wie viele Menschen sich jetzt melden und mir mit Tipps und Ideen weiterhelfen.

          Auf zum nächsten Schritt und vielen Dank für deine Unterstützung!

      • Veröffentlich von Joachim am 13. Februar 2016 um 1:44

        Hallo Mischa,

        ich beschäftige mich gerade auch mit Flugangst…die mich neuerdings aus unerklärlichen Gründen nervt, bin zuvor ca. 15 Jahre angstfrei geflogen.
        Ich habe mich schon ein bisschen in die Materie reingelesen und kann deine Befürchtung das “wenn etwas passiert es meist endgültig ist” etwas relativieren. Selbst bei den aller meisten technischen defekten an Flugzeugen (die durchaus vorkommen) kann problemlos gelandet werden, aufgrund der Redundanz der technischen Systeme. Solche Fälle schaffen es nicht mal in die Nachrichten, weil es nicht sehr berichtenswert ist und selbst die Passagiere nicht immer davon erfahren. Um mir bewusst zu werden wie sicher Fliegen ist, halte ich mir vor Augen das von den rund 27.000 Flügen die täglich über Europa stattfinden, es wieder keiner in die Nachrichten geschafft hat.
        Allerdings weiß ich nur zu gut dass sich Angst nicht immer mit rationalen Argumenten abstellen lässt…denn es könnte ja doch passieren hier und jetzt unfreiwillig Zeuge eines extrem seltenen Ereignis werden. Meine Strategie ist daher die Angst nicht zu verdrängen, sondern wahr zunehmen und trotzdem fliegen.

        • Veröffentlich von Mischa am 13. Februar 2016 um 12:40

          Hi Joachim,

          eine gute Strategie! Ich finde es sehr spannend, dass immer wieder “altgediente Flieger” trotzdem noch Angst vor dem Fliegen bekommen. Das zeigt doch letztlich, dass es mit der Konfrontation allein nicht getan ist, sondern dass möglicherweise der Mensch einfach nicht zum Fliegen geboren ist und deshalb etwas in uns sitzt, das einen großen Widerwillen der Sache gegenüber auslöst.

          Wenn du mit deinen rationalen Überlegungen weiterkommst, ist das super. Das reicht bei mir allein leider nicht 🙂

          Liebe Grüße
          Mischa

  3. Veröffentlich von Stephan am 17. Januar 2016 um 18:44

    Panische Flugangst hab ich auch. Und mir geht es wie Dir: Ich hab bislang alle Ziele erreicht, die ich erreichen wollte. Auch ohne Flugzeug. War auf Malle, in Lissabon, Barcelona und an der Costa del Sol. Und auch schon in Griechenland. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Ob das nur ein Kneifen vor dem Fliegen ist? Ich weiß es nicht. Aber mir geht’s gut dabei.

    • Veröffentlich von Mischa am 17. Januar 2016 um 20:16

      Die Frage ist ja der Leidensdruck, der dahinter steht. Ich merke einfach, dass der bei mir höher ist, als ich mir eingestehen wollte. Natürlich ist das Leben ohne Fliegen keinen Deut schlechter und lassen sich viele Ziele mit der entsprechenden Strategie und/oder Zeit genauso erreichen. Für mich fühlt es sich aktuell einfach unvollständig und wie eine unnötige Beschneidung meines Lebens. Deshalb will ich einfach noch mal einen Versuch wagen 🙂

  4. Veröffentlich von Carolin Otzelberger am 17. Januar 2016 um 18:45

    …. zum Buch-Interview gibt’s ne Session mit mir. Das kriegen wir weg, I promise 😉

    LG Carolin

    • Veröffentlich von Mischa am 17. Januar 2016 um 20:18

      Hi Carolin,

      wie kann es jetzt noch besser werden? 😉 Das Versprechen nehme ich gerne in Empfang und bin schon sehr, sehr gespannt. Für ungewöhnliche Herangehensweisen und Heilmethoden bin ich ja sehr empfänglich 🙂

      Liebe Grüße
      Mischa

  5. Veröffentlich von Suzanne am 17. Januar 2016 um 18:46

    Ach Mischa, ich fühle so sehr mit Dir! “Ich steige nie mehr in ein Flugzeug” – wie oft ich das in den letzten 3 Jahren gedacht habe 🙂

    Ich finde es unglaublich mutig, dass Du Dich jetzt an diese Angst heranwagst!

    Ich drücke Dir fest die Daumen, dass Du an diesem schwierigen Thema weiter wachsen kannst und freue mich schon auf den Austausch dazu!

    Alles Liebe
    Suzanne

    • Veröffentlich von Mischa am 17. Januar 2016 um 20:21

      Hi Suzanne,

      ich finde mich selbst auch ziemlich mutig 😉 Dank dir hat das Thema jetzt endlich wieder den Stellenwert, den es verdient und weint nicht mehr in der Verdrängungsecke leise vor sich hin.

      Ich danke dir von Herzen, dass du den nötigen Anstoß gegeben hast und bin schon sehr gespannt darauf, was wir dazu alles bequatschen werden.

      Ganz liebe Grüße
      Mischa

  6. Veröffentlich von Janett am 17. Januar 2016 um 19:14

    Ganz toller Artikel, Mischa! Ich liebe Deine Ehrlichkeit! 🙂
    Ich schicke dir ein paar Seiten deutende Medizingedanken zu den Themen Höhenangst/Flugangst, wenn du magst?! Vielleicht bringt dich das einen kleinen, wenigstens analytischen Schritt weiter!

    LG
    Janett

    • Veröffentlich von Mischa am 17. Januar 2016 um 20:24

      Hi Janett,

      danke dir und du weißt ja: Ich kann nicht anders 🙂

      Und ich freu mich auf die Begleitlektüre dazu!

      Vielen Dank schon mal und liebe Grüße
      Mischa

  7. Veröffentlich von Elke am 17. Januar 2016 um 20:00

    O ja, das verstehe ich gut! Ich habe es anfangs mit Tablette versucht, habe aber die Sache mit dem Timing nie hinbekommen. Entweder ich hab sie zu früh genommen, und war schon wieder topfit beim Einsteigen oder zu spät…dann habe ich den ganzen Flug über hellwach gelitten und war bei der Ankunft hundemüde. Zwischenzeitlich habe ich ein paar Selbsthypnose Kenntnisse und hab mir beim letzten mal damit ganz gut helfen können. Allerdings erzähle ich mir immer noch, dass ich sowieso viel lieber da Urlaub mache, wo man mit dem Auto hinkommt 😉
    Liebe Grüße, Elke

    • Veröffentlich von Mischa am 17. Januar 2016 um 20:31

      Hi Elke,

      lieben Dank für deinen Erfahrungsbericht. Das mit den Tabletten hatte ich mir auch schon überlegt. Hab da ja aus meiner harten Zeit noch einiges im Schränkchen 😉 Aber genau genommen will ich das nicht, sondern so eine Angst wirklich ausstehen und nicht betäuben. Im Fall der Fälle, wenn es sonst gar nicht anders geht und ich fliegen müsste, würde ich aber tatsächlich auf diese Notvariante zurückgreifen.

      Heißt das für dich, dass du tendenziell weniger fliegst, als du eigentlich wollen würdest? Das mit dem Auto habe ich mir auch immer erfolgreich eingeredet. Ich finde Roadtrips tatsächlich super. Nur ein bisschen Abwechslung würde nicht schaden 🙂

      Ganz liebe Grüße
      Mischa

  8. Veröffentlich von Simon am 17. Januar 2016 um 20:41

    Hallo,

    ich kann auf das Fliegen verzichten, weil ich gar kein Bedürfnis spüre, fliegen zu wollen. Noch dazu ist es für mich nicht so umweltfreundlich. Und da es für mich keine Notwendigkeit gibt, überlasse ich das Fliegen anderen.

    Mischa, wie wärs denn zum Anfang mit einem Stadtrundflug? Meistens passen nur 1-2 weitere Leute in den Flieger. Vielleicht fällt dir so der zweite Flug in deinem Leben einfacher?

    Ansonsten: Ja, wenn es dir ein großes Bedürfnis ist, wirst du deine Flugangst überwinden, weil du andere Ängste auch schon überwunden hast. Da mache ich mir keine Sorgen! 😉

    Liebe Grüße

    Simon

    • Veröffentlich von Mischa am 17. Januar 2016 um 20:59

      Hi Simon,

      danke für deine mentale Unterstützung!

      Das mit der Umwelt habe ich mir auch über viel Jahre als Erklärung (Ausrede) eingeredet und sehe das Thema Fliegen und Umwelt durchaus kritisch. Dennoch möchte ich mir selbst nichts verbieten bzw. mir zumindest alle Optionen offenhalten. Ich würde eh nie zu einem werden, der alle paar Tage woanders hinfliegt und das toll findet.

      Das mit dem Stadtrundflug klingt toll, wäre aber das Schlimmste zum Start, was mir passieren könnte. Denn je kleiner der Flieger, desto unruhiger der Flug und desto größer der Schiss 😉

      Und nur zur Klarstellung: Besagter Flug war nicht der erste meines Lebens, sondern bis dato nur der letzte. Da gab es schon andere vorher 🙂

      Liebe Grüße
      Mischa

      • Veröffentlich von Simon am 17. Januar 2016 um 21:13

        Mir fallen noch folgende Begriffe ein, die das Thema tangieren: Vertrauen, Kontrollverlust, Angst vor dem Tod; selbst eine Sozialphobie kann hinter einer Flugangst stecken.

        • Veröffentlich von Mischa am 18. Januar 2016 um 12:21

          Ja, das steckt wohl alles drin. Leider 😉 Oder vielleicht zum Glück. Schadet nie, sich diese Themen näher anzusehen.

  9. Veröffentlich von Rosemarie Krezdorn am 17. Januar 2016 um 20:43

    Hallo Mischa, Du hast den Punkt getroffen.
    Ich habe so eine grauenhafte Angst vor dem Fliegen daß ich wahrscheinlich – auch wenn mein Leben in Gefahr wäre – in kein Flugzeug steigen würde.
    Ich bin viel geflogen und habe es mit allem probiert : Schlafmittel, war nix. Hab mich mit Cognac besoffen….ging auch nicht
    Das geht soweit daß ich (schon lange her) zu einem Einsatzort in Afrika mit einem Frachter gefahren bin…. und ein paar Jahre später durch die Wüste mit Auto zurück.
    Sag nix, ich finde durch die Wüste fahren ungefährlich und angstfreier als jedes Flugzeug.
    So, und ich weigere mich dieses Thema zu bearbeiten, ich habe es versucht, es geht nicht.
    Ich habe sogar mal überlegt den Flugschein zu machen…….
    Neee….ich bin ein Erdling
    Liebe Grüße
    Rosemarie

    • Veröffentlich von Mischa am 17. Januar 2016 um 21:04

      Hi Rosemarie,

      Hut ab, dass du das Thema für dich so klar hast und einfach sagst: Okay, so isses und da ist auch nichts Schlimmes dran. Das ist ja auch bei mir genau der Punkt: Austesten, aber falls nicht auch einfach sagen: Danke, geht nicht, brauch ich nicht, ich komm auch sonst (fast) überall hin.

      Deine Erlebnisse klingen echt spannend, auch wenn sie natürlich aus einem starken Leidensdruck beim Fliegen heraus entstanden sind. Durch die Wüste mit dem Auto zurück nenn ich mal echt ein schönes Abenteuer 🙂 Wie lang hast du damals nach Hause gebraucht?

      Ganz liebe Grüße an den Erdling
      Mischa

      • Veröffentlich von Rosemarie Krezdorn am 17. Januar 2016 um 21:52

        Hallo Mischa, danke für Deine Antwort. Die Art wie Du das sagst macht mir noch mehr Mut zu mir selbst zu stehen.
        Ich möchte zu dem Leidensdruck noch was erzählen: Die Fahrt mit dem Frachter war toll, ich habe in der Owners Cabin gewohnt, echter Luxus. Wohnzimmer, Schlafzimmer und Bad.
        Es war ein italienischer Frachter das heißt das Essen war absolut toll….11 Tag Luxus mit Vollpension und mein Hund war überall mit dabei (Bedingung meinerseits)
        Die Fahrt durch die Wüste…mmmhh…vielleicht eine oder zwei Wochen. Ich weiß es nicht mehr genau weil ich mir 3 Monate Zeit gelassen habe und überall etwas geblieben bin. Es war toll.
        Liebe Grüße vom Erdling

  10. Veröffentlich von Marlen am 17. Januar 2016 um 21:15

    Hallo Mischa,

    Ich finde es spannend, dass Du schreibst:
    “Was würde passieren, wenn ich die Panik vorm Fliegen überwinden würde?”

    So wie ich das sehe, hättest Du Dich deiner letzten großen Angst gestellt und es wäre gar keine mehr übrig. Das wäre der endgültige Abschied deiner langjähriger “Angstkarriere”. Ich bin überzeugt, dass Du das schaffst!

    Ich hab die Erfahrung gemacht, das ich in manchen Situationen fürchte Panik zu bekommen nur aus dem Grund, weil ich das so gewöhnt bin. Tatsächlich bin ich schon viel weiter. Und Du, mein Lieber Mischa, bist bereits viel viel weiter gegangen. Aber vielleicht bist du noch nicht in Abschiedsstimmung?

    Marlen

    • Veröffentlich von Mischa am 18. Januar 2016 um 12:25

      Hi Marlen,

      was für ein spannender Ansatz mit der Abschiedsstimmung. So hatte ich das noch gar nie betrachtet. Nicht dass ich dann den Blog einstellen muss, weil ich keine Ängste mehr habe 😉

      Wegen der Gewöhnung: Ich habe mich auch schon gefragt, ob es mir nicht gelingt, eine neutralere Position gegenüber der Flugangst aufzubauen. Vielleicht rede ich mir ja nur ein, dass es ganz schlimm wird und ich bin schon viel weiter? So wie mir es damals beim Autofahren, Bahnfahren, Schiff fahren, Aufzug fahren, etc. gegangen ist. Das hat sich irgendwann einfach völlig normal angefühlt bzw. nur noch nach Aufregung und nicht mehr nach Panik.

      Ganz lieben Dank fürs Rückenstärken und viele Grüße
      Mischa

  11. Veröffentlich von Andrea am 17. Januar 2016 um 21:28

    Lieber Mischa,

    immer wieder berührst und beeindruckst Du mich mit Deiner Offenheit. Gerade beim Thema Flugangst fühle ich ganz besonders mit – nur eben anders. Denn für mich gibt es fast nichts schöneres als Fliegen. Diese wunderbare Anspannung bevor es losgeht, dieses Verliebtheitsgefühl, wenn man abhebt und dass über den Wolken immer die Sonne scheint. Ach <3
    Aber natürlich habe ich auch schon meine "fair share" an Angst mitbekommen. Und eine ganz einfache, verdammt schwere und potentiell absurde Lösung gefunden.

    Vor ca. 2 Jahren habe ich ein Buch gelesen über das Erwachsen werden (ein sehr spiritueller, gewöhnungsbedürftiger Schinken, Autor und Titel schicke ich bei Bedarf gern).
    Der Anfang lautete ungefähr so: "Das erste, was Sie verstehen müssen: Sie werden sterben." Danach konnte ich einige Nächte nicht schlafen, weil ich absolut panische Angst hatte, meine Augen zu- aber nie wieder aufzumachen, immer wieder Atemnot bekam und dachte, ich falle jeden Moment tot um.
    Und das einzige, was mir geholfen hat, war, zu akzeptieren, dass ich sterben werde. Vielleicht ist das jetzt ein seltsamer Rat, aber das ist der beste, den ich habe. Kurz darauf – das weiß ich noch, als wäre es gestern gewesen – habe ich Deinen Artikel gelesen über Deinen letzten Tag und habe selbst einen geschrieben.
    Ich habe mich hingesetzt, geheult und sehr viel meditiert. Und dann konnte ich meinen Frieden damit schließen, dass ich eines Tages gehen und die Umstände vermutlich nicht kontrollieren können werde. Alles, was ich in der Hand habe, ist, aus diesem Leben das beste herauszuholen – und das ist auch gut so. Oh und natürlich auch, dass das ja noch lange nicht das Ende ist 😉 Nur ein anderer Abschnitt meiner Existenz.
    Diese Taktik hat mir auch geholfen, letztes Jahr am Tegernsee mehrmals richtig weit rauszuschwimmen und nicht sofort panisch zu hyperventilieren, sobald ich den Boden unter den Füßen verliere.

    Ich wünsche Dir alles Gute für's Bewältigen dieser Angst und danke noch mal für Deine Offenheit.
    Liebe Grüße
    Andrea

    • Veröffentlich von Mischa am 18. Januar 2016 um 12:34

      Hi Andrea,

      vielleicht sollte ich mit dir zusammen fliegen, wenn du so viel Ruhe und Glück über den Wolken ausstrahlst 😉 Finde ich super, dass du das Fliegen so genießen kannst.

      Das Thema “Sie werden sterben” ist mit Sicherheit zentrales Element meiner Flugangst (und genau genommen ja fast aller Ängste). Ich bin da dran und weiß, wie entscheidend das ist. Mal bekomme ich einen besseren Zugang dazu, mal schüttelt es mich wieder bei der Vorstellung daran vor Angst durch. Ich freue mich sehr, wenn du mir den Buchtitel schickst, das klingt wie die richtige Lektüre zum richtigen Zeitpunkt.

      Bei deiner Erzählung vom Schwimmerlebnis musste ich lachen. Ich war auch immer so ein Seerandschwimmer und trau mich inzwischen, einfach mal so weit zu schwimmen, wie ich will und es meine Kräfte zulassen – und nicht panisch alle 5 cm zu prüfen, ob ich noch Boden unter den Füßen habe 🙂

      Ich danke dir für deinen guten Zuspruch und schicke liebe Grüße
      Mischa

  12. Veröffentlich von Tanja Heller am 17. Januar 2016 um 22:06

    Hallo Mischa,

    hab noch zwei Jahre davon gezehrt, dass ich mich das getraut hab, mit Angst vor der Angst zu fliegen. Ich baue mir eine Parallelwelt auf in der Fantasie: “Ich fliege gerade gar nicht. Das ist im Zug. Ich kann jederzeit aussteigen.”

    Vor 18 Jahren und 1 Tag:
    “Ich bade nur. Ich kriege gerade gar kein Kind. Woher die Schmerzen kommen, weiß ich auch nicht.”

    Mir hilft der Mist wirklich.

    Und unterschätz nicht die geile Energie, die du hast beim Übertreten der Schwelle wenn du einsteigst. Denn du willst das dann auch: Den Kick, die aufsteigende Angst, die du wegatmest, der Mut, der da ist, die Überschreitung deiner eigenen Begrenztheit.
    Und hab keine Angst vor dem ganzen Klotz. Real erlebst du ja nur den einen Moment. Die Angst lässt nach, weil sie gar nicht so viel Ausdauer hat. Dann kommt sie mal wieder. Dann sagst du, “Hallo, bist du auch wieder da? Ich hab dich aber du hast mich nicht.” Dann geht sie. Ich atme immer Zilgrei. Damit hab ich alles geschafft in meinem Leben. 4 Zähne runtergefeilt bekommen. Tangle kann ich empfehlen. Geb ihn nicht mehr her. Stressreduzierer. Wusste vor 86 Stunden auch nicht, dass ich 80 Stunden ohne Pinzette sein kann. Gab’s noch nie.

    Freu mich schon auf deinen Bericht dann.
    Lg Tanja

    • Veröffentlich von Mischa am 18. Januar 2016 um 12:38

      Hi Tanja,

      das mit der Parallelwelt ist ja mal abgefahren. Weiß gar nicht, ob ich so viel Fantasie aufbringen würde oder beim Gedanken an “ich sitze gerade im Zug” die ganze Zeit nur lachen müsste 😉

      Ich denke auch, dass der Kick und das Gefühl “Ich hab’s echt getan” einen Riesenschub bringen können. Das mit Tangle, Feilen und Pinzette habe ich jetzt zwar nicht alles verstanden, aber vielleicht magst du mich diesbezüglich noch aufklären 🙂

      Ganz liebe Grüße und vielen Dank für die Tipps
      Mischa

  13. Veröffentlich von Lisa am 18. Januar 2016 um 0:09

    Lieber Mischa,
    Ich frage mich tatsächlich gerade ob du heute in meinem Kopf warst denn genau dein Thema beschäftigt mich schon den ganzen Tag. Ich daaanke dir für diesen super ehrlichen Artikeln!
    Auch bei mir scheint die Flugangst noch das zu sein was am hartnäckigsten und vor allem am limitierendsten bleibt. Ich kann mir gerade null vorstellen da einzusteigen. Und warum? Tja wenn ich das wüsste, bzw wenn ich es erkennen würde, dann wärst du mit der erste dem ich es mitteilen würde.
    Bei mir war es auch ein scheiss Flug vor über 3 Jahren und dann die Krönung am 31.12.2014, da bin ich einfach mal nicht eingestiegen und wir haben unseren komplett gebuchten Urlaub quasi gecancelt. Somit habe ich nicht nur Angst vorm Fliegen , sondern auch davor wieder nicht einzusteigen, weil das kann ich ja. Ich bewundere alle die trotz Angst den Mut haben sich einen Flug zu buchen und egal wie heftig die Angst kommt zum Flughafen zu fahren und einzusteigen. Bei mir endet es schon in den Tagen vorher, denn das was ich bei meinem letzten Kontakt mit einem Flughafen hatte, möchte ich ganz einfach nicht noch einmal erleben. Obwohl ich natürlich weiß dass ich heute so viel weiter bin als noch vor einem Jahr und es wahrscheinlich nicht passieren wird. Auch die Alternativen mit Medis oder Alkohol kommen für mich nicht in die Tüte. Entweder ganz oder gar nicht.

    Ich glaube aber fest daran, dass die Zeit kommen wird dass auch wir wieder fliegen. Ich habe soviel über mich durch meine Ängste gelernt und vor allem, dass manchmal ganz schnell eine Tür aufgeht und manche bleiben noch etwas länger zu und öffnen sich, wenn der richtige Moment gekommen ist. Darauf vertraue ich tatsächlich.

    Danke Mischa und auch den anderen tollen Beiträgen!! Ich lerne wieder ich bin nicht ganz alleine auf der Welt 🙂

    Viele Grüße
    Lisa

    • Veröffentlich von Mischa am 18. Januar 2016 um 13:01

      Hi Lisa,

      Respekt vor deiner großen Offenheit! Flugangst wollen die meisten Menschen nicht zugeben, weil sie dann ja nicht stark sind und es doch so völlig normal ist zu fliegen (ist es natürlich nicht).

      Freut mich, dass ich am Sonntag die Idee direkt aus deinem Kopf gezogen habe, nachdem ich selbst am Vormittag noch nicht wusste, über was ich schreiben soll 🙂

      Ich kann mir vorstellen, wie sehr dich die Angst vor dem Fliegen UND überhaupt ins Flugzeug einzusteigen belastet bzw. aktuell vor weiteren Versuchen abhält. Aber vielleicht muss sich das ja wirklich erstmal setzen. Ganz sicher wird der Tag kommen, an dem du weißt, dass du das Thema noch einmal angehen wirst. Darauf kannst und darfst du vertrauen. Hab Geduld mit dir, lass dich nicht in irgendwas reinquatschen und handle dann, wenn es sich richtig anfühlt.

      Du bist sicher nicht allein und ich freu mich drauf, wieder von dir zu lesen.

      Ganz liebe Grüße
      Mischa

  14. Veröffentlich von Eve am 18. Januar 2016 um 13:39

    Lieber Mischa,

    ich kann absolut nachvollziehen, wie du dich fühlst. Bei mir ist das Gefühl nicht so extrem wie bei dir, dennoch fliege ich nicht gerne.
    Bei jedem Start und etwas übleren Turbulenzen wird mir auch ganz anders.
    Ich weiß aber, dass das Fliegen an sich sehr sicher ist. Ins Auto setzen wir uns ja auch jeden Tag, obwohl es viel gefährlicher ist. Dabei kann auch etwas passieren, was nicht unser Verschulden ist.
    Wenn es Turbulenzen gibt, stelle ich mir immer vor, dass es in der Luft genauso ist wie auf dem Wasser. Wenn eine Schifffahrt mal etwas unruhiger wird, verfällt man nicht so schnell in Panik.
    Ich würde an deiner Stelle einen guten Hypnose-Therapeuten aufsuchen und ein paar Tage/Wochen später einen kurzen Flug antreten.
    Es immer wieder aufzuschieben macht es nur schlimmer. Kenne es von mir selbst nur allzu gut 😉
    Wünsche dir demnächst einen angenehmen Flug 🙂

    Liebe Grüße,
    Eve

    • Veröffentlich von Mischa am 18. Januar 2016 um 17:06

      Hi Eve,

      das finde ich spannend, dass selbst so häufige Flieger wie du sich nicht vor Begeisterung überschlagen, wenn sie sich ins Flugzeug setzen. Ich dachte ja, dass irgendwann so ein Gewöhnungseffekt eintritt, aber dafür ist das Fliegen per se wohl zu speziell.

      Eine gute Imaginations-Taktik ist bestimmt sehr hilfreich. Vielleicht komme ich da ja über eine bestimmte Meditationstechnik oder Hypnotherapie weiter. Mal schauen, welche Techniken die Psychologen beim Flugangst-Seminar in der Tasche haben 🙂

      Ganz lieben Dank für deine Erfahrungen und Tipps! Der mit dem nicht mehr aufschieben ist bestimmt der beste 😉

      Liebe Grüße
      Mischa

  15. Veröffentlich von besitzloser am 19. Januar 2016 um 12:11

    Hi Mischa,

    tja, ist schon idiotisch: Die Wahrscheinlichkeit, mit dem eigenen Auto auf einer Autobahn oder Landstrasse ums Leben zu kommen ist um ein vielfaches höher, als in einem Flugzeug zu sterben. Und trotzdem kriegt man das nicht auf die Reihe 😉

    Hab meine Flugangst vor zwei Jahren auch erst überwunden. Bin mit einer guten, sehr flugerfahrenen Freundin von Berlin nach Amsterdam geflogen (war überhaupt der erste Flug in meinem Leben, von einem Helikopterflug ein Jahr zuvor mal abgesehen) – wegen der Option, im “Zweifelsfall” mit dem Zug nach Berlin zurückfahren zu können *g*
    Die ganze Woche vorher hab ich keine Ruhe gefunden, am Morgen vor dem Flug hatte ich sozusagen “mit dem Leben abgeschlossen”. Eine Stunde dauerte der Flug nach Amsterdam- jedes (völlig normale ungefährliche) Zittern und Wackeln der Flugzeugs hat mich noch nervöser gemacht. Nachdem das Flugzeug in Schipol gelandet war, war ich dann aber ziemlich “high” und wir haben uns einen schönen Tag in Amsterdam gemacht. Der erwartete Rückflug machte mir keine Angst, wir musssten keine Zugtickets kaufen *g* und ich lebte wider erwarten noch ;-)) Selbst die Tatsache, dass der Rückflug abends sich dann seitens der Fluggesellschaft plötzlich um fast drei Stunden verzögerte und wir wegen Unklarheiten über den genauen Abflugzeitpunkt die Zeit im Terminal totschlagen mussten, hat mich nicht mehr beunruhigt.

    Obwohl ich danach oft geflogen bin (wegen Jobs), ist es allerdings bis heute sehr stressig für mich und ich versuche das Fliegen zu vermeiden.
    Schätze, das steht mit mir in Verbindung mit meiner Höhenangst, denn alles andere im Flugzeug (Enge, viele Menschen, “ausgeliefert sein” usw) macht mir nichts aus. Hätte auch kein Problem, in ein U-Boot zu klettern und auf Tauchfahrt zu gehen 😉

    Hab für mich festgelegt, dass ich nicht unbedingt fliegen muss, aber es könnte wenn es denn sein müsste. Das genügt mir, warum soll ich mich stressen 😉

    • Veröffentlich von Mischa am 19. Januar 2016 um 13:11

      Hi,

      das finde ich eine sehr erwachsene Haltung: Du hast dich des Themas angenommen, kannst, wenn du musst, hast aber für dich beschlossen, dass es dir lieber ist, auf dem Boden zu bleiben.

      Ich weiß gar nicht, ob wir unser Flugangst immer mit irgendetwas erklären müssen. Vielleicht liegt es auch einfach nur daran, dass der Mensch nicht zum Fliegen geschaffen wurde und es bis vor 200 Jahren auch nie getan hat. Die meisten Menschen wollen eben lieber Bodenhaftung und das Gefühl, im Fall der Fälle immer noch etwas tun zu können (ist bei nem Frontalcrash mit dem Auto natürlich relativ).

      Aber wie dem auch sei: Super, dass du es angegangen bist und dir das verdiente Hochgefühl verschafft hast. Ich werde an dich denken, wenn es soweit ist 🙂

      Liebe Grüße
      Mischa

  16. Veröffentlich von Maria am 19. Januar 2016 um 13:16

    Hallo MIscha!

    Von Anfang an habe ich mich gefragt, warum Dir das so wichtig ist, wieder zu fliegen, wenn Du doch so lange auch ohne Flugzeug überall hin gekommen bist.

    Aus ökologischer Sicht wäre es wohl viel vernünftiger nicht zu fliegen.

    Ist es Dir wirklich so wichtig, wieder zu fliegen? Wodurch fühlst Du Dich eingeschränkt? Du liebst Deinen Bus, er hat Dich bis jetzt überall hingebracht, wo Du wolltest.

    Kann es sein, dass Du Dir einfach etwas beweisen willst?

    Ich habe Höhenangst und stehe auf Kriegsfuß mit Spinnen, nicht mit allen, aber mit den großen dicken fetten.

    Trotz Höhenangst wandere ich durch Klammen und auf Berge. Nicht alles kann ich machen, aber das, was ich mache gefällt mir. Alles andere eh nicht also habe ich nicht das Gefühl, eingeschränkt zu sein.

    Mit Spinnen willl ich mich gar nicht befreunden. Die kleinen harmlosen in der Wohnung und im Garten sind mir mittlerweile egal, die großen dicken fetten will ich gar nicht kennen lernen.

    Es ist nicht die Angst, die mich davor zurück hält, daran nichts zu ändern, ich habe schlicht und einfach keine Motivation dazu, weil ich auch mit all dem ganz gut lebe und mein Leben genieße und mich nicht minderwertig oder eingeschränkt fühle.

    lg
    Maria

    • Veröffentlich von Mischa am 19. Januar 2016 um 20:58

      Hi Maria,

      ja, ich will mir etwas beweisen. Und zwar, dass ich mich traue ALLEN Ängsten zumindest ins Gesicht zu schauen. Mit dem Fliegen damals ging die Panik los und ich muss das Thema noch irgendwie für mich verarbeiten.

      Dabei geht es gar nicht darum, dass ich dann dauernd mit dem Flieger unterwegs bin, denn das Thema Fliegen und Umwelt sehe ich genauso kritisch wie du. Ich möchte einfach die Option haben, es tun zu können – oder auch nicht, wenn ich es nicht hinbekomme. Das wäre auch okay. Ich muss auf die eine oder andere Art einfach einen Schlussstrich unter das Thema setzen.

      Das ist zum Beispiel ganz anders als z.B. Fallschirmspringen oder so. Das traue ich mich nicht und habe auch nicht vor, es mich zu trauen. Damit kann ich gut leben. Ich muss auch nicht Häuser runterlaufen oder Bungeejumping machen. Insofern hast du völlig recht, dass man sich nicht zu allem motivieren muss und manche Dinge einfach gut sein lassen kann. Und minderwertig ist eh nur der, der sich minderwertig fühlt.

      Super, dass du für dich deinen Weg gefunden hast. Ich muss eben noch dieses Stück gehen, sonst lässt mir das nie Ruhe.

      Liebe Grüße
      Mischa

      • Veröffentlich von Maria am 20. Januar 2016 um 17:55

        Hallo Mischa!

        Ich kann das schon nachvollziehen, was Du schreibst.

        2005 hatte ich eine schwere Schilddrüsenerkrankung, die meine Höhenangst krankhaft verstärkt hat. Als die SD-Erkrankung überwunden war, habe ich eine Wanderung gemacht, wo ich eine Hängebrücke überquert habe. Das war für mich dann auch so ein “Schlussstrich setzen” hinter die Sache.

        lg
        Maria

      • Veröffentlich von Maria am 20. Januar 2016 um 18:30

        Hallo Mischa!

        Gerade habe ich meinen heutigen Beitrag online geschickt, da musste ich an Dich denken. Es ist ein Buchtipp “Slow travel” von Dan Kieran.

        Er ist Reiseschriftsteller und hat Flugangst. Ein sehr spannendes Buch, das ich im Dezember gelesen habe.

        https://widerstandistzweckmaessig.wordpress.com/2016/01/20/gelesen-im-dezember-buchtipp-16/

        lg
        Maria

        • Veröffentlich von Mischa am 21. Januar 2016 um 12:28

          Hi Maria,

          das ist lustig, der steht auch schon ne Weile auf meinem Wunschzettel 😉 Dann wird es jetzt wohl Zeit für dieses Buch.

          Danke für den Tipp und liebe Grüße
          Mischa

  17. Veröffentlich von Jerome Zimmer am 20. Januar 2016 um 10:53

    Hallo lieber Mischa.

    Hypnose hilft! Sag ich dir da ganz kurz und knapp. Falls du mal Interresse hast, dann lass es mich wissen. Gebe dir gerne Informationen bezüglich effektiver und nachhaltiger Hypnosetherapie.

    • Veröffentlich von Mischa am 20. Januar 2016 um 15:31

      Hi Jerome,

      besten Dank für den Kommentar! Hast du das selbst ausprobiert? Freu mich auf weitere Infos, die du mir gerne schicken darfst. Adresse ist ja bekannt 🙂

      Liebe Grüße

      Mischa

      • Veröffentlich von Jerome Zimmer am 20. Januar 2016 um 19:41

        Hallo, lieber Mischa.

        Hatte vor einigen Jahren den ersten Kontakt mit Hypnosetherapie.
        Schnell, effektiv und einfach.

        Ich bin Selbstständiger als Hypnosetherapeut in Luxemburg.

        Mehr Infos unter: http://www.hypnose-zimmer.lu

        Wenn du gerne Infos hättest in deiner Umgebung, gebe ich gerne kompetente Kontakte weiter.

        Liebe Grüsse aus Luxemburg 🙂

        • Veröffentlich von Mischa am 21. Januar 2016 um 12:29

          Aha, dann bist du ja Super-Experte 🙂 Ich schau mir deine Seite gerne mal an und melde mich, wenn ich Fragen bzgl. Therapeuten in meiner Gegen habe.

          Besten Dank und liebe Grüße

  18. Veröffentlich von Remy am 31. Januar 2016 um 20:45

    Genau das, was du sonst auch probierst: es ausprobieren und wagen! 🙂
    Beim letzten Flug habe ich ein Mathematikbuch mitgenommen und Kopfrechnungen gemacht. Hat mich so stark abgelenkt, dass ich von fliegen nur wenig mitbekommen habe.
    Falls du es wagen willst, solltest du ein günstigen Inlandsflug buchen und jemanden mitnehmen, der keine Flugangst hat und dir beisteht, wenn es schlimm wird. Ein Inlandsflug zB München-Frankfurt dauert nur 60min. Es ist also auch schnell vorbei. Zurück nach hause kannst du ein Bahnticket kaufen.
    Du hast dann nur einen kurzen, überschaubaren Flug, kannst dich aber deiner Angst stellen.

    • Veröffentlich von Mischa am 7. Februar 2016 um 16:14

      Hi Remy,

      ja, da scheint wohl kein Weg dran vorbeizuführen 😉

      Und wenn ich schon in die eine Richtung geflogen bin, will ich auch wieder zurückfliegen, sonst gilt das ja nicht. Bzw. wenn ich mir schon vorher ein Bahnticket kaufen würde, hieße das ja, dass ich mir den Rückflug nicht mehr zutraue. Also wenn schon, denn schon 🙂

      Ob Mathe mir zur Ablenkung helfen würde, wage ich zu bezweifeln. Aber vielleicht gefällt es mir da oben plötzlich wider Erwarten.

      Liebe Grüße
      Mischa

  19. Veröffentlich von Mina am 7. Februar 2016 um 20:54

    Hallo,
    ich kann das wirklich sehr gut nachvollziehen…
    Eigentlich hatte ich bisher keine Flugangst, also ich war immer etwas aufgeregt und fand es auch unheimlich, aber ich habe dann einfach meine Begleitung zugetextet und dann ging es.
    Doch letztes Jahr sind ein paar Freunde von mir, bei dem Flugzeugabsturz umgekommen und seit dem kann ich mir jetzt absolut nicht mehr vorstellen zu fliegen… Es ist einfach immer im Hinterkopf, obwohl ich weiß dass so eine Situation wahrscheinlich nie wieder passiert.

    • Veröffentlich von Mischa am 10. Februar 2016 um 15:25

      Hi Mina,

      das tut mir sehr leid und war wahrscheinlich ein riesiger Schock für dich. Ich kann mir gut vorstellen, dass du zumindest aktuell das Fliegen völlig ausschließt. Aber wer weiß, wie die Lage in zwei, drei Jahren aussieht. Zum Glück hat die Zeit ja eine heilende Wirkung. Und wenn du wirklich wieder das Verlangen danach hast zu fliegen, wirst du es wahrscheinlich irgendwann auch wieder tun.

      Ganz liebe Grüße
      Mischa

  20. Veröffentlich von Markus am 9. Februar 2016 um 11:52

    Hallo Mischa,

    OHH MEIN GOTT!

    Ja, dein Artikel hat mich wieder geschafft und ich habe lange überlegt was ich dazu schreiben kann. Ich fliege aktuell 8-10 mal im Jahr und auch wenn sich eine gewisse Gewöhnung einstellt so ist es doch so, dass ich schon einige Tage vor dem Flugtermin beginne nervös zu werden:

    – Ist das nicht viel zu windig?
    – Was ist wenn der Pilot nicht gut drauf ist?
    – Regen? Habe ich nicht mal gelesen, dass dies das schlimmste für die Landung ist?
    – (ich schäme mich für die Gedanken aber sie sind da): Wann war der letzte Absturz? Wird es nicht statistisch immer wahrscheinlicher, dass ich den nächsten erlebe?
    – Wie soll ich mich nur verhalten wenn die Stewardess wenn es rappelt komisch (was immer das auch bedeuten soll) guckt?
    – Was mache ich wenn mir was “besonderes” an oder in der Maschine auffällt?

    Und so weiter und so weiter….

    Natürlich ist mir klar, dass

    – die Wahrscheinlichkeit auf dem Weg zum Flughafen tödlich zu verunglücken über 4.000 mal grösser ist als das mir beim Flug was passiert
    – die modernen Flugzeuge und Sicherheistmechanismen so gut sind, dass der Flieger sogar landen könnte wenn beide Turbinen ausfallen.

    Hat alles mit Logik und so zu tun…..

    Das alles ändert aber nichts an meiner Angst. Und wenn ich genau drüber nachdenken ist es vor allem die Angst ausgeliefert zu sein und die Kontrolle für mein Leben vollkommen aus der Hand zu geben.

    Jetzt Mischa kommt ein Punkt der mir eingefallen ist der mir WIRKLICH geholfen hat:

    Man kann in Düsseldorf (ich gehe davon aus, dass es an allen grösseren Flughäfen geht) eine “Pilotenschulung” buchen. Das bedeutet du kannst an den Flugsimulator und dir das mal alles genauer ansehen.

    Ich habe gemerkt, dass ich mit diesen heute als Standard vorhandenen Geräten das Flugzeug eigentlich auch fliegen könnte. Der Pilot der das mit uns gemacht hat stand Rede und Antwort und konnte mich wirklich beruhigen.

    Kannst mir gerne schreiben wenn ich die den Link senden soll (will hier nicht rumspamen damit)

    Das hilft mir vor jedem Flug immer wieder mich daran zu erinnern.

    Gruss und danke für deine Artikel

    Markus

    • Veröffentlich von Mischa am 10. Februar 2016 um 16:02

      Hi Markus,

      Hut ab, wenn du 8 bis 10-mal im Jahr fliegst und jedesmal dieses Prozedere durchläufst … Damit ist auch bewiesen, dass die reine Exposition, also sich immer und immer wieder der angsteinflößenden Situation zu stellen, auch nichts bewirkt. Sonst müsste dir das Fliegen ja schon lange im positiven Sinne egal sein.

      Danke für deinen Tipp! Ich habe ja vor, das Flugangst-Seminar zu buchen und dort bekommt man ja auch nähere Einblicke in Cockpit & Co. Bei mir ist es weniger das fehlenden Vertrauen in Piloten und Technik, sondern mehr dieses “Was ist, wenn ich da oben wieder eine Attacke bekomme und einfach nicht rauskann?”

      Liebe Grüße
      Mischa

  21. Veröffentlich von Jerome Zimmer am 13. Februar 2016 um 23:12

    Hallo,

    ich habe vor einigen Wochen hier eine Antwort gepostet, bezüglich der Lösung von Flugangst.
    Bekomme seitdem immer eine Email, wenn jemand einen neuen Kommentar gepostet hat. Daher hat es mich nochmals hierher gezogen!

    Jeder muss die Entscheidung für sich selbst treffen.
    Doch ich lege euch allen nochmals ans Herz, euch über die schnelle und effektive Wirkung von Hypnose zu überzeugen und zu informieren.
    Es stehen bereits viele Infos auf meiner Seite. Kann auch gerne Kollegen/Kolleginnen weitervermitteln, welche(r) bei demjenigen in der Gegend praktiziert.

    Wenn der Leidensdruck wirklich so hoch ist, dann gibt es Möglichkeiten die Flugangst zu beseitigen ohne eine komplette Psychotherapie durchzustehen.

    Nach maximal 2-3 Sitzungen ist die Flugangst adé. Die meisten haben die Flugangst bereits nach der 1. Sitzung besiegt.(etwa 80-90%)

    Schaut der Angst in die Augen und Sie wird zur Ressource.

    Liebe Grüsse
    Jerome

  22. Veröffentlich von Albert am 15. Februar 2016 um 10:49

    Hallo Micha
    … und du nennt dich Exhasenfuß? Also bitte… sitz endlich in das bescheuerte Flugzeug und flieg, wenn es denn unbedingt sein muß. Allerdings frage ich mich wirklich wie man heute noch mit ruhigem gewissen fliegen kann!?! Verdammt die schönsten Urlaubsregionen hast du vor der Haustüre. Nimm das Fahrrad und fahr mal den Bodensee-Königseeradweg, dann hast du dir was gutes getan und der Umwelt “relativ” wenig geschadet. Sport ist die bessere Glückspille!
    Ich hoffe ich konnte dir ein wenig die Augen öffnen…

    Albert

    • Veröffentlich von Mischa am 15. Februar 2016 um 11:17

      Servus Albert,

      ich brauche ehrlich gesagt niemanden, der mir die Augen öffnet. Ich lebe mein Leben, so wie ich das für richtig halte. Und wenn ich der Meinung bin, dass da mal ein Flug dazu gehört, dann ist das halt so. Ein schlechtes Gewissen muss ich deshalb nicht haben.

      Ich sehe die Billig- und Vielfliegerei genauso wie du sehr kritisch, bin selbst sehr viel zu Fuß, mit dem Rad oder der Bahn unterwegs. Aber ich benötige keine guten Ratschläge, was ich wann und wie tun soll.

      Und ehrlich gesagt machen mir viele Umwelt-, Tierschutz-, Ernährungs- und andere Fanatiker mehr Angst als vieles andere … Das als Antwort zu deinem zweiten Kommentar.

      Grüße
      Mischa

  23. Veröffentlich von Albert am 15. Februar 2016 um 10:51

    Nachtrag:
    schon mal Angst gehabt die Umwelt zu zerstören?

  24. Veröffentlich von Albert am 17. Februar 2016 um 10:32

    Hallo Mischa
    Du was du benötigst also keine guten Ratschläge und keinen Augenöffner, gut!
    Was ist es dann was du brauchst, wozu diesen Blog, hast du dich das mal gefragt?
    Gruß Albert

    • Veröffentlich von Mischa am 17. Februar 2016 um 11:25

      Servus Albert,

      das ist eine interessante Ansicht von dir.

      Gruß
      Mischa

  25. Veröffentlich von Dominik am 22. Februar 2016 um 21:48

    Hallo Mischa,

    ich leide auch unter Flugangst. Zum Glück nicht sehr schlimm. Ich bin mir sicher, dass dies von den Nachrichten kommt. Dort wird ja ständig gezeigt, wie schlimm und böse die Welt ist usw. Wenn man sich das ständig reinzieht, fängt man an, sich immer mehr Sorgen zu machen.

    Ich steige dennoch in den Flieger. Warum? Weil ich mich nicht von meiner Angst einschränken lassen will.
    Ich dachte auch oft wie du. Lieber würde ich mit dem Schiff in die USA reisen, bevor ich fliege. Aber auch auf einer Schiffsreise kann sehr viel passieren.
    Nicht einmal Zug fahren ist sicher (siehe Bad Aibling).

    Ich bin mir sicher, wenn die Nachrichten täglich von tödlichen Autounfällen auf der ganzen Welt berichten würden, dass wir auch vor dem Autofahren Angst hätten.

    Ich hab die Wahl. Entweder ein Leben, in dem ich mich aufgrund einer sinnlosen Angst beschränke oder ein Leben, in dem ich alles mache und mich frei entfalten kann.

    Ich nehme Letzteres 🙂

    Toller Artikel!

    Liebe Grüße Dominik

    • Veröffentlich von Mischa am 23. Februar 2016 um 17:41

      Hi Dominik,

      deine Einstellung gefällt mir 🙂 Sehe ich grundsätzlich auch so, nur beim Fliegen bin ich noch nicht ganz so weit.

      Das mit den Nachrichten sehe ich ganz genauso wie du. Zumindest was das allgemeine Angst schüren unter der Bevölkerung angeht. In Bezug auf das Fliegen hat das für mich aber keinen Einfluss.

      Auf wenige Beschränkungen und viel Freude am Leben!

      Liebe Grüße
      Mischa

  26. Veröffentlich von Sandra am 24. Februar 2016 um 13:57

    Hallo
    Ich hab vorm Fliegen überhaupt keine Angst – ich persönlich würde nie im Leben auf ein Fahrrad steigen – das finde ich viel zu unsicher und gefährlich. Gehe auch ungern in der Nacht alleine in der Stadt spazieren – da bin ich froh das ich am Land lebe – fühle mich da viel sicherer.

    In Wien gibts die http://www.a-s-n.at die machen auch Flugangstseminare. Die Seminare sind für jeden, man muß nciht bei einer Airline etc. arbeiten.

    Ich war bei denen schon bei anderen Seminaren, wie z.B Notwasserungen. Es ist interessant, vor allem war bei dem einen Seminar über die Notwasserung auch einer dabei der Flugangst hatte – der wollte es gerade deswegen machen um seine Angst zu überwinden.

    Bei einem anderen Seminar wurden auch Turbulenzen simuliert, die man, ich hörte es auch zum ersten Mal überall im Flugzeug anders warnimmt. In einem Fall merkt man sie hinten stärker, im anderen vorne. Was auch toll war, war das man die Notausstiegstür über den Tragflächen mal öffnen durfte.

    Ich kann es verstehen, wenn man vor etwas Angst hat.

    Ich habe schon etliche Turbulenzen miterlebt, bei einer hab ich geschlafen, hatte mich auf eine 3er Bank einer 747 hingelegt (Flug war fast leer) mich sogut wie es ging mit 2 Gurten angeschnallt, und ich bin muntergeworden weil es mich etwas in die Höhe gehoben hat – da sind wir gerade ziemlich abgesackt (war ein Nachtflug)

    Grüße Sandra

    • Veröffentlich von Mischa am 26. Februar 2016 um 14:21

      Hi Sandra,

      das finde ich wunderbar, dass du so relaxed fliegen kannst. Möge das immer so bleiben!

      Danke für deine Tipps, v.a. die Notwasserung klingt spannend.

      Das mit deiner Radfahr-Allergie finde ich lustig. Für mich gibt es nichts Besseres, was mich voranbringt und zugleich erdet. Auf meinem MTB hab ich so viel Freude, sehe in kurzer Zeit so viele Ecken und bin trotzdem langsam genug, um die Natur zu genießen. So unterscheiden sich die Geschmäcker 🙂

      Liebe Grüße
      Mischa

  27. Veröffentlich von Sandra am 12. April 2016 um 20:12

    Hi Mischa,

    erst einmal möchte ich Dir zu Deinem Blog gratulieren und zu allem was du bereits geschafft hast.
    Mir erging es bis vor ein paar Jahren ähnlich… Angstzustände fingen an mein Leben zu dominieren. Zuletzt dachte ich, das ich eines Tages nicht einmal mehr in der Lage sein würde vor die Tür zu gehen, ohne Angst zu haben der Himmel könne mir auf den Kopf fallen.

    Vor einigen Jahren flog ich nach einer 15 jährigen Pause mit ein paar Freunden nach Berlin. Ich freute mich auf den Flug, konnte es kaum abwarten endlich wieder zu fliegen. Noch während der Flieger startete, saß ich da und freute mich auf die Beschleunigung und darauf abzuheben. Ich genoss es in vollen Zügen, als ich auf einmal feststellte, das es ja doch recht schnell hoch geht und alles viel steiler wirkte als in meiner Erinnerung, fast einer Rakete gleich und dann erinnerte ich mich.. oh je.. ich habe ja seit ein paar Jahren Höhenangst. Darauf folgte eine ordentliche Panikattacke, die ich so schnell nicht vergessen werde. Es war als würde mir jemand das Flugzeug unter dem Sitz wegziehen, auf einmal ging meine Phantasie mit mir durch und ich wurde mir total bewusst, das da nur ganz wenig Blech zwischen mir und dieser unendlichen Tiefe unter mir sei. Ok dachte ich mir, sei kein Idiot, atme, atme… schau in die Mitte, schau nicht aus dem Fenster… in 40 Minuten ist alles vorbei – das Flugzeug ist sicherer als ein Auto. Bei der Landung dachte ich ich würde sterben, ich weiß bis heute nicht ob ich eventuell sogar Laute von mir gegeben habe. Das Schlimmste war, ich wusste ich muss in drei Tagen wieder zurück fliegen. Das war auf einem total ruhigen und kurzem Flug. Der Rückflug war, wie erwartet nicht besser, im Gegenteil ich fing an zu japsen und zu hyperventilieren. Der Nachbar neben mir war sichtlich besorgt, was meine Situation nicht unbedingt einfacher machte, weil ich mich ohnehin schon schämte.

    Drei Jahre später verließ ich meinen Mann, meinen alten Job, und Deutschland. Ich kann heute wieder entspannt Auto fahren, mir wird nicht mehr der Himmel auf den Kopf fallen und vor allem: letztes Jahr habe ich mich auch wieder in ein Flugzeug gesetzt obwohl ich absolute Panik davor hatte. Der Start und Landung waren nach wie vor sehr heikel, aber mein neuer Lebensgefährte hat mich dabei gut aufgefangen.

    Für mich hatte viel mit Kontrollverlust und Vertrauen zu tun. In meinem alten Leben hatte ich mein Vertrauen verloren und konnte die Kontrolle nicht mehr abgeben. Heute lebe ich mit einem Partner zusammen dem ich bedingungslos vertraue und der mir wieder den Spaß und Sinn am Leben vermittelt. Ich habe ein klein wenig etwas von meiner Jugend zurück erlangt wo man das Leben einfach nur geniesst und alles auf sich zu kommen lässt. Und ja… sterben müssen wir alle und weil ich glaube das man das Schicksal nicht wirklich in seiner Hand hat kann es mir überall passieren.

    Mein neuer Lebensgefährte ist zudem Pilot und konnte mir sehr viel physikalisches und technisches erklären und hat mir auch viel von seiner Ausbildung erzählt, über Manöver die geflogen werden und was einem Piloten alles abverlangt wird bevor er Passagiere fliegen darf. Zuguterletzt will der Pilot selber schliesslich auch immer ankommen. Was mir auch sehr geholfen hat war ein Testflug , den ich im Internet gesehen hatte, von einer neuen Boing und was der Pilot alles mit dem grossen Flieger für Manöver geflogen hat um auszutesten was geht und um zu demonstrieren wie manövrierfähig auch ein grosses Fugzeug sein kann.

    Nun weiss ich z.B. auch das ein steiler “Take off” im Grunde nur positiv ist, weil gute Startmöglichkeiten bestehen und das es besser ist im kälteren Wetter zu fliegen weil nicht zu viele Schwankungen mit Warmkaltzonen entstehen können – um das mal mit meinen eigenen holprigen Worten zu beschreiben.
    Wenn Du magst könnte ich Dir auch ein Buch, welches ich zusätzlich gelesen habe, empfehlen. Es ist allerdings in Englisch ( ich weiss nicht ob es eine deutsche Übersetzung gibt, vor einem Jahr leider noch nicht).

    Jedenfalls konnte ich zuguterletzt während des Fluges entspannen und ich hatte vorher mehr Angst vor einer eventuellen Panikattacke als alles andere – das scheint übrigens wirklich ein großes Problem für die meisten darzustellen.
    Auch vor dem nächsten Flug werde ich ein wenig Bammel haben, aber nicht mehr so schlimm wie letztes Jahr. Ich bin trotzdem sehr umweltbewusst und ich finde bei drei Flügen in 23 Jahren kann auch keiner meckern und ich stimme Dir zu Mischa, das dies jeder für sich selbst bestimmen muss und geht schließlich darum frei zu sein sich dafür zu entscheiden oder nicht.

    Alles Gute weiterhin und viel Erfolg bei der letzten Hürde. Du schaffst das, weil du es willst :D.
    Sandra

  28. Veröffentlich von Mischa am 14. April 2016 um 12:51

    Liebe Sandra,

    ganz herzlichen Dank fürs Mutmachen und deine ausführliche Schilderung! Ich ziehe den Hut und verneige mich tief vor dir, dass du nach dieser Nummer mit dem Berlin-Flug, die so in die Hose gegangen ist, es nochmal probiert hast. Umso schöner, dass dein Mut belohnt wurde und du jetzt einen tollen Mann an deiner Seite hast, der dich positiv begleitet. Besser geht’s ja nicht, als einen Piloten neben sich sitzen zu haben 😉

    Den Link zum Buch darfst du mir gerne mal schicken. Im Übrigen ist bei mir auch die Panik vor der Panikattacke der wichtigste Hindernisgrund. Aber das werde ich schon irgendwie hinbekommen 🙂

    Ich wünsche dir (und dann später auch mir) allzeit gute Flüge

    Ganz liebe Grüße
    Mischa

  29. Veröffentlich von Dan am 29. Juli 2016 um 11:28

    Hallo Mischa,

    zuerst einmal ein großes Lob für deinen informativen und sehr offenen Blog.

    Obwohl der Beitrag bereits etwas älter ist, will ich aufgrund der aktuell anstehenden Reisezeit und meinem Wiederaufkeimen der Angst (jährlich grüßt das Murmeltier) gerne meine Fluggeschichte teilen. Vielleicht auch ein Beispiel, wie man nicht vorgehen sollte.

    Ich habe in den letzten 20 Jahren bestimmt 50-100 Flüge absolviert, bin beinahe jährlich Kurz- bis einmal sogar Langstrecke mit Umsteigen in den Urlaub geflogen. Früher, als Teenager, noch ohne Probleme, damals habe ich mich sogar über andere Passagiere mit offensichtlichem Unwohlsein gewundert. 🙂

    Mit knapp 20 (vor ca. 15 Jahren) fing es bei mir an, dass sich beim Fliegen ein gewisses Unwohlsein einschlich. “Das” auslösende Ereignis gab es eigentlich nicht, im Jahr zuvor hatte ich laut meinem Gedächtnisprotokoll allerdings einen sehr unruhigen Flug auf die Kanaren. Seit diesem Zeitpunkt war das Fliegen also mit einem latenten Unwohlsein verknüpft, welches sich allerdings zum Glück erst am Tag der Abreise einstellte. Dieses war allerdings nicht so stark, dass sich daraus eine Vermeidungsstrategie entwickelte und so konnte ich noch einige Jahre lang weitere Urlaubsreisen (1 mal davon sogar Fernstrecke, allerdings mit vorsorglich eingenommenen Beruhigungsmitteln) absolvieren.

    Nach der besagten, schönen Fernreise in die planten meine Lebensgefährtin und ich im Jahr 2010 eine Wiederholung. Flüge und erste Hotels waren bereits gebucht, als ich aus heiterem Himmel eine Panikattacke erlitt, welche 2-3 Wochen lang immer wiederkehrte und mich aber mal so richtig außer Gefecht setzte. Schlussendlich musste ich aufgrund meines Zustandes (wer jemals eine Panikattacke hatte, weiß evtl. wovon ich schreibe) die Reise kostenpflichtig stornieren. Ich habe das damals auf meine Lebensumstände (lange, erfolglose Jobsuche nach dem Studium) geschoben und für mich damit abgehakt.

    Trotz dieser niederschmetternden Erfahrung konnte ich in den darauffolgenden Jahren wieder mehrere Kurz- und Mittelstrecken mit dem Flieger absolvieren. 2014 solle es dann wieder über den großen Teich gehen. Aufgrund der problemlosen kürzeren Distanzen und der mittlerweile gefestigten beruflichen Karriere hatte ich mir einen zweiten Versuch zugetraut. Leider lief dann wieder das gleiche Programm wie vier Jahre zuvor und ich konnte die Reise erneut nicht antreten. Was war das denn nun? An den Lebensumständen konnte es nicht liegen… Agoraphobie? Die lange Flugzeit über dem unendlich weiten Atlantik?

    Seitdem gehen bei mir nicht mal mehr Kurzstrecken. Letztes Jahr konnte ein Flug auf die Balearen trotz angefangener therapeutischer Behandlung (TP/VT) nur unter wochenlangen, starken Panikattacken in Verbindung mit sehr depressiven Phasen und letztendlicher Betäubung mit Beruhigungsmitteln (Benzodiazepine) durchgestanden werden.

    Dieses Jahr merke ich, dass ich das Thema Urlaubsbuchung mehr oder weniger hinauszögere und damit unbewusst weiter eine Vermeidungsstrategie fahre, die mit der Einnahme von Beruhigungsmitteln und des zweimaligen Nichtantretens einer Flugreise eingeschlagen wurde. Meine Lebensgefährtin zeigt leider nicht das vollste Verständnis und würde gerne mit mir die Welt bereisen, was unsere Beziehung ziemlich auf die Probe stellt – was vielleicht auch ganz gut so ist, denn so stellt sich die Erleichterung / Belohnung bei der ausgeübten Vermeidung nicht so wirklich ein.

    Ich denke dass das von dir erwähnte Thema Verbindlichkeit beim Umgang mit der Angst sehr wichtig ist. Die Angst macht einen zu einem Meister der Selbsttäuschung und man kann diese nur mit 100%iger Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit sich selbst gegenüber beherrschbar machen.

    Gruß Dan

    • Veröffentlich von Mischa am 1. August 2016 um 23:03

      Lieber Dan,

      vielen Dank für deine Offenheit und die ausführliche Geschichte. Ich kann deine Lage nur allzu gut verstehen. Und gleichzeitig habe ich mir beim Lesen gedacht: “Warum tut er sich das noch an?”

      Hast du das Gefühl, dass du fliegen musst? Dass du ein schlechterer Mensch bist, wenn du nicht fliegst? Was passiert denn, wenn du in keinen Flieger mehr steigst? Hast du nicht das Recht zu sagen “Ich mach den Scheiß nicht mehr mit?”

      Also nicht falsch verstehen: Ich will hier niemanden ermuntern, sich vor angsteinflößenden Situationen zu drücken. Aber du hast es ja nun wahrlich oft genug probiert. Wie oft willst du dir selbst und deinem angeknacksten Selbstbewusstsein noch weh tun?

      Wie gesagt, nur so meine Gedanken dazu. Bin auf deine Antwort sehr gespannt.

      Ganz liebe Grüße und alles Gute
      Mischa

      P.S.: Bei mir ist es bald soweit, dass ein neuer Anlauf folgt …

  30. Veröffentlich von Dan am 4. August 2016 um 10:16

    Ja, warum tut man sich das noch an? Die Frage stellt sich natürlich. Der Gedanke “Ich mach das nicht mehr mit!” drängt sich natürlich auf.

    Zum einen war/ist mir das Reisen in bestimmte, leider als “normaler” Arbeitnehmer (mit begrenztem Urlaub) nicht mit dem PKW erreichbare Länder schon sehr wichtig. Ich finde Portugal/Spanien/Kanaren nun mal wesentlich attraktiver als Italien oder Frankreich. Ich bin zwar erleichtert, dass ich dieses Jahr wahrscheinlich nicht fliegen muss, andererseits aber auch enttäuscht “versagt” zu haben und dadurch nicht Tapas essend am Strand zu sitzen.

    Zum anderen möchte ich meiner Lebensgefährtin dies nicht für alle Ewigkeiten verwähren. Sie würde zwar auch mit Freunden verreisen, hat aber gemeint dass es für Sie ohne das gemeinsame Erlebnis auf Dauer keine Lösung wäre. Für die Beziehung ist dies auch sehr belastend.

    Hinzu kommt dass ich, wenn kein Flug bzw. keine konkrete Urlaubsplanung ansteht, meine Phobie beinahe nicht nachvollziehen kann (es gibt ja keine akute “Bedrohung”) und mutig Pläne schmiede. Sobald diese realisiert werden sollen, bin ich wochenlang ab Buchung dann wieder fix und fertig.

    Eine Lösung habe ich für mich noch nicht gefunden. Die Therapie und davor ein (teurer) Versuch mit Hypnose haben bis jetzt nur wenig Linderung gebracht.

    Ich drücke dir für den neuen Anlauf die Daumen und bin gespannt auf deinen Bericht!

    Gruß Dan

    • Veröffentlich von Mischa am 4. August 2016 um 12:42

      Hi Dan,

      zu dem Thema Beziehung habe ich folgende Anmerkung: Meine Frau wäre auch gerne mit mir geflogen. Ihr war das aber nicht so wichtig, sondern viel wichtiger, dass wir eine tolle Zeit miteinander verbringen.
      Sie wusste einfach, dass Fliegen bei mir nicht geht und das war’s. Ich denke, so etwas nennt man Liebe 🙂
      Wenn du dich fertig machst, um deiner Lebensgefährtin etwas zu beweisen oder ihr einen Gefallen zu tun, dann frage ich mich, ob du dir selbst genug wert bist bzw. ob es nicht auch Menschen gibt, die dich so lieben können, wie du bist – und zwar mit allem, incl. Flugpanik. Nur mal so ein Gedanke …

      LG
      Mischa

  31. Veröffentlich von Dan am 8. August 2016 um 8:19

    Der Gedanke ist natürlich prinzipiell richtig. Der Unterschied besteht aber darin, dass in unserem Fall praktisch jährlich geflogen wurde und die Flugangst dann erst einsetzte. Die plötzliche Einschränkung der Reisemöglichkeiten ist mit einer viel größeren Enttäuschung (auch meinerseits) verbinden, als wenn von vornherein nicht geflogen wird.

    Letztendlich mache ich das auch für mich, denn ich kann es mir kaum vorstellen mehrere Jahre (oder gar für immer) auf ein paar spezielle Ecken in Südeuropa zu verzichten.

    Finde es saustark dass du dich dich im September wieder traust. Wenn ich deine Beiträge so lese, bin ich mir sicher dass du das auch noch schaffst!

    Bei mir ist eigentlich die Zeit vor dem Flug viel schlimmer als der Flug selbst. Ab dem Boarding habe ich zwar nochmal Magendrücken wegen des Starts und des Steigfluges, ab dem Erreichen der Reiseflughöhe bin ich dann meistens aber fast schon cool und wieder übermütig und zu Scherzen aufgelegt. 🙂

    • Veröffentlich von Mischa am 8. August 2016 um 10:26

      Okay, das verstehe ich. Und es ist auf alle Fälle gut, wenn du es für dich tust und nicht, um irgendjemandem einen Gefallen zu tun.

      Dass du vor dem Flug viel mehr Panik hast als beim Flug ist auch spannend. Das habe ich so bisher erst selten gehört. Kannst du dir dann nicht vorher dein super Gefühl über den Wolken in Erinnerung rufen, um zu spüren, dass deine Angst völlig unbegründet ist?

      Ich an deiner Stelle würde mich auf den nächsten Flug freuen, wenn du da sogar übermütig bist 😉

      Vielen Dank für deinen Zuspruch und alles Gute

      Mischa

  32. Veröffentlich von Belle am 19. Oktober 2016 um 17:10

    Es ist zwar schon ne Weile her… dennoch ich ertrage fliegen, ich mag es nicht…. bin aber totaler Usa ?? fan…. und ängste hab ich auch, dennoch tu ich es . unglaublich!!!!! hilfreich war mir für mich meine starke Flugangst zu überwinden, mehrere Privatflüge mit einem kleinen 4 sitzer…. ich durfte sogar das lenkrad halten und selbst fliegen…. und das hat mir total gut gefallen, weil der pilot mir alles erklärte, wann er hoch muss, wann er runter muss. warum es luftlöcher gibt, die wie eine schlechte Straße , überhaupt nicht gefährlich sind…. wir waren relativ nah am boden …. es war sehr angenehm und gemütlich. gerade im
    august bin ich nach Amerika geflogen und diese riesen transatlantischen Flugzeuge machen mir nach wie vor recht große Angst….vielleicht hilft das wem, wenn nicht ohnehin bereits erwähnt!

    • Veröffentlich von altes Coon am 9. Januar 2017 um 22:59

      Jetzt wollte ich gerade, ein Jahr nach dem Artikel, hier schreiben, dass ich es mal mit kurzen Flügen in kleinen Maschinen versuchen würde, bei denen man auch mal mit dem Piloten quatschen und sein Herz ausschütten kann – und jetzt lese ich hier diesen bisher letzten Kommentar, von Dir, Belle 🙂
      Du hast schon alles gesagt 🙂

      Ich habe noch nicht so viel gelesen auf diesem Blog: fliegst Du schon, Mischa?

      • Veröffentlich von Mischa am 10. Januar 2017 um 12:59

        Ja, bin ich 🙂 Scroll mal in die September-Artikel rein, da kannst du alles drüber lesen.

  33. Veröffentlich von Renate am 11. Mai 2017 um 23:46

    Hallo Mischa,
    ich habe auch jahrelang unter Flugangst gelitten. Ich denke sie entand durch zwei sehr unangenehme Erfahrungen, einmal starke Turbulenzen und eine schwierige Landung. Die Sensationsmeldungen von Flugzeugabstürzen in den Medien haben dann noch dazu beigetragen, dass ich in kein Flugzeug mehr gestiegen bin.
    Da ich früher aber gerne geflogen bin, wollte ich diese Angst unbedingt überwinden.
    Ich habe lange über Angst/Flugangst recherchiert und viele Bücher gelesen.
    Weiter habe ich Entspannungs- und Atemübungen gelernt. Diese finde ich noch heute zum Entspannen sehr hilfreich.
    Letztendlich habe ich dann mit Hypnochoaching (Hypnose mit Coachingmethoden) endlich meine Flugangst auflösen können.
    Meine Erfahrungen teile ich auf meiner Webseite.
    Vielleicht findest Du ja dort noch den ein oder anderen Tipp, um ganz entspannt zu fliegen.
    Ich freue mich wieder ohne Angst an entfernte, wunderschöne Orte fliegen zu können und wünsche Dir das auch.

  34. Veröffentlich von Nicole am 17. Mai 2017 um 14:04

    Hallo Mischa,

    ich weiß jetzt nicht ob der Tipp schon kam, aber wie wäre es mit einem Flug in einer Cessna?
    Ich selbst saß noch nie in einem Passagierflieger. Ich habe Angst vor der Höhe, dem Kontrollverlust und den vielen Meschen vor denen ich mich blamieren kann. Würde das Flugzeug allerdings z.B. nach Malle rollen würde ich mitfahren, weil ich könnte ja NOTFALLS die Notbremse ziehen. Einen vollen ICE halte ich ja auch aus. Bodenkontakt und so… 🙂
    Ich habe mich bereits 2 mal in so eine Cessna gesetzt weil ich hier dem Piloten immer sagen kann: Stop ich will zurück und die Flüge kurz sind.
    Einmal habe ich auch einen Rundflug über Prerow, die Ostsee und den Weststrand gemacht. Als die Maschine dann eindrehte um zurück zu fliegen bekam ich eine wundervolle Panikattacke (weil ich das Gefühl hatte herauszufallen). Da war er wieder – der Kontrollverlust. Der Pilot ist zum Glück ein wenig tiefer gegangen und hat beruhigend auf mich eingeredet – ein bisschen zumindest.
    Es ist jetzt nicht “DIE Lösung”, aber auch eine Möglichkeit.

    Ja auch ich werde nicht drum herum kommen den Passagierflieger zu nehmen, da ich mich tief in meinem Inneren danach sehne Angstfrei die Welt zu sehen.

    • Veröffentlich von Mischa am 18. Mai 2017 um 11:24

      Liebe Nicole,

      ich bin ja inzwischen schon geflogen – und zum Glück nicht in einer Cessna 😉 Ryanair hat mich sehr gut nach Sardinien und zurück gebracht.

      Und wenn du weißt, dass da ein tiefer Wunsch sitzt, dann wirst du über kurz oder lang auch in eine solche Maschine steigen. Mein Tipp: Reservier dir einen Platz mit Beinfreiheit, selbst wenn es mehr kostet. Dann fühlst du dich nicht so eingesperrt und hast ein wenig dein eigenes, kleines Reich. Zumindest bei Ryanair vorne rechts 🙂

      Liebe Grüße
      Mischa

      • Veröffentlich von Nicole am 18. Mai 2017 um 11:39

        Hallo Mischa,

        ich hab deinen Artikel vom September inzwischen gelesen und er hat mir Mut gemacht..so richtig motiviert.
        Danke für den Tipp 🙂

        LG

        Nicole

        • Veröffentlich von Mischa am 19. Mai 2017 um 9:05

          Sehr, sehr gerne 🙂
          Berichte unbedingt, wenn du auch deinen Flugjubler hinter dir hast.

          LG
          Mischa

  35. Veröffentlich von Katharina am 6. Juli 2017 um 23:00

    Hi Mischa, dieser Artikel hätte Wort für Wort auch von mir sein können … 🙂 Ich habe auch Flugangst, obwohl ich durchaus früher schon einige Male mit meinen Eltern in den Urlaub geflogen bin (Türkei, Bulgarien, Mallorca …) geflogen bin. Zuletzt war ich 2011 trotz Flugangst geflogen – nach China! Long story short: Letztlich konnte ich mich überwinden, weil ich UNBEDINGT nach China wollte. So einfach war das.

    Erst dieses Jahr war es wieder soweit und ich setzte mich erneut in ein Flugzeug, und zwar von Berlin nach Zürich. Eigentlich kein “großes Ding” – außer wenn man Flugangst hat, gell 😉

    Ich habe gesehen, dass du dich ja inzwischen auch schon getraut hast – klasse! Trotzdem wollte ich noch teilen was mir geholfen hat, vielleicht hilft es auch jemand anders …

    Mir hat beide Male geholfen nicht allein zu fliegen, sondern mit einer Freundin, die – und das ist wichtig – keine Flugangst hat. Und – auch wichtig – die mich damit nicht aufzieht oder sich lustig über mich macht. Sondern die mich ablenkt und beruhigt, falls nötig.

    Klar, mein Ziel ist es auch irgendwann einigermaßen angstfrei allein fliegen zu können. Die nächsten beiden Flüge – nach Zürich im Oktober und nach London im November – sind aber trotzdem erst mal noch mit einer Freundin. Und danach mal schauen. Ich habe mir schon ein Ticket für ein Event 2018 in San Diego, USA gekauft … bis Oktober kann ich aber noch einen Rückzieher machen und kriege das Geld komplett zurück 😉 Mal schauen …

    Liebe Grüße
    Katharina

    • Veröffentlich von Mischa am 9. Juli 2017 um 5:23

      Hi Katharina,

      danke für deine Offenheit! Das ist in der Tat ein super Tipp, den ich nur bestätigen kann. So wie mit deiner Freundin war es bei mir mit meiner Frau. Die hat einfach akzeptiert, wie es mir in dem Moment ging, hat mich ein bisschen abgelenkt und fertig 🙂

      Was du beschreibst, ist eh das zentrale Element: Lass ich mich von etwas abhalten, was mir super wichtig ist oder nicht? Denn wenn der Fokus stimmt und ich das Ziel im Auge habe, dann zieh ich es auch durch, selbst wenn ich zwischendrin mal Schiss habe.

      Und San Diego 2018? Wenn da nicht mal der gute Tony Robbins seine Finger im Spiel hat 😉

      Liebe Grüße
      Mischa

  36. Veröffentlich von Christian Asemann am 6. Dezember 2017 um 14:28

    Hallo Mischa,
    ich beschäftige mich seit inzwischen 2 Jahren verstärkt mit der “Fast Phobia Cure” aus dem NLP und habe damit einige tolle Ergebnisse bei mir erzielt! Mein Vater hatte davon gehört und selbst einige Kurse besucht um besser mit seinen Mitarbeitern kommunizieren zu können. Einige Zeit später hatten wir dann mal über Zukunftssorgen und Ängste gesprochen und sind auf mein Thema gekommen. Da hat er mir dann ein Seminar geschenkt und ich übertreibe nicht wenn ich sage dass das mein Leben massiv verändert hat!
    Ich hatte früher große Angst vor Gruppen zu sprechen und habe mich unter vielen Menschen auch nie richtig wohl gefühlt. Ein schönes Beispiel wie ich damals damit umgegangen bin:
    Die Klassenbesten sollten jeweils eine kurze Rede auf der Abschlussfeier halten. Nichts großes – nur 2/3 Minuten. Ich habe so lange nach Ausreden gesucht und gebockt bis die Aufgabe schließlich an einen anderen übergeben wurde und hab mich dann richtig scheiße gefühlt. Das haben damals weder die Lehrer, noch meine Freunde verstanden und es war mir auch peinlich darüber zu sprechen.

    Inzwischen habe ich das Thema für mich gelöst. Eine leichte Nervosität ist zwar geblieben, doch die verschwindet i.d.R. schnell sobald ich anfange zu reden. Ich gebe jetzt regelmäßig Seminare im Bereich Patisserie/Chocolaterie vor bis zu 16 Leuten und habe sogar schon ein Referat über Kakaoanbau und Schokoladenverarbeitung auf der Messe “Heim & Handwerk” vor fast 100 Menschen gehalten. 😀

    Hast Du schon Erfahrungen mit der Fast Phobia Cure gemacht? Evtl. hast Du ja einen talentierten NLP-Anwender im Bekannten/Freundeskreis? Ich selbst kann’s nur empfehlen!

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