Hilfe, Freiheit! Warnung vor einer gefährlichen Sucht

Düne von Pylat Freiheit Frankreich

Freiheit ist gefährlich. Deshalb achten Zeit unseres Lebens genug Menschen und Institutionen darüber, dass wir nur keine zu hohe Dosis davon abbekommen.

Als Schutz vor uns selbst haben wir aberwitzig viele Vorschriften, Regeln, Befehle, Ge- und Verbote und moralische Grundsätze einzuhalten. Tun wir das nicht, drohen schlechte Betragensnoten, schreiende Chefs, erzürnte Bürokraten, tratschende Nachbarn oder gar das Fegefeuer.

Bist du ein braver, fleißiger Soldat?

Deshalb passen wir uns an und opfern Stück für Stück unserer Freiheit auf dem Altar des Lebens. Das System will es nun einmal so. Durch alle Institutionen unserer Gesellschaft zieht sich ein roter Faden: Du sollst bitte, bitte ein fleißiger, braver, kleiner Soldat sein, der in Form seiner Arbeitskraft Dienst fürs Vaterland tut, nicht aufmuckt und schön brav konsumiert, damit die Maschine am Laufen gehalten wird.

Oder hattest du jemals ein Schul- oder Studienfach, das dich zu echtem freiheitlichen Denken jenseits der gängigen Schablonen oder zur Selbstständigkeit erzogen hat? Falls ja: Glückwunsch! Bitte schreib mir von deinen Erlebnissen.

Keine weiteren Nachfragen, bitte!

Ich persönlich habe das System auch lange nicht hinterfragt. So zu leben und zu arbeiten, wie es fast alle tun, war normal. Es gab wenige Beispiele in meinem Umfeld, die es anders gemacht haben.

Also stellte sich das Gefühl ein: Du hast deinen Job, deine Vorsehung, keine weiteren Nachfragen nötig. Aber doch, verdammt noch mal, die wären nötig gewesen!

Denn die klassische Büro-Arbeitswelt mit all ihren oft sinnlosen Hierarchien, autoritären Chefs, die aber keine natürliche Autorität ausstrahlen, Gängelungen und Herabsetzungen passt nicht zu mir, meinem Innersten, meinem möglicherweise revolutionär angehauchten Charakter. Ende.

Der Che Guevara in dir

Wie ist es bei dir? Spürst du auch manchmal einen kleinen Che Guevara in dir? Fragst dich, was aus deinen Freiheitsträumen geworden ist, seit du vor 10/15 Jahren mit ein paar Kumpels in einer alten Blechkiste mehrere Wochen durch die Welt getingelt bist und aus dem offenen Fenster „Don’t stop me now“ in den Fahrtwind gegrölt hast? „Atemlos durch die Nacht“ war damals ja zum Glück noch nicht im Handel.

Mir geht es hier nicht darum, meinen Weg als vorbildhaft zu verkaufen. Ganz im Gegenteil: Jeder soll auf seine Art zu leben glücklich werden. Wenn du gerade ein Haus gekauft hast und zwei kleine Kinder daheim sind, ist es vielleicht keine spitzen Idee, deinen Job zu kündigen und allein mit dem VW Bus durch Europa zu reisen. Falls du es doch tust: Die Geschichte interessiert mich!

Täte dir mehr Freiheit gut?

Aber egal, in welcher Lebenssituation du bist: Vielleicht hast du schon einmal darüber nachgedacht, dass dir in dem ein oder anderen Bereich mehr Freiheit gut täte.

Aber dann den Gedanken schnell wieder verworfen, weil du damit gegen herrschende Konventionen verstoßen oder andere Menschen vor den Kopf stoßen könntest. Vielleicht denkst du darüber nach, mal wieder Dinge zu tun, die ein wenig aus dem Rahmen fallen und die du deshalb nicht tust, weil sie dir peinlich sind.

Falls du jetzt sagst: „Alles ein riesen Schmarrn! Ordnung und Sicherheit sind das Wichtigste im Leben. Mehr brauche ich nicht“, dann darfst du jetzt gerne aufhören zu lesen. Falls du aber sagst: „Freiheit ist das höchste Gut. Ich will mehr davon!“, muss ich jetzt eine offizielle Warnung aussprechen.

Denn diese 10 Dinge können dir in echter Freiheit passieren:

  • Du stellst fest, dass dir vollkommen egal ist, was andere Menschen über dich sagen.
  • Du lebst dein Leben nach eigenen Regeln und brauchst keine Experten mehr, die dir erzählen, was du zu tun und zu lassen hast.
  • Du tust manchmal verrückte Dinge, weil es sich gerade gut für dich anfühlt.
  • Du lernst dich und was du wirklich willst, besser kennen, und richtest dich viel mehr danach.
  • Du vertraust dir und deinen eigenen Fähigkeiten und merkst, dass du stark genug bist, dein Leben zu meistern.
  • Du hörst zu träumen auf und fängst an, Träume in die Tat umzusetzen.
  • Du wachst auf, schaust in den Spiegel und stellst fest, dass du dir selbst ins Gesicht siehst und nicht einem Schauspieler, der jeden Tag wieder dein Leben aufführt.
  • Du wirst von anderen Freiheitsliebenden magisch angezogen und lernst völlig neue Menschen kennen.
  • Du merkst, wie dir eine Last von den Schultern fällt, wie du Ketten sprengst, die sich um dich gelegt hatten. Und es fühlt sich verdammt gut an.
  • Du wirst süchtig nach Freiheit.

Also, jetzt kannst du dich entscheiden, ob du meine Warnung ernst nimmst oder nicht.

Ich persönlich kann und will mir kein anderes Leben mehr vorstellen. Und ich frage mich: Bin ich nach meiner Rückkehr resozialisierbar? Wie werde ich nach 6 Monaten wirklich grenzenloser Freiheit in den gewohnten Strukturen zurechtkommen?

Wie lange halte ich es künftig an einem Ort aus?

Oder gibt es eben die gewohnten Strukturen schon deshalb nicht mehr, weil ich ganz anders denke, auftrete, handle? Weil ich anders lebe als früher, neue Ziele habe, sich mein Horizont stetig erweitert? Wie lange halte ich es in Zukunft dauerhaft an einem Ort aus? Wie oft muss ich ausbrechen? Ich warte mit Spannung auf die Antworten.

Nur eins steht fest: Ja, ich bin süchtig nach Freiheit. Und ich habe vor, dieser Sucht in Zukunft gnadenlos zu frönen.

Und wie ist es bei dir: Freiheit oder lieber Ordnung und Sicherheit? Was ist dir lieber? Oder von beidem ein bisschen? Geht das?  Immer her mit deinem Kommentar!

32 Kommentare

  1. Veröffentlich von Steffi am 14. September 2014 um 22:11

    Hallo,
    ich bin Steffi und süchtig!

    Sehr schöner Artikel!
    Ich weiß genau was Du meinst.

    Viele Grüße und weiterhin eine tolle Zeit
    Steffi

    • Veröffentlich von mischone am 14. September 2014 um 22:24

      Hi Steffi,

      dann hängen ja schon zwei an der Flasche der Freiheit 🙂

      Lieben Dank für dein Lob und viele Grüße

      Mischa

  2. Veröffentlich von Nuria am 15. September 2014 um 0:50

    Ja, ich bin auch süchtig. Um meiner Kinder willen habe ich das jahrelang unterdrückt, trotzdem war ich immer anders, immer ein bisschen rebellisch. Und oft auch völlig verständnislos, wenn Kollegen oder Bekannte von ihrem Pauschalurlaub oder der letzten Shoppingtour erzählten – oder sich mit 30 Gedanken um ihre Rente machen. Kann ich nichts mit anfangen. Ich habe jetzt 7 Jahre lang in der gleichen Stadt gewohnt und merke ganz deutlich, ich kann nicht mehr. Und vor allem muss ich nicht mehr, weil die Kinder groß sind. Wünsche dir weiterhin viel Spaß auf deiner Tour.

    • Veröffentlich von mischone am 15. September 2014 um 21:28

      Hi Nuria,

      vielen Dank für deinen Kommentar!

      Wie ging es dir denn all die Jahre damit, als du deinen Freiheitsdrang unterdrücken musstest bzw. wolltest?

      Das mit der Verständnislosigkeit bzw. Pauschalurlaub & Co. kenne ich nur allzu gut. Vielleicht nehme ich mit 75 mal so ein Angebot an. Aber ich hoffe, dass ich dann immer noch fahrfähig bin und irgendwo auf eigene Faust herumcruisen kann 🙂 Anders kann ich mir Reisen nicht vorstellen, als dass ich jeden Tag entscheiden kann, was ich mache und wo ich bin.

      Wo zieht es dich denn als nächstes hin?

      Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinem neuen Aufbruch und schicke liebe Grüße

      Mischa

  3. Veröffentlich von bennybenjo am 15. September 2014 um 9:56

    Alter, was war das denn für ein Artikel????

    – ÜÜÜÜÜÜÜBERAGEND!!!!!!

    Fettes Lob!

    • Veröffentlich von mischone am 15. September 2014 um 21:29

      Mein lieber Freund Benjo,

      da sag ich lieben Dank und freue mich, dass ich dich begeistern konnte!

      Viele Grüße nach Mainz

  4. Veröffentlich von Gaby am 15. September 2014 um 16:45

    Hammer!!! Bin beeindruckt und Dein Sprachstil ist so toll! Sage nur: Atemlos durch die Nacht.
    LG Gaby

    • Veröffentlich von mischone am 15. September 2014 um 21:31

      Hi Gaby,

      bei so einem Kompliment bekomme ich ja gleich rote Fleckchen im Gesicht 🙂 Ganz lieben Dank, und ich hoffe, ich kann dich auch weiterhin begeistern.

      LG Mischa

  5. Veröffentlich von Patrick am 15. September 2014 um 17:12

    Hi Mischa,

    sehr toller Artikel, sprichst mir aus der Seele, absolut auf den Punkt gebracht. Gesellschaftliche Zwänge, Konsum, “Dinge, die man eben so macht”. So vieles hindert uns, zu tun, was wir wirklich wollen – wenn wir überhaupt noch wissen, was.

    Vor 3 Jahren hat mir ein Roadtrip durch die USA die Augen geöffnet und lässt mich seitdem nicht mehr los. Auch und vor allem durch dieses Gefühl der Freiheit! Nachts einfach die Karre geparkt, wenn die Augen müde wurden, morgens vor einer neuen, genialen Kulisse aufgewacht.

    Dieses Gefühl will ich wieder haben und dann nicht nach 2 Wochen wieder abgeben müssen. Ich bin leider noch nicht so weit wie du, aber ich hab schon einiges angestoßen und verändert. Durch deine Geschichte(n) fühle ich mich bestätigt.

    Hau rein, ich freu mich auf die weiteren Berichte!

    Viele Grüße,
    Patrick

    • Veröffentlich von mischone am 15. September 2014 um 22:28

      Hi Patrick,

      danke für deinen Kommentar!

      Roadtrip durch die USA klingt auch genial. Genau wie das von dir beschriebene Gefühl von Freiheit in diesen Momenten. Das kenne ich zu gut.

      Magst du noch etwas erzählen, was du angestoßen hast bzw. was du so vorhast? Würde mich interessieren.

      Liebe Grüße und weiter viel Freude mit dem Blog

      Mischa

      • Veröffentlich von Patrick am 16. September 2014 um 16:11

        Hi Mischa,

        die genialen Landschaften dort können nicht anders, als zu faszinieren. Sie haben mich zu meiner großen Leidenschaft für Natur-Fotografie geführt. Zum ersten Mal habe ich seitdem das Gefühl, etwas am liebsten jeden Tag tun zu wollen. Zwar klappt das noch nicht ganz, aber ich versuche, mich anzunähern.

        Nächste Woche starte ich zum ersten Mal eine längere Fahrrad-Tour, das Fahrradfahren habe ich nämlich durch die Fotografie auch wiederentdeckt und kombiniere seitdem beides. Geplant ist ein Monat, doch wenn es den erwarteten Spaß bringt, sollen weitere folgen und vielleicht irgendwann so lang werden, wie deine Tour 🙂 Einen Blog möchte ich dann auch eröffnen, ich arbeite schon am Konzept.

        Ich könnte noch ewig erzählen und mit Dir darüber diskutieren, welche positiven Effekte solche Reisen auslösen. Aber ich will fürs Erste den Rahmen eines Kommentars nicht sprengen. Die Natur ist jedenfalls der beste Ort, um das Verlangsamen wieder zu erlernen, und um daraus ein neues (Selbst-)Bewusstsein zu entwickeln! Dabei ging es mir auch vorher nicht schlecht, aber plötzlich sehe ich echte Ziele in diesem Leben und daraus entsteht eine ganz neue Qualität.

        Viele Grüße,
        Patrick

        • Veröffentlich von mischone am 16. September 2014 um 19:10

          Hi Patrick,

          das klingt sehr, sehr gut! Sich bewusst zu werden, was die wirkliche Leidenschaft ist, wofür man brennt, wofür es sich jeden Tag lohnt aufzustehen, ist unheimlich wichtig. Natur, Fotografieren, Radfahren, bewusst mal entschleunigen: Das alles sind Dinge, die mich auch faszinieren und aus denen ich Kraft ziehe (wobei bei meinen Fotografierqualitäten noch einiger Spielraum nach oben ist …).

          Ich finde deinen Weg sehr spannend, den du eingeschlagen hast, und hoffe, auch weiterhin von dir zu lesen. Spätestens, wenn dein Blog online geht, musst du dich melden 🙂

          Liebe Grüße

          Mischa

          • Veröffentlich von Patrick am 17. September 2014 um 12:05

            Ich muss gar nichts, hahaha 🙂 Aber mach ich natürlich trotzdem, verlass Dich drauf!



          • Veröffentlich von mischone am 17. September 2014 um 15:49

            Guter Konter 🙂 Ich freu mich auf alle Fälle darauf!



  6. Veröffentlich von chris am 16. September 2014 um 14:24

    Hi Mischa,

    du sprichst mir aus der Seele. Ich habe dieses Jahr 1 Monat lang einen Europa-Trip gemacht. Es gab nichts schöneres, unendlich viele Kulissen usw…. es war befreiend, überwältigend.

    Jetzt sitzte ich wieder bei meinen 8 Stunden Job / Tag und frage mich, war das alles? Ich bin zwar dankbar für die Arbeit, aber….. naja…. das die Welt nicht das ist wie sie scheint… dürfte vermutlich jeden klar sein, Finanzen, Politik, Medien, Kirche, Großkonzerne, alles nur Farce…..

    Wie aber ändert mein selben, wenn man selbst ein Teil dieser “Konsumierenden-Gesellschaft” ist….

    Greetz CHRIS

    • Veröffentlich von mischone am 16. September 2014 um 19:24

      Hi Chris,

      lieben Dank für deinen Kommentar. Wo warst du denn in Europa überall?

      Das Gefühl, zurückzukommen und zu fragen: “Ist das alles?” kenne ich zu gut. Du musst dir halt die Frage stellen, ob dich deine Arbeit auf Dauer weiterbringt, oder eben nur dazu da ist, dass die Kohle stimmt. Geld ist natürlich nötig, doch letztlich kannst du auch abzüglich vieler unnötiger Konsumausgaben ein einfaches, bescheidenes Leben führen, das dich trotzdem glücklich macht. Oder vielleicht sogar eine Leidenschaft finden, mit der du richtig viel Geld verdienst. Alles ist möglich, wenn man über den Hamsterkäfig hinaussieht.

      Bezüglich der Welt, die du eine Farce nennst, habe ich ein gutes Rezept: Lies keine Zeitung, hör kein Radio, schau keine Nachrichten. Das mache ich seit Monaten und vermisse nichts, aber auch wirklich gar nichts. Kümmer dich nur noch um die Infos, die für dich, dein Leben, deine Hobbys wichtig sind, und dir geht es viel besser.

      Du wirst unsere Konsumgesellschaft nicht ändern. Aber du kannst Tag für Tag entscheiden, wie sehr du mitmachst oder nicht. Anstatt shoppen zu gehen, was bei uns ja perverserweise als “Hobby” Anerkennung findet, gehst du raus, machst Sport, spielst ein Instrument, lernst eine Sprache, meditierst, liest ein Buch oder schaust einfach nur in die Luft. Wir wär das?

      Liebe Grüße

      Mischa

  7. Veröffentlich von chris am 16. September 2014 um 14:25

    ändert man sein Leben…. so 😉 in der Eile niedergeschrieben 🙂

  8. Veröffentlich von Klaus Härtel am 16. September 2014 um 21:37

    Hi Mischa,
    ich beglückwünsche Dich zu Deinem Weg und wünsche Dir auf Deiner Reise die bestmöglichen Erkenntnisse auf Deinem Weg (zu Dir selbst). Nichts ist schlimmer als sich ein Korsett zwängen zu lassen, in das man nicht reinpasst. Ich wünsche jedem Menschen, dass er seine eigene Freiheit für sich findet und … danach handelt!! Und sich nicht wieder von Zwängen von Außen, von Neidern und Angsthasen, von Zweiflern und Sicherheitsfanatiker wieder von dem eingeschlagenen Weg abbringen lässt. Du bist auf dem besten Weg, Deine Freiheit nicht nur zu entdecken, sondern sie auszuleben. Ich bin sehr gespannt, was zu bei Deiner Rückkehr (kommst Du zurück?) zu berichten hast. Ich wünsche Dir wunderbare Erfahrungen und wundervolle Begegnungen und schicke Dir die herzlichsten Grüße. Dein Nachbar Klaus

    • Veröffentlich von mischone am 17. September 2014 um 15:47

      Hi Klaus,

      wie schön, von dir zu hören! Danke für deine tollen und mutmachenden Worte.

      Und das “Kommst du zurück?” kann ich dir mit einem klaren Ja beantworten. Allein schon, um meine super Nachbarn wiederzusehen und sie tagelang mit meinen Reisegeschichten zu nerven 🙂 Freu mich sehr auf ein Wiedersehen.

      Liebe Grüße und bis bald

      Mischa

  9. Veröffentlich von Klaus am 14. Oktober 2014 um 21:45

    Hi!

    Ich bin 40 und hab’ das Reisen gerade erst für mich entdeckt. Spätstarter irgendwie. Bin gerade von einem Zweiwochentrip (Backpacking von Hostel zu Hostel) in UK/Ireland zurück und kann an kaum was anderes denken als das schnellstmöglich und für längere Zeit zu wiederholen. 😉

    Ich denke echt drüber nach das für weit längere Zeit als nur einen Urlaub zu machen. Da ich eh bald wieder Freelancer sein werde, kann’s vielleicht sogar funktionieren …

    Kann Deinen 10 Punkten nur uneingeschränkt zustimmen.

    Cheers!

    • Veröffentlich von mischone am 18. Oktober 2014 um 9:39

      Hi Klaus,

      besser spät als nie! Ich sehe es immer so: Dann war halt früher noch nicht die richtige Zeit dafür.

      Ich freue mich für dich, dass du diese neue Leidenschaft entdeckt hast und wünsche dir, dass du Reisen und Freelamcer gut unter einen Hut bringst. Ich denke, es gibt kaum Besseres als diese Kombination.

      Vielen Dank für deinen Kommentar und liebe Grüße

      MIscha

  10. Veröffentlich von Thorsten am 6. Dezember 2014 um 1:56

    Für mich ist es keine Frage: Wer den Geschmack der Freiheit einmal genossen hat, bekommt Durst auf mehr. Und Durst ist für mich etwas natürliches, was ich keinesfalls unterdrücken werde. Deswegen spreche ich hier auch nicht von einer Sucht 😉

    Mein Weg in die Freiheit startete auf der obligatorischen Studienreise im letzten Jahrgang vor dem Abi. Fahrradtour Schlösser der Loire. Meine Mitreisenden alle mit Leistungskurs Französisch. Ich hatte dagegen zwei Jahre zuvor erst in der Oberstufe mit Französisch angefangen.

    Die Tour war recht straff organisiert, die tägliche Ration Kultur obligatorisch. In einem der Schlösser hatte ich dann ein kleines Erlebnis, das trotzdem für mich zum Schlüsselerlebnis werden sollte. Mein Blick fiel auf ein fremdes Mädchen, das mich mit ihrer Ausstrahlung anzog. Wie gerne hätte ich sie einfach angesprochen, vielleicht auf ein Eis eingeladen. Einfach nur aus Neugierde zu entdecken, wer sie wohl war und was mich an ihr faszinierte. Leider zogen wir mit unserer Führung weiter. Das Gerede um die ganzen Ludwigs zog nur an mir vorbei. Meine vage Hoffnung, sie am Ende des Rundgangs wiederzusehen, löste sich in Nichts auf. Und ob dieser entgangenen Gelegenheit wuchs in mir ein innerer Entschluß: In Zukunft würde ich jederzeit ganz alleine bestimmen, ob ich mich irgendeinem toten Ludwig oder einem unbekannten Mädchen zuwenden würde.

    Am vorletzten Tag der Fahrradtour bot sich dann für mich eine erste Chance. Bis auf eine obligatorische Besichtigung am Vormittag sollten wir einen freien Tag haben. Die meisten wollten in der Gruppe in die nächste Stadt radeln. Ich hatte aber entdeckt, dass es eine Busverbindung vom Campingplatz in die Stadt gab. Und so fragte ich unseren Lehrer, ob ich mich von der Gruppe abkoppeln und stattdessen den Bus nehmen könnte. Irgendwie gefiel ihm wohl mein Mut, mich trotz meiner bescheidenen Französischkenntnisse in das “Abenteuer” zu stürzen. Jedenfalls bekam ich grünes Licht für meine Solotour.

    Auch wenn die Tour selbst eher banal war, erinnere ich mich bis heute noch an meine erste Lektion daraus: Gelebte Freiheit schafft mir eine Sicherheit, die mir keiner rauben kann – nämlich Selbstsicherheit!

  11. Veröffentlich von Wibke am 11. September 2015 um 17:45

    Hey Mischa,

    richtig guter Artikel. Ich bekenne mich übrigens in dem Fall auch als süchtig. Einmal in den Genuss der Freiheit gekommen, kann man schon fast nicht mehr anders, als mehr davon zu wollen. Zumindest geht es mir so.

    Beste Grüße,
    Wibke

    • Veröffentlich von Mischa am 13. September 2015 um 14:12

      Hi Wibke,

      dankeschön und auf dass wir unserer Sucht noch lange frönen mögen! 🙂

      Liebe Grüße

      Mischa

  12. Veröffentlich von Lukas Hartner am 12. März 2016 um 14:38

    Reisen ist schon etwas unglaublich Tolles. Ich hab vor zwei Jahren meine erste Dubai-Reise gemacht, ganz allein in der fremden grossen Welt. War begeistert, dank meinem Job als Freelancer kann ich jetzt reisen und währenddessen arbeiten, was wirklich grossartig ist, wenn man darüber nachdenkt. Und ja – ich bin definitiv auch süchtig nach dem Gefühl, an einem völlig neuem Ort angekommen zu sein, und mal alles für sich selbst zu entdecken, das ist wahre Freiheit für mich.
    Alles Gute

  13. Veröffentlich von Mischa am 12. März 2016 um 19:05

    Hi Lukas,

    wahre Freiheit ist das Größte – egal, ob in der großen weiten Welt oder zuhause im Home-Office. Ich möchte auch nicht mehr tauschen.

    Liebe Grüße
    Mischa

  14. Veröffentlich von Lukas Hartner am 12. März 2016 um 19:14

    Noch eine Frage: Wie genau überlebst du, woraus beziehst du dein Einkommen? Lebst du von deinen Ersparnissen, bist du Privatée oder hast du ein ortsunabhängiges Business (du hast angegeben, dass du selbstständig bist, ich war mir nicht sicher wie du das meinst)?
    Mit besten Grüßen

    • Veröffentlich von Mischa am 13. März 2016 um 12:03

      Ich überlebe, indem ich atme, esse, trinke und schlafe 😉

      Und mein Einkommen beziehe ich zum Großteil aus Freelancer-Tätigkeit als freier Journalist und Texter und ähnlich gelagerten Aufträgen. Ich arbeite ortsunabhängig, schreibe gerade an einem Buch, habe ein ganz kleines passives Einkommen, das ich im Lauf der Zeit ausweiten will.

      Zu der Frage Blog und Geld verdienen schreibe ich aktuell einen Artikel, der noch heute erscheinen wird.

  15. Veröffentlich von Bernd am 30. Juni 2017 um 13:59

    Mega Artikel.
    Super Lektüre in der Mittagspause, jetzt schnell zurück an die Ruder sonst meckert der Chef.
    Eines Tages….

    • Veröffentlich von Mischa am 2. Juli 2017 um 6:58

      Danke, mein Freund!
      Eines Tages wird aus einem Traum Realität. Wenn die scheiß Angst der Zuversicht weicht, das jetzt was Neues dran ist – und dass das Neue genau das Richtige ist …

  16. Veröffentlich von maja am 2. Juli 2017 um 0:09

    Angefixt… aber völlig seit Arco… und ich denke das ist die erste Sucht die ich pflegen und nähren werde… mein Vormacher-Engel ❤

    • Veröffentlich von Mischa am 2. Juli 2017 um 6:57

      Jaaa, ein weiser Entschluss, du Lieblings-Nachmacher-Engel! <3 Manche Sucht macht richtig Freude 🙂

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