Sei peinlich und genieße es

Sei peinlich! (und genieße es)

„Oh ist das peinlich!“ – „Hast du den gesehen? Oh, ist der peinlich!“ – „Schau mal, wie die rumläuft. Oh, ist die peinlich!“ Das hast du noch nie gesagt? Glaub‘ ich dir nicht.

Schließlich wachsen wir doch in einer Gesellschaft auf, in der nichts so ungern gesehen wird wie das Ausscheren aus der Masse. Schwimmt jemand nicht mit im Strom, hat er sehr gute Chancen, nach unseren gesellschaftlichen Normen als peinlich zu gelten.

Das kann seine Kleidung betreffen, seine Frisur, sein Haus, seine politische Gesinnung, sein Lachen, sein Tanzen, ja so ziemlich alles. Aber wenn wir ständig Angst davor haben, dass wir etwas Peinliches tun, dann schränken wir unsere Freiheit völlig unnötig ein. Deshalb mein Aufruf:

Lasst uns peinlich sein!

Okay, du willst wissen, wie ich „peinlich“ definiere. Also das „peinlich“, über das ich schreibe, ist wie oben beschrieben. Du tust alles dafür, nur nicht aufzufallen – anderenfalls ist es dir peinlich.

Tanzen, wenn sonst noch niemand auf der Tanzfläche ist? Peinlich! Die anderen könnten ja über den eigenen Tanzstil lästern. Laut mitsingen, wenn irgendwo ein tolles Lied läuft oder selbst anfangen zu singen, wenn einem gerade ein toller Song in den Sinn kommt? Peinlich! Beim Fußballschauen in der Kneipe mal was laut in den Raum zu schreien? Peinlich! Die neon-grüne Hose anziehen? Peinlich!

Nicht falsch verstehen: Es geht nicht darum, auf Teufel komm raus aufzufallen. Die Zeitgenossen, die so durch die Welt poltern, ohne zu merken, dass es links und rechts des Weges auch noch andere Menschen gibt, sind mir auch zuwider.

Die im Restaurant über zehn Tische hinweg der Bedienung nachschreien, weil sie glauben, dass sie die wichtigsten sind. Die immer einen Ticken zu laut, zu protzig, zu selbstverliebt sind.

Wen interessiert die Meinung deiner Nachbarn?

Mir geht es darum, dass wir uns ständig selbst in den Möglichkeiten der Lebensfreude beschränken, weil wir dieses Wort „peinlich“ im Hinterkopf haben.

Nur nicht auffallen wollen aus Angst vor der Reaktion der anderen. „Was werden nur die Nachbarn sagen?“ Ehrlich gesagt: Wen interessiert’s? Es reicht doch, dass schon genug Leute ihr Leben kaputt gemacht haben, weil sie ihr Augenmerk weniger auf sich als auf die Ansichten ihrer Nachbarn gerichtet hatten.

Deine Nachbarn könnten es peinlich finden, wenn du im Garten Qi-Gong machst? Ja und? Dass du in der Unterhose auf dem Balkon stehst? Ja und?

Wenn sie nicht mehr Interessen in ihrem Leben haben, als über dich und andere Nachbarn zu lästern, können das doch auch nicht die Menschen sein, auf deren Meinung du irgendeinen Wert legst oder dich danach richtest.

Du wirst sichtbar

Was ist der Vorteil daran, peinlich zu sein, fragst du? Ganz einfach: Du wirst sichtbar. Kennst du den Film „Eine Insel namens Udo“? Da wird der durch und durch unscheinbare Kaufhausdetektiv Udo erst dann sichtbar, als er sich mit vollen Zügen in das Leben und die Liebe stürzt – einige peinliche Momente inklusive.

Und so kann es dir auch gehen. Du kannst mit 50 anderen Leuten um die leere Tanzfläche herumstehen und warten, dass endlich jemand anderes zu tanzen beginnt. Oder du gehst selbst als Erster drauf, schließlich läuft gerade dein Lieblingslied. Du wirst dich den ganzen Abend ärgern, wenn du es nichts tust.

Aber wenn du dir den Ruck gibst, sind alle Augen auf dich gerichtet. Genieße es – du bist sichtbar! Du tust es für dich und dein gutes Lebensgefühl.

Die Yoga-Tuschler

Ich habe über all die Jahre zur Gruppe der Abwarter, Zuschauer, Nicht-auffallen-Woller gezählt. Und deshalb darf ich dir mit Freude mitteilen, dass der andere Weg besser ist. Einen sich selbst und das Leben besser spüren lässt.

Beispiele gefällig? Was meinst du, wie oft die Leute kichernd vorbeilaufen oder irgendwas tuscheln, wenn ich beim Yoga oder beim Meditieren auf dem Campingplatz, dem Bootssteg, am Strand oder im Wald öffentlich sichtbar bin? Und was meinst du, wie egal mir das ist?

Früher hätte ich das nicht für viel Geld gemacht. Aber soll ich immer kilometerweise fahren, bis mir keiner mehr zusehen kann? Ich tue es für mich, es tut mir gut, basta.

Fünfminütiger Ausdruckstanz in der Fox-Disco

Zum Thema Tanzen habe ich auch noch eine Anekdote. Beim Besuch von Freunden in Ostfriesland sind wir in einem abgefahrenen Disco-Fox-Schuppen gelandet (nicht immer sind die Tipps, die man bekommt, Gold wert).

Zuerst waren wir aufgrund des Interieurs geschockt und aufgrund der anderen Gäste etwas befremdet, weil wir uns vorkamen wie Kindergartenkinder auf einem 80. Geburtstag.

Dann haben wir aufgrund der ganzen Szenerie angefangen zu lachen, mehrere Minuten lang und so laut, dass alle auf uns geschaut haben. Und dann haben wir gelost, wer fünf Minuten lang allein auf die leer gefegte Tanzfläche muss. Richtig, ich.

Noch fernab von alkoholischer Enthemmtheit habe ich mir einfach gedacht: Nutz die Chance, dieses Publikum bekommst du kein zweites Mal mehr. Und habe einen fünfminütigen Ausdruckstanz hingelegt, sodass alle Augen in dem Club auf mich gerichtet waren, wie mir meine beiden Begleiter hinterher erzählt haben.

Früher wäre das für mich maximal peinlich gewesen, dort habe ich es genossen (und hinterher sogar Komplimente bekommen).

Das Fazit

Lass dich in deinem Leben bitte nicht von dem einschränken, was du glaubst, dass andere Menschen über dich sagen könnten. Aus ihnen spricht meist nur der Neid, weil sie selbst nicht sichtbar werden wollen und es ihnen deshalb unheimlich ist, wenn jemand aus der Masse ausschert.

Also zeig dich, mach dich sichtbar, hörbar, erlebbar. Wirklich peinlich sind nur die, die sich nie trauen, das zu tun, was sie eigentlich gerade wollen – nur aus Angst vor den Reaktionen anderer.

Peinlich sein tut gut und macht unheimlich lebendig. Probiere es aus!

Bist du auch schon einmal über deinen Schatten gesprungen und hast dich einer Situation ausgesetzt, die in deinem internen Wertesystem als „peinlich“ verankert war? Falls ja, würde ich mich über einen Kommentar freuen. Ich selbst habe durchaus auch noch weitere Beispiele auf Lager …

30 Comments

  1. Veröffentlich von Christel Gabler am 27. Juli 2014 um 16:53

    Hallo MIscha, was macht man an einem verregneten Sonntagnachmittag ? Sich endlich einmal die Zeit nehmen und auf deine Seite klicken. Ich bin begeistert !!!! Von allem! Deinen Beiträgen, deinen Fotos. Ich schau gerade, auf meinem Komfortsessel sitzend, etwas wehmütig aus Fenster und spüre dem nach was so alles an Gefühlen auftaucht. Das kann ja heiter werden! Ich wünsche dir viele schöne Begegnungen , werde jetzt öfter auf deine Seite klicken ( muss aber nicht!) , von dir gelernt. Bin ja auch noch im Alter lernfähig . Liebe Grüße Christel

    • Veröffentlich von mischone am 27. Juli 2014 um 20:38

      Hi Christel,
      ach, ich liebe verregnete Sonntagnachmittage in Deutschland, da habe ich immer am meisten Leser 🙂
      Freut mich sehr, dass dir mein Blog gefällt. Und ich denke oft an die Menschen daheim, mit denen ich vor meinem Abschied so tolle und intensive Gespräche hatte, also natürlich auch an dich.
      Eins MUSS ich dir aber sagen: Glaub nicht alles, was ich schreibe. Natürlich musst du ab jetzt öfter auf meine Seite klicken 🙂 Und über Kommentare von dir freue ich mich besonders.
      Ganz liebe Grüße
      Mischa

  2. Veröffentlich von Nima am 27. Juli 2014 um 20:42

    Hi Mischa,
    wie du weit, verfolge ich deinen Blog sehr gerne und dieser Artikel spricht mir aus der Seele!
    Ich kann ein Beispiel beisteuern, in dem es darum ging, zu meinen eigenen Werten zu stehen und keinem Gruppenzwang zu folgen. “Peinlich” kann aus meiner Sicht nämlich auch bedeuten, sich Zwängen zu unterwerfen und sich nicht zu trauen, “Nein” zu sagen.
    Die Siutation war während meiner Coachingausbildung. Nach dem Mittagsessen sollte ein obligatorisches “Wieder-Wach-Werden”-Spiel gespielt werden, das mir einfach absolut blöd war. Da es sich aber so gehört, daran teilzunehmen, haben alle brav mitgemacht.
    Ich habe als einzige gesagt, dass ich darauf wirklich keine Lust habe, aber die Gruppe dabei auch nicht stören werde und habe mich ruhig an den Rand gesetzt. Daraufin meinte der Ausbildungsleiter, dass ich vielleicht noch etwas an meinem Selbstbewusstsein arbeiten müsse, um mich so etwas “zu trauen”.
    Daraufhin habe ich gesagt: “Vielleicht bin ich die einzige, die so viel Selbstbewusstsein hat, dass sie sich traut “nein” zu sagen”
    Ist es peinlich, mitzumachen oder peinlich, am Rand zu sitzen?

    Ansonsten entspricht dein Post voll und ganz meiner Lebensphilosophie, klasse!
    Aber

    • Veröffentlich von mischone am 27. Juli 2014 um 21:32

      Hi Nima,

      irgendwas hat es da am Ende deines Kommentars abgeschnitten (oder sollte das “Aber” weg?). Falls dem so ist, bin ich natürlich noch auf den Rest des Kommentars gespannt.
      Aber das, was du erlebt hast und wie du reagiert hast, ist genau der springende Punkt: Sich einfach einmal trauen auszuscheren. Bestimmt haben die Teilnehmer hinterher daheim erzählt, dass da eine nicht bei dem tollen Spiel mitgemacht hat. Dir dagegen war es egal und du warst wahrscheinlich stolz, den Schritt gewagt zu haben. Ich finde die Story klasse.
      Und natürlich war das ein Ausdruck von Selbstbewusstsein und hat dieses dadurch noch weiter gestärkt. Jede solcher Aktionen bringt uns einen Schritt weiter.
      Freut mich sehr, dass ich dir mit dem Artikel etwas Gutes tun konnte und schicke liebe Grüße nach Augsburg
      Mischa

  3. Veröffentlich von Natascha am 27. Juli 2014 um 20:42

    Hi Micha,

    mal wieder ein Post nach meinem Geschmack … 😉

    Super geschrieben, musste ja paar mal lachen, konnte mir deine Tanzeinlage so richtig gut vorstellen.

    Weiter so … 🙂

    Liebe Grüße
    Natascha

    • Veröffentlich von mischone am 27. Juli 2014 um 21:33

      Hi Natascha,

      danke, danke, ich musste beim Schreiben auch wieder drüber lachen. Das war einfach eine so bizarre Szene 🙂

      Liebe Grüße

      Mischa

  4. Veröffentlich von Kirsten am 27. Juli 2014 um 21:18

    Ach Mischa, die Überschrift hat mich doch sofort abgesprochen und ich muss einfach nur kurz dazu Stellung nehmen..: Ich kann mich an ein paar herrliche Ausdruckstänze mit dir gemeinsam erinnern… Gute Zeit noch, LG Kirsche

    • Veröffentlich von mischone am 27. Juli 2014 um 21:36

      Hi Kirsche,

      ach, da kann ich mich doch auch noch sehr gut dran erinnern. Waren quasi meine Trainingseinheiten für den großen Tag in Ostfriesland 🙂

      Liebe Grüße

      Mischa

  5. Veröffentlich von Annika am 27. Juli 2014 um 22:25

    Hallo Mischa,
    das ist ein ganz toller Artikel und ich kann auch von einer echt peinlichen Situation berichten. Es war damals einer meiner Studentenjobs und ich musste in einem magentafarbenen ganzkörper-overall und einem überdimensioniertem Ball um meinen Bauch Flyer verteilen. Mann war das peinlich. Aber nach ein paar Tagen hatte ich mich an das Kostüm und die blöden Kommentare gewöhnt und hatte auch selbst mal einen Spruch auf Lager. Ich hab mich einfach selbst etwas belächelt und das ganze nicht mehr so ernst genommen. Im Nachhinein bin ich durch diese Aktion selbstsicherer geworden und habe auch etwas über mich selbst gelernt.
    Viele Grüße
    Annika

  6. Veröffentlich von mischone am 28. Juli 2014 um 10:07

    Hi Annika,
    das Kostüm stelle ich mir gerade bildlich vor und muss grinsen. Das Wichtigste ist doch, dass man eben die blöden Kommentare irgendwann ausblendet. Denn es ist doch egal, was du machst und wie du es machst: Irgendjemand hat immer einen blöden Kommentar. Deshalb ist es doch am besten, wenn man da gar nicht mehr hinhört und sich schon gar keinen Kopf deswegen macht.
    Danke für das Lob. Freut mich, dass dir der Artikel gefallen hat.
    Liebe Grüße
    Mischa

  7. Veröffentlich von Stecki am 6. August 2014 um 22:14

    Hi Mischa.
    Danke für den Bericht der mich inspiriert hat auch mal wieder nen Post bei dir zu hinterlassen. Hab mich in dem Bericht sehr wieder gefunden und festgestellt dass ich schon oft wahnsinnig peinlich in dem Sinne war, den du beschreibst. Und es war mir ständig egal, weil ich mich dabei immer wohl gefühlt habe und ich trotz der Peinlichkeit war, dennoch der war, der ich sein wollte. Auch im Nachhinein gesehen. Diese Erkenntnis hat mir auch dieser Bericht wieder gezeigt. Danke für diese Erkenntnis, die deine Gedanken mir beim Lesen gebracht haben. Gutes Beispiel für Leute die sich noch nicht so trauen, wie du es mittlerweile als Profi tust ist meiner Meinung nach der Fasching. Da ist es schnell auch mal erlaubt, peinlich zu sein in der ein oder anderen Verkleidung, die eigentlich gar nicht geht. Wenn man diese kleine Portion Peinlichkeit und das Gefühl dabei in sich beobachtet, klappt s vielleicht auch mal beim nächsten Versuch im real life.
    So denn. Danke und bleib auf Tour. Ich freu mich über weitere Gedankenanstösse von dir. Take care und gut Nacht.
    Stecki

    • Veröffentlich von mischone am 7. August 2014 um 15:56

      Servus Stecki,

      schön, wieder von dir zu hören. Das ist natürlich eine besondere Gabe, wenn einem das schon von Beginn an egal ist, was die anderen denken. Aber wie du sagst: Man kann das auch mit kleinen Dingen üben und dabei feststellen, dass peinlich sein gar nicht peinlich sein muss. Und da hat man doch allemal mehr vom Leben – und auch zu erzählen – als wenn man sich immer nur versteckt.

      Freu mich, dass dir der Gedankenanstoß geholfen hat und bis zum nächsten Mal

      Hau rein und Grüße nach UO

      Mischa

  8. Veröffentlich von Thorsten am 27. November 2014 um 23:38

    Für mich war und ist ein grosser Vorteil vom Alleinereisen, dass ich verrückte Dinge einfach ausprobieren kann, ohne auf mein etabliertes soziales Umfeld Rücksicht nehmen zu müssen. Auf diese Art konnte ich meinen Ausstieg aus dem bürgerlich-konservativen Mausgrau meiner Jugendjahre schrittweise vollziehen.

    Als zu jener Zeit überzeugter Nicht-Flieger bin ich viel mit Zug, Bus und Fähre gereist. Lange Fährpassagen waren mein absoluter Liebling. Zuerst Karaoke (yes, I did it my way), anschließend tanzen bis in die frühen Morgenstunden. Solo oder auch im heißen Flirt mit skandinavischen Frauen, die laut Pass wohl ihre 20- 30 Jahre älter als ich waren. Egal, tanzen taten sie wie mit 17 (was mir, angenehmer Nebeneffekt, bereits in frühen Jahren die Angst vor dem Altern nahm). Dann ein paar Stunden Nachtschlaf am Treppenabsatz auf Deck 1. Nein Geld für teure Kabinen hatte ich damals wirklich nicht übrig.

    Lieber investierte ich das übriggebliebene Kleingeld in einen weiteren Wochenendtrip nach London – die berühmten Billigbusse mit dem Regenbogen. Tagsüber über die Flohmärkte ziehen. Nachts dann mit den Punks am Camden Lock sitzen, Bier trinken und über Gott und die Welt philosophieren. Eine für mich auch passende Gelegenheit, mich im Neinsagen zu üben. Auch wenn es mich noch so gereizt hätte, habe ich einem Punkmädchen doch den Wunsch abgeschlagen, mir in den frühen Morgenstunden vor der Rückfahrt noch einen Irokesenschnitt zu schneiden. Dafür war mein Abnabelungsprozess von dem, was “die Leute” über mich sagen würden, einfach noch nicht reif genug. Aber mit dem Edding coole Sprüche auf meine Jeans zu malen, da wollte ich ihr gar nicht widerstehen. Eine gute Lektion dabei: Mit einem ehrlichen Nein kickst Du Dich nicht gleich aus der Gruppe.

    Heute wäre ich sicher verrückt genug für die Aktion mit dem Irokesen, aber der hätte mittlerweile eine deutliche Nullstelle am Hinterhaupt. Na, mal schauen, was die demnächst anstehende zweite Halbzeit bringt 😉

    • Veröffentlich von Mischa am 28. November 2014 um 12:00

      Ich sehe, du hattest eine sehr lebhafte Zeit als End-Jugendlicher und junger Erwachsener 🙂 Auch wenn ich weiß, dass Zurückschauen nichts bringt, beneide ich dich ein bisschen darum und hätte auch gerne ein paar mehr verrückte Sachen gemacht. Aber ich habe mich durch meine Angst immer ein wenig ausgebremst.

      Auf alle Fälle kann man gar nicht genug verrückte Dinge tun. Das macht doch das Leben erst lebenswert!

  9. Veröffentlich von Thorsten am 27. November 2014 um 23:47

    Stichwort London: Passend zu Thema ein faszinierendes Video von Jamie Smart. The Pizzawalk: http://youtu.be/0hMM0_0dXq4

  10. Veröffentlich von keoki am 21. Januar 2015 um 1:58

    Danke Mischa. Du sprichst mir soo sehr aus dem Herzen!!:)

    • Veröffentlich von Mischa am 21. Januar 2015 um 12:00

      Immer wieder gerne, Nils 🙂

  11. Veröffentlich von Kat am 15. Mai 2015 um 12:12

    Hi Mischa,
    dein Artikel bringt mich zum Schmunzeln. Danke dafür.
    Sollte mir mal ein “peinliches Missgeschick” passieren, steh ich mit einem Lächeln dazu. Wer dann mitlächeln will, ist herzlich dazu eingeladen. Mit allen anderen humorlosen Zeitgenossen will ich meine Zeit nicht vergeuden.
    Seit ich diese “Taktik” anwende, ist mir vieles nicht mehr peinlich…
    Aber Achtung: Suchtgefahr!
    Viel Spass beim…Geniessen
    Kat

    • Veröffentlich von Mischa am 15. Mai 2015 um 12:23

      Hi Kat,

      gern geschehen! Das ist für mich das größte Kompliment, wenn ich meinen Lesern ein Lächeln aufs Gesicht zaubern kann 🙂

      Und deine Taktik ist richtig gut. Im allerersten Moment finde ich das mit dem Lächeln schwierig, da flucht man doch manchmal kurz. Aber dann liegt es an einem selbst, ob man sich reinsteigert und runterziehen lässt oder es eben wie du mit einem Lächeln quittierst. Die schönste Sucht der Welt :

      Ganz liebe Grüße

      Mischa

  12. Veröffentlich von Stilli am 22. Mai 2015 um 17:31

    Hallo Mischa,

    ich habe beim lesen deines Artikels festgestellt, das ich es irgendwann mal verlernt habe peinlich zu sein. Ich kann mich gerade ernsthaft erinnern, wie mir das mal äußerst Freude bereitet hat. Mir sind heute einige Artikel auf Deiner Seite unter die Augen gekommen. Und ich erinnre mich mit jedem Artikel mehr an den, der ich mal war. Und an den der ich unbedingt werden wollte. Leider habe ich bis jetzt nur geschafft der zu sein, der ich immer sein sollte. Irgendwann, ich weis nicht wann, hab ich mich gehen lassen. Aus Angst. Ich habe nicht mehr um mich gekämpft. Ich war irgendwann der, dem nur noch die Peinlichkeiten der Anderen aufgefallen sind.
    Allerdings war ich da auch peinlich, aber im sehr negativen Sinn.

    Oh man war das immer geil, in Latzhosen und mit Trillerpfeife schon der erste im Elektroschuppen auf dem Floor zu hüpfen. Und nicht das jetzt ein falscher Eindruck entsteht, damals waren keine Drogen im Spiel. Meine Erfahrung dazu: unter Drogen (was auch immer), kann man auch peinlich sein, aber über diese Peinlichkeiten schämt/ärgert man sich im Nachhinein…

    Um das alles so zu differenzieren, muss man wohl auch erst paar Quartale auf dem Planeten wandeln. Ja, man ist nicht automatisch mit 18 erwachsen, oder mit 25… Vielleicht noch nichtmal mit 30.

    Die Angst holt mich immer noch ein.

    Deine Seite macht mir Mut. Danke.

    • Veröffentlich von Mischa am 24. Mai 2015 um 15:33

      Hi Stilli,

      vielen Dank für deinen Kommentar!

      Ja, wann man ist denn erwachsen? Gute Frage. Ich habe noch so viel kindliche Neugierde und Tatendrang in mir, dass ich das gar nicht beantworten kann 😉

      Ich finde es auch schwer zu beurteilen, was jetzt “gute” und “schlechte” Peinlichkeiten sein sollen. Egal, was du machst oder was passiert: Es ist ja eh geschehen, also bleibt dir nichts anderes übrig, als es mit einem Lächeln zu quittieren. Wer sich für Sachen schämt, bringt sich selbst in eine negative Spirale der Selbstanklage.

      Ich drücke dir die Daumen, dass du wieder auf den Weg kommst, den du eigentlich mal beschreiten wolltest und dass die Angst nicht mehr dein Feind ist, sondern dir zum Freund wird. Denn auch das habe ich gelernt: Du bekommst die Angst nicht weg. Aber du kannst lernen, mit ihr umzugehen.

      Liebe Grüße und alles Gute

      Mischa

  13. Veröffentlich von Lisa am 18. September 2015 um 19:01

    Hallo, mir ist so ziemlich alles peinlich, seitdem meine Nachbarin unter mir meinte man kann alles hören und ich wàre mehrfach störend gewesen.seitdem bin ich ziemlich verkrampft, angespannt, muss tabl.nehmen um das auszuhalten, Ich will nicht gehört werden, ich bin oft am rand des wahnsinns, mache mich selber fertig, wenn ich aufräume was sie als rummüllen bezeichnet und bevor sie mir sagte, sie empfindet mich als störend, haben mich ihre und andere geràusche nicht gestört, wenn ich sie höre erstarre ich und höre auf mit dem was ich tue oder fang an zu schnaufen, was mir peinlich ist und ich mich dafür hasse, aber die angst ist zu stark.ich komm mir so dumm vor.ja, ich bin arbeitslos und hartz 4 empfänger, aber ich war mal ein lebenslustiges mädchen und jetzt ne psychisch paranoia kranke und gehe kaum raus weil ich mich schàme, nicht zu arbeiten, meist nachts werd ich auf einmal aktiv und hab lust was zu machen, aber dann ist nachtruhe angesagt und muss mein drang unterdrücken und reg mich darüber auf das ich kaum was hinkriege.tolle sache.es macht mir schon angst es könnte ja stören oder ich könnte andere stören oder auffallen.es kotzt mich so an aber ich komm nicht dagegen an…

    • Veröffentlich von Mischa am 22. September 2015 um 10:17

      Hi Lisa,

      das klingt nicht gut und ich will dir auch nicht zu nahe treten: Aber hast du schon einmal daran gedacht, dir professionelle Hilfe zu holen? In manchen Situationen kommt man allein einfach nicht weiter …

      Liebe Grüße und alles Gute

      Mischa

  14. Veröffentlich von Sissy am 19. September 2016 um 16:23

    Hi, ich hab mich mit meiner Unbekümmertheit aus ein paar Gruppen hinausgekickt, obwohl mein Anderssein vielleicht peinlich war, aber keinem anderen geschadet hat. Ich will auch nicht auffallen, ich tu es einfach.
    Wozu sind Tanzflächen denn da????
    Wo sind denn die anderen lieben Menschen, die sich über das Lemming-Dasein hinaus weiterentwickelt haben? Ich bin von Leuten umgeben, die ängstlich bestrebt sind, Durchschnitt zu sein und den Halt und die Sicherheit der Gruppe brauchen.
    Jetzt bin ich halt einsam, aber fröhlich!
    Sissy

    • Veröffentlich von Mischa am 19. September 2016 um 21:36

      Hi Sissy,

      deine Einstellung gefällt mir. Wobei ich gar nicht glaube, dass du einsam sein musst. Gibt doch zum Glück auch noch andere Verrückte dort draußen. Ich hab zumindest schon ziemlich viele davon in den letzten 2 Jahren getroffen.
      Liebe Grüße
      Mischa

  15. Veröffentlich von Friedrun am 27. November 2016 um 22:01

    Hallo Mischa, übrigens der Name passt super zu dir. Erinnert mich an den süßen kleinen Kuschelbär aus den russischen Märchen meiner Kindheit.
    Nun ein kleiner Beitrag zum Thema. Vor zehn Jahren, als ich meinen Mann kennen gelernt habe, fand ich seinen Ausspruch “blamiere dich täglich” gar nicht so lustig. Was damit gemeint war, wurde mir bei unserem ersten gemeinsamen Einkauf klar. Er schwang sich auf den Einkaufswagen und rauschte damit durch den Supermarkt. Ist der Typ total durchgeknallt? Macht doch sonst einen ganz normalen Eindruck. Mein Gott, ist das peinlich. Ich flüchtete in den nächsten Gang. Heute, mittlerweile etwas schlauer, amüsiere ich mich köstlich über die Reaktionen der anderen, wie sie die Augen verdrehen oder mit dem Kopf schütteln. Ich finde es super, dass in meinem Mann, trotz seiner 62 immer noch ein Spielkind steckt.
    Und ansonsten: macht es Spass deine Beiträge zu lesen, super.
    Für dich eine fröhliche Adventszeit und keine Weihnachtsgeschenke. Dafür Friede und Liebe in deinem Herzen.
    Liebe Grüße, auch von Brummi, Friedrun.

    • Veröffentlich von Mischa am 28. November 2016 um 21:40

      Hi Friedrun,

      wie schön, wieder von dir zu lesen? Wo treibt ihr euch rum und brummt Brummi gut?

      Echt klasse, wie gut dein Mann drauf ist und dass er ein Spielkind ist. So werde ich auch mit 62 sein 😉

      Liebe Grüße und euch drei alles Gute

      Mischa

      P.S.: Das mit Weihnachten sehe ich ähnlich.

  16. Veröffentlich von Friedrun am 4. Februar 2017 um 18:22

    Hi Mischa,
    Brummi und uns geht es gut. Haben uns bis zum südwestlichsten Zipfel Europas durchgebrummelt. Wir genießen die portugiesischen Berge, Täler, Serpentinen, Früchte frisch vom Baum uuuuund die umwerfende Küste am Atlantik in vollen Zügen. Bizarr, fast filigran und dann wieder geballte Kraft mit tosender See – wie es im Leben halt so ist. Angenehm überrascht von der Freundlichkeit der Einwohner bleiben wir noch wandernd und radelnd ein Weilchen. Danach ruft Marokko im Frühling. Wie lange? Keine Ahnung – keinen Plan. Wir bleiben solange es uns gefällt. Wir lassen das Leben auf uns zukommen.

    Mit tosenden Grüßen
    Friedrun

    • Veröffentlich von Mischa am 6. Februar 2017 um 19:20

      Liebe Friedrun,

      das hört sich ja umwerfend brummelig an 😉 Ich freu mich ganz arg, dass es euch so gut geht. In Portugal ja kein Wunder. Ich liebe dieses Land.

      Euch alles Gute und bin gespannt, wo wir uns wieder über den Weg fahren.

      Fröstelnde Grüße aus dem Allgäu

      Mischa

  17. Veröffentlich von Ante am 16. September 2018 um 14:53

    Jepp hallöle,
    vielen Dank für den ermutigenden, tollen Beitrag, lieber Mischa. Na da werde ich mir jetzt mal einen Ruck geben und mich ins Getümmel stürzen. 🙂
    Alles Gute!
    LG aus Leipzig, Ante

Hinterlassen Sie einen Kommentar