Vertrauen in meinen Körper nach Angst, Panik und Depression

Wie ich das Vertrauen in meinen Körper zurückgewonnen habe

Der Körper – mein Feind. Diesen Titel hätte man weiten Teilen meines (Erwachsenen-)Lebens geben können. Umso mehr freut es mich, dass sich Moni von „My free Mind“ mit einer Artikelsammlung dem Thema widmet: Wie finde ich Vertrauen in mich und meinen Körper? Hier kommt mein Beitrag, wie immer ohne Selbstschonung.

Rückblende 1: Ein Studentenwohnheim in Würzburg Anfang der 1990er Jahre. Nachts um 3 Uhr wache ich auf. Irgendetwas stimmt nicht. Riesige innere Unruhe. Irgendetwas will mir die Luft abschnüren. Alles fühlt sich unwirklich an. Und mein Herz – ist da nicht schon wieder das heftige Ziehen? Der Puls schnellt nach oben und hämmert wie eine Schlagbohrmaschine. Ich glaube, ich muss sterben. Ich rufe mir ein Taxi und lass mich in die Notaufnahme des Klinikums fahren. Diagnose: Nichts festzustellen, außer einem leicht erhöhten Blutdruck.

Rückblende 2: Eine Zugfahrt allein von Würzburg nach Landshut. Ich will mich dort mit Kumpels zum Eishockey treffen. Sicherheitshalber mal den Puls tasten. Oh weh, der ist schon wieder recht schnell. Die nächste Attacke rollt heran. Ich beginne zu hyperventilieren. Das Kribbeln in Armen und Beinen macht mich noch nervöser. Der Puls rast. Bestimmt falle ich gleich in Ohnmacht. Ich glaube, ich muss sterben. Ich sage den anderen im Abteil, dass es mir schlecht geht, darf mich ins Schaffnerabteil legen und werde am nächsten Bahnhof direkt zum Arzt gebracht. Diagnose: Nichts festzustellen, außer einem leicht erhöhten Blutdruck.

Rückblende 3: Ein Nachmittag in meinem Elternhaus im Ostallgäu. Bin auf Wochenend-Besuch und schaue Skispringen. Schon wieder diese brutale Unruhe den ganzen Tag. Merke, wie mein Puls in die Höhe schießt und messe sofort meinen Blutdruck (das Gerät habe ich mir inzwischen sicherheitshalber zugelegt). Die Messung zeigt astronomische Höhen an. Ich glaube, ich muss sterben. Also gibt es nur eine Wahl: Sanka rufen und mit Tatü-Tata ab ins Kaufbeurer Krankenhaus. Im Krankenwagen dasselbe Spiel wie immer: Kaum ist ein Arzt in meiner Nähe, sind die Symptome nach einiger Zeit wie weggeblasen. Eine Woche lang werde ich im Krankenhaus komplett durchgecheckt. Ein paar Mal muss ich das Knöpfchen drücken, weil der Puls sich wieder im 200-er Bereich austobt, aber sonst ist nichts zu entdecken. Zum ersten Mal höre ich das Wort „psychosomatisch“.

Das heißt konkret? Mir fehlt nichts. Und wenn ich nicht glauben würde, dass ich sterben muss, dann ginge es mir gut. Oder so ähnlich, wenn ich die Ärzte richtig verstehe.

Was für ein Schlag ins Gesicht! Sollen sie doch lieber einen Herzfehler diagnostizieren als mir zu sagen, dass es nur an mir liegt. An meinem kranken Geist, der sich immer nur Schlimmes ausmalt und mir vorspielt, dass ich einen Herzanfall habe. Ich bin bekloppt.

Ende der Rückblenden.

Tja, und seit diesem Tag Mitte der 1990er Jahre versuche ich, das Vertrauen in meinen Körper zurückzugewinnen. Und das ist verdammt nochmal die schwierigste Aufgabe meines Lebens.

Ich behaupte mal, dass ich bis vor meinem Zusammenbruch im April 2013 nicht wirklich gut darin war. Man könnte auch sagen, dass ich ziemlich oft versagt habe. Ich erspare dir jetzt weitere Beispiele von Panikattacken, die mich in schöner Regelmäßigkeit – besonders gern beim Auto- oder Zugfahren, oft aber auch nachts im Bett – heimgesucht haben.

Wenn Theorie und Praxis nicht miteinander können

Fakt ist, dass ich im Lauf der Zeit zwar all das theoretische Wissen hatte. Bücher und Zeitschriften zu dem Thema habe ich verschlungen, zusätzlich war ich 10 Jahre lang in Therapie. In der Summe fehlte mir aber der Mut, das Rüstzeug auch anzuwenden und meinem Körper tatsächlich zu vertrauen.

Da war diese bohrende Frage im Hinterkopf: Was ist denn, wenn ich doch ein Problem mit meinem Herzen habe und die Ärzte das nur nicht entdeckt haben? Muss ich dann nicht super vorsichtig sein? Mich beim Sport nur nicht überanstrengen und immer auf die Pulsuhr schauen, damit nichts passiert? Ist es nicht wichtig, immer eine Siedlung in meiner Nähe zu haben, falls ich gleich umfalle, damit mich jemand findet? Und ständig den Handy-Empfang zu überprüfen, damit ich schnell Hilfe holen kann, wenn es mir schlecht geht?

Vielleicht lachst du jetzt, wenn du noch nie Panikattacken hattest. Ich tue das inzwischen auch. Aber in den Momenten selbst war es die Hölle, weil ich mich durch diese ständige Angst vor den Reaktionen meines Körpers unfassbar eingeschränkt habe. Ein Leben im Käfig mit dem Namen „Nur nicht zu viel riskieren“.

Die Wende zu mehr Vertrauen in meinen Körper

Wenn du diesen Blog schon eine Weile liest, weißt du, was jetzt kommt: das Hohelied auf meinen Klinikaufenthalt. Die verschiedenen Therapiemaßnahmen in den 5 Wochen dort haben den radikalen Umschwung im Vertrauen zu meinen Fähigkeiten und meinem Körper eingeläutet. Etwas, an das ich ehrlich gesagt schon nicht mehr geglaubt hatte.

Die wichtigsten Komponenten: Zugang zu meinem Inneren zu finden, Gefühle zuzulassen, viele Möglichkeiten der aktiven Entspannung kennenzulernen, ganz viel Zeit für mich und meine Reflexionen zu haben, mich angstauslösenden Situationen zu stellen, ein sehr gesunder Lebenswandel mit ausgewogener Ernährung/ohne Alkohol sowie zu sehen, dass Belastungen für meinen Körper gar nicht schlimm sind.

Frühsport und zackige Nordic-Walking-Runden waren schnell schon nicht mehr aus dem Tagesablauf wegzudenken. Darüber hinaus habe ich mich viel bewegt und bin ständig auf eigene Faust herumgelaufen. Dazu noch gute Werte bei der Leistungsdiagnostik (top Blutdruck, optimaler Körperfettanteil, überzeugende Fitness) und die Feststellung:

Hej, mein Körper ist ja gar keine Gefahr mehr für mich. Im Gegenteil: Wenn ich ihm vertraue, macht das Leben gleich um ein Vielfaches mehr Spaß.

Jetzt kommt das Wichtigste: Ich habe mich nicht auf der Glückseligkeit dieses Moments ausgeruht, sondern wusste nach all den Jahren schmerzhafter Erfahrungen: Diesmal MUSS ich am Ball bleiben. Obwohl ich ja sonst gar nichts muss

Meine Konsequenz: Direkt danach habe ich mir ein Mountainbike und Nordic-Walking-Stöcke gekauft. Beides  kommt regelmäßig zur Anwendung. Zudem habe ich mich in einem Yogastudio angemeldet und mit Meditation begonnen. Und ich beschäftige mich seitdem konsequent mit Hilfe von Büchern, Gesprächen und verschiedenen Möglichkeiten der Selbsterfahrung damit, wie ich den Zugang zu mir selbst noch vertiefen kann und wie ich mich und meinen Körper annehmen kann, wie er ist.

Solltest du mich fragen „Was sind aus deiner Sicht die 4 wichtigsten Dinge, wenn ich das Vertrauen in meinen Körper zurückgewinnen will?“, antworte ich damit:

Die 4 Schlüssel, um deinem Körper besser vertrauen zu können

1.) Bewege dich jeden Tag. Besser noch: Mach regelmäßig Sport. Und das alles im Idealfall draußen in der Natur. Je mehr dein Körper ein Mindestmaß an Anstrengung gewohnt ist, umso weniger verwechselt er einen schnelleren Puls mit Panik.

2.) Lerne Entspannungstechniken. Mach progressive Muskelentspannung, übe Tai Chi, geh ins Yoga, lerne meditieren oder was auch immer dir am besten liegt. Probier ein paar Sachen aus und dann mach es regelmäßig, ohne nach zweimal Üben schon nach dem Erfolg zu fragen. Der stellt sich von selbst ein. Es sei denn, du hörst nach zweimal wieder auf. Mit all diesen Techniken lernst du dich und deinen Körper besser kennen.

3.) Sei dankbar für jeden Teil deines Körpers. Auch, wenn er mal nicht so tut, wie du willst, dich ärgert, schmerzt, nervt, komische Dinge anstellt. Er gehört zu dir und ist ein riesengroßes Geschenk. Dein Körper merkt sich, wenn du gut zu ihm bist und gut über ihn/mit ihm redest. Und gibt dir das zurück.

4.) Trau dich immer ein bisschen mehr als du dich zu trauen glaubst. Für mich das zentrale Element. Du wirst in dem Thema nur vorwärts kommen, wenn du dich aus deiner stabil gebauten Sicherheitszone heraus begibst. Dein Körper hält viel mehr aus, als du ihm zutraust. Es wird dir nicht erspart bleiben, das ab und an mal auszutesten. Bei mir zum Beispiel gab es folgende Erkenntnisse:

  • Ich sterbe nicht, wenn ich ohne Pulsuhr Sport treibe.
  • Ich sterbe nicht, wenn ich in einer Gegend Mountainbike fahre, in der ich noch nie war und wo mir nur einmal pro Stunde ein Mensch begegnet.
  • Ich sterbe nicht, wenn ich samt Surfbrett von einer fetten Welle herumgeschleudert werde.
  • Ich sterbe nicht, wenn ich bei 35 Grad mit einem 250 Kilo schweren Tandem 50 Kilometer über die Hügel strample.
  • Ich sterbe nicht, wenn ich in eine 90 Grad heiße Sauna gehe (in Estland hatte eine sogar über 100 Grad).
  • Ich sterbe nicht, wenn ich in 12 Grad kaltem Wasser bade.
  • Ich sterbe nicht, wenn ich bei Schneesturm und Graupelschauer zum Nordic-Walking gehe (falls du dich gefragt hast, was das Titelbild soll).
  • Ich sterbe nicht, wenn ich nachts bei minus 15 Grad und Nebel eineinhalb Stunden durch die Winterlandschaft wandere.
  • Ich sterbe auch nicht, wenn ich mit dem Auto und dem Zug fahre oder mal eine unruhige Nacht habe.

Das Fazit

Die Schlüssel dafür, das Vertrauen in den eigenen Körper zu entdecken oder wiederzufinden, haben wir alle in der Tasche. Aber wir müssen sie auch herausziehen und immer wieder die Tür aufsperren. Jeden Tag aufs Neue. Das Vertrauen kommt nicht heute und bleibt für immer. Das musst du dir stets aufs Neue erobern.

Ich persönlich bin in dem Thema schon richtig gut vorangekommen. Die schwierigste Aufgabe meines Lebens fühlt sich an manchen Tagen sogar ganz leicht an. Trotzdem bin ich damit noch lange nicht durch. Das habe ich zum Beispiel dieses Jahr gemerkt, als mein Körper beim Absetzen der Antidepressiva verrückt gespielt hat (und es an manchen Tagen immer noch tut).

Aber ich kenne jetzt die passenden Schlüssel. Es liegt an mir, ob ich sie einsetze.

Wie sind deine Erfahrungen mit dem Thema? Kennst du solch krasse Erfahrungen, wie ich sie gemacht habe? Oder gibt es andere Bereiche, in denen du deinem Körper nicht so recht über den Weg traust? Haderst du vielleicht sogar mit deinem Körper, weil er dir ein besseres Leben verbaut? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

34 Kommentare

  1. Veröffentlich von Svenja am 8. November 2015 um 22:15

    Hey Mischa,
    mal wieder ein sehr gelungener Artikel. Das Tolle an deinen Beiträgen ist, dass ich mich so oft selbst wiederfinde. Ähnliche oder gleiche Situationen habe ich auch schon erfahren. Über die Jahre meiner Angsterkrankung, die mich immer phasisch in ihr Phantasialand eingeladen hat, changierten meine körperlichen Symptome ganz fröhlich. Aufgrund zweier traumatischer Erlebnisse in meinem Leben wechseln sich besonders gerne die „Ich-bekomme-keine-Luft“ oder die „Gleich-hört-mein-Herz-auf-zu-schlagen“- Varianten ab.
    Kernpunkt des Ganzen, und so langsam verstehe ich es, ist wirklich das Vertrauen. Ganz großes Thema gerade bei mir. Mir ist klar geworden, dass ich dieser Welt nicht vertraue, vielen Menschen nicht und mir selbst? Cineasten würden es neudeutsch eine Dramödie nennen.
    Das, was du erreicht hast- da möchte ich noch hin. Oder wieder hin. Das Problem ist oft den Anfang zu finden und noch anstrengender: nicht gleich wieder aufhören. Ich weiß noch nicht, wie ich den Weg gehen soll. Am Sonntag hat mich ein Herbstwind frühmorgens an einen See getragen und ich war ein wenig walken. Ich habe das Gefühl gehabt: Jetzt! oder du verbringst den ganzen Tag wieder in deinen vier Wänden. Und wenn es nur 10 Minuten sind. Es wurden dann 25 Minuten und es war keine sportliche Höchstleistung- aber es war ein Anfang und eine Chance. Mal eine Runde durch den Blätterregen radeln. Die Treppen hochrennen und nicht gleich Panik zu bekommen, wenn das Herz im Kopf Tango tanzt. Ich hoffe darauf aufbauen zu können und mir Stückchen für Stückchen weitere Freuräume *lach, ein schöner Verschreiber*, also Freiräume, zu erobern. Ohne die berühmte Pulsuhr und das Blutdruckgerät, welche sich natürlich auch in meinem Besitz befinden.
    Sich selbst vertrauen zu können, seinen Körper und seine Zeichen zu verstehen und nicht gleich in Panik zu geraten, sondern in der Mitte eines starken Körpers und eines (selbst-) liebenden Geistes zu sein- ein steiniger Weg. Aber, wie du zeigst, nicht unmöglich 🙂 Danke dir für die Inspiration

    LG Svenja

    • Veröffentlich von Mischa am 9. November 2015 um 9:55

      Hi Svenja,

      lieben Dank für deinen Kommentar voller Freuräume 🙂

      Du beschreibst den Weg, den du gehen könntest, schon sehr gut. Stückchen für Stückchen, aber halt mit einer gewissen Konsequenz. Wenn du aus dem „Problem“ am Anfang (von Problemen lassen wir uns gerne abhalten) eine „Herausforderung“ machst (wer will nicht Herausforderungen meistern?) wird es vielleicht schon wieder ein bisschen einfacher.

      Wie wäre es denn, wenn du dir einfach nur dies kleine Sache „Jeden Tag rausgehen“ vornimmst und am besten noch jemanden suchst, dem du täglich darüber Rechenschaft ablegst? Dann tust du dir körperlich etwas Gutes, kannst stolz auf dich sein, wenn du es getan hast, bist motivierter, weil du ja jemand Rechenschaft ablegen musst und wirst im Lauf der Zeit merken, dass aus dem Müssen ein Wollen wird.

      Ich wünsche dir viel Energie und Durchhaltevermögen auf dem (manchmal) steinigen Weg

      Liebe Grüße

      Mischa

  2. Veröffentlich von Migo am 9. November 2015 um 15:16

    🙂 eine weitere Möglichkeit der Stabilisierung und Selbsterkenntnis (allerdings sollten keine Medikamente nötig sein):
    Ein 10-Tages-Meditationskurs „Vipassana“ Definitiv kein Spaziergang aber ein sehr scharfes Werkzeug. Und das Schöne an dem Ganzen: Das Kommerzielle ist herausgehalten. Die ganzen 10 Tage inkl. Verpflegung und Unterkunft sind kostenlos.
    Infos unter: http://www.dhamma.org oder bei mir…

    • Veröffentlich von Mischa am 9. November 2015 um 23:16

      Hej Migo,

      ich sehe schon, du wirst nicht ruhen, bis ich das durchgezogen habe 😉
      Ich liebäugele ja schon eine Weile damit, irgendwann muss ich mich einfach trauen. „Ein scharfes Werkzeug“ klingt schonmal sehr vetrauenserweckend, hihi.
      Ich komm mal bei dir vorbei und lass mir was drüber erzählen.

      Liebe Grüße
      Mischa

  3. Veröffentlich von Jay Be am 10. November 2015 um 16:20

    Hi Mischa,

    ein Klasse Sache machst Du mit Deinem Blog. Ganz großes Kompliment. Ich lese schon länger ab und zu bei Dir mit. Ich hatte auch vor nicht all zu langer Zeit einige Jahre mit Angst und Panik zu tun. Ich kenne Deine Geschichten nur zu gut. Mir hat Meditation und achtsames Yoga sehr geholfen. Beides habe ich in einem MBSR-Kurs gelernt. Das war der Anfang von einem neuen Leben in Freiheit. Das habe ich bis heute wunderbar in mein Leben integriert. Dazu Bewegung draußen in der Natur. Überhaupt draußen in der Natur zu sein. Das ist alleine schon sehr heilsam. Zu spüren, das die Natur unser Urgrund ist und für uns da ist. Ich bin oft alleine im Wald unterwegs, abseits von Wegen. Übernachte auch manchmal alleine im Wald. Eine echte Herausforderung wenn man mit dem Thema Angst zu tun hat. Aber grade deshalb auch extrem heilsam. Liebe Grüße und viel achtsamen Lebensgenuss wünsche ich Dir 🙂

    • Veröffentlich von Mischa am 10. November 2015 um 16:33

      Hallo Jürgen,

      lieben Dank für das Kompliment! Freut mich immer, wenn sich auch Männer als meine Leser outen 😉

      Ich finde es klasse, welche Lehren du aus deiner damaligen Krankheit gezogen hast und wie konsequent du das umsetzt. Habe mir sofort Paddel-Videos von dir angeschaut und bin gleich neidisch geworden … Allein im Wald zu übernachten habe ich noch nicht gemacht, das wandert aber umgehend auf die Liste. Ich freue mich auf den heilsamen Effekt 🙂

      Liebe Grüße

      Mischa

      • Veröffentlich von Jay Be am 23. November 2015 um 0:16

        Danke Dir für Deine netten Worte! Ja mach das unbedingt mal. Danach wirst Du Dich großartig fühlen. Und mach ein Bericht drüber auf Deinem Blog.

  4. Veröffentlich von Dario am 10. November 2015 um 23:57

    Hi Mischa,

    freut mich, dass du diese Erkenntnis hattest und deinem Körper wieder Vertraust. Das ist meiner Meinung nach sehr wichtig. Denn es schränkt einen unglaublich ein, wenn man die ganze Zeit denkt, dass der Körper nicht mehr kann.

    Ich betreibe Freeskiing und habe mir den Meniskus angerissen. Die Ärzte sagen, es muss nicht operiert werden, aber ich werde Schmerzen haben, wenn ich mein Bein zuviel belaste. Ich wollte aber nicht kürzer treten.

    Deswegen habe ich trainiert wie ein Verrückter, um die Beinmuskeln aufzubauen, damit das Gelenk weniger belastet wird. Das hat zwar etwas geholfen, aber nicht den gewünschten Effekt gehabt.

    Dann bin ich durch meinen Physiotherapeuten auf die Chinesische Medizin gekommen. Ich habe viel dazu gelesen und Übungen gemacht. Bereits nach einer Woche Training, Tai Chi, Qi Gong und diversen Massagen, kann ich mein Bein wieder komplett belasten und überstrecken. Ohne Schmerzen!

    Das was ich daraus gelernt habe und was du auch in deinem Artikel schreibst ist, dass der Körper viel mehr kann, als man ihm zutraut.
    Nochmal klasse Artikel 🙂

    Grüße
    Dario

    • Veröffentlich von Mischa am 11. November 2015 um 10:23

      Hi Dario,

      vielen Dank für die Blumen 🙂

      Und manchmal muss man wirklich erst die sanfte Methode wählen, um voranzukommen, anstatt es mit der Brechstange zu probieren. Freut mich, dass es bei dir mit der TCM geklappt hat.

      Liebe Grüße

      Mischa

  5. Veröffentlich von Sabine am 11. November 2015 um 10:11

    Hallo Mischa,

    beim Lesen Deiner Artikel kann ich mir meist ein Schmunzeln nicht verkneifen – so auch diesmal nicht. Soviele Wahrheiten gespickt mit Mischahumor :-).
    Und ich habe mich teilweise wiedererkannt. Zum Glück hatte ich nur eine Panickattacke in meinem Leben, aber die hatte es in sich. Diverse Ängste waren da viel beständiger… Auch ich mußte lernen, meinem Körper wieder zu vertrauen, dabei wäre es umgedreht viel logischer – er hat mich durch die ganze schwere Zeit fast unbeschadet getragen. Zeit einfach mal Danke zu sagen.
    Jetzt sorge ich auch sehr gut für ihn, angefangen von der Ernährung, über die Bewegung bis hin zu liebevollen Gedanken.
    Yoga war da auch ein Türöffner, obwohl mich das am Anfang viel Überwindung gekostet hat. Ich bewege mich auch viel in der Natur und drehe jeden Abend mit meinem Mann unsere große Runde durch den Wald (ist jetzt bloß langsam ein bißchen sehr finster…).
    Du hast mich inspiriert, mein Fahrrad wieder flott zu machen – zumindest so lange kein Schnee liegt.
    Alles Liebe Dir,
    Sabine

    • Veröffentlich von Mischa am 11. November 2015 um 10:27

      Hi Sabine,

      hach, das ist ist immer so schön, wenn sich Menschen über meinen Mischahumor freuen 🙂

      Klasse, wie du die Änderungen in dein Leben eingebaut hast und jetzt gut für dich/deinen Körper sorgst. Und das mit dem draußen Laufen geht auch im Dunkeln – gibt ja hervorragende Stirnlampen 😉

      Liebe Grüße und lass dich gerne hier weiter inspirieren

      Mischa

  6. Veröffentlich von Chris am 11. November 2015 um 21:34

    Hy mischa!

    Ich würde sagen ich bin am gleichen punkt wie du angekommen jetzt ! Obwohl das von mensch zu mensch verschieden ist aber ich verliere das immer ein bisschen aus den augen das mein körper für mich arbeitet und nicht gegen mich aber ich denke noch abundzu daran: ach heut fühl ich mich nicht so , oder ich bin so müde , wann vergeht das usw ! Aber du hast es mit deinem beitrag auf denn punkt gebracht das wichtigste ist das man seinem körper vertraut ! Obwohl das sauschwer ist oft ! Lg aus österreich

    • Veröffentlich von Mischa am 12. November 2015 um 21:41

      HI Chris,

      dann können wir uns die Hand reichen 🙂 Freut mich, dass du zumindest versuchst, so oft es geht deinem Körper zu vertrauen. Und sich zu sagen „Das vergeht auch wieder“ hilft ungemein. Auch ich wende das oft an.

      Liebe Grüße

      Mischa

  7. Veröffentlich von Maria am 17. November 2015 um 9:05

    Hallo!

    Sich jeden Tag zu bewegen und gesund zu ernähren ist für mich wirklich der Schlüssel zum Wohlbefinden.

    lg
    Maria

    • Veröffentlich von Mischa am 17. November 2015 um 11:31

      Hi Maria,

      das ist super, dass du das konsequent machst. Eigentlich wäre das gar nicht so schwer, trotzdem bekommen viele diese einfach Lösung nicht hin – leider.

      Liebe Grüße

      Mischa

  8. Veröffentlich von Christina am 12. Juni 2016 um 15:17

    Hallo Mischa, ich freue mich immer wenn ich lese das jemand es geschafft hat und wünsche es bleibt dabei.
    Bei mir leider nicht.Seit 20 Jahren und aktuell das ich im Haus Paniken bekam und Schwindelanfälle, die mir die meiste Angst machen.Alles was es dazu gibt ist untersucht und grad die trau ich meinem Körper nicht.Dabei merke ich auch wie ich mich hineingleiten lasse und immer auf knopfdruck das in bestimmten Situationen of bekomme oder eben diese Anspannung/Gefühl manchmal tageang da sind.Dann dennoch zu leben ist verdammt schwer.Sich so unwirklich vorkommen, allein gehen ist schwer, nur das tue ich.Knochenschmerzen oft und alles durch die Psyche.Da
    ich zig Therapien durch hab bleibt mir nur die Chance zu verstehen das ich mir selbst erschaffen habe und auch es selbst wieder anders kann.Und Sport , raus geht so aktuell nicht.Was ich merke ich muss eine andere Sturktur im Tag haben.das nicht leicht.Abwaschen, kochen dauert manchmal irre lang.Ich lass mich dnn vom Schwindel oder unguten Gefühlen nicht abbringen.bin aber froh wenn ich dann sitze und mich anlehnen kann.Den Gedanken vom fühlen abziehen es akzeptieren find ich schwer.Ich spüre was und taste dann mich nur ab.Und es ist ja mein Körper, alles ich.Und ich hab faktisch vor mir selbst Angst.

    Toll für alle die ees wirklich geschafft haben.

  9. Veröffentlich von Wie finde ich Vertrauen in mich und meinen Körper? am 7. Juli 2016 um 8:47

    […] Mischa: Wie ich das Vertrauen in meinen Körper zurückgewonnen habe […]

  10. Veröffentlich von Wiebke am 28. Juli 2016 um 10:18

    Was für ein toller Beitrag. Ich (32, alleinerziehende Mama eines 2-jährigen) bin gerade im Krankenhaus, weil ich in der vergangenen Woche nach wenigen Tagen ein (harmloses) Blutdruckmittel, das ich nicht vertrug, wieder absetzte. Da kamen die Kreislaufbeschwerden und zum allerersten Mal in meinem Leben Panikattacken. Ich habe so etwas noch nie erlebt, aber die Angst, zu sterben, einfach umzufallen, riss mir den Boden unter den Füßen weg. Organisch ist bis auf einen etwas erhöhten Blutdruck alles gesund, aber allein die Angst vor der Angst lässt mich übervorsichtig werden, ein Tanz auf rohen Eiern. Die Ärzte vermuten eine Überlastung durch ein konstant hohes Stresslevel (allein mit Job und Kind), wenig Bewegung und Erholung. Ich fühle mich gerade so fragil wie noch nie in meinem Leben und habe das Gefühl, alles Vertrauen in meinen Körper, das sonst so selbstverständlich war, verloren zu haben. Deinen Blogeintrag gerade zu lesen war eine unglaubliche Hilfe.

    Liebe Grüße,

    Wiebke

    • Veröffentlich von Mischa am 1. August 2016 um 22:56

      Liebe Wiebke,

      dann erst einmal gute und schnelle Besserung!

      Ich kann deine Lage sehr gut nachvollziehen und finde es klasse, dass du aus dem Beitrag etwas Positives ziehen kannst.

      Vielleicht schaffst du es ja, in ganz kleinen Schritten dir das Vertrauen zurückzuholen. Nicht viel machen, aber regelmäßig hilft dabei sehr.

      Ich wünsche dir alle Gute und schicke liebe Grüße
      Mischa

  11. Veröffentlich von Sarah am 22. September 2016 um 20:33

    Wirklich jeden Tag etwas zu machen, war für mich DER Schlüssel zum Erfolg. Wenn ich zwischendurch pausieren, pausiere ich am Ende meistens für mehrere Tage oder sogar Wochen.

    Wenn ich jeden Tag etwas machen, dann ziehe ich es auch durch.

    So bin ich eben.

  12. Veröffentlich von Vevi I. am 9. Oktober 2016 um 19:02

    danke danke danke danke danke…
    für deine brutale Ehrlichkeit und deinen BLog!!!!

    • Veröffentlich von Mischa am 14. Oktober 2016 um 21:04

      Bitte, sehr sehr gerne 🙂

      Ich liebe brutale Ehrlichkeit und ich liebe Leser, die meine brutale Ehrlichkeit lieben 😉

      Viele Grüße
      Mischa

  13. Veröffentlich von Emma am 7. März 2017 um 23:30

    Zum einen freut mich sowas zulesen.Nur ich wäre froh so nurPaniken gehabt zu haben.Ichbininzwischenmehr als 1 Jahr drinnen.Raus geht nicht.Und bei mir haben Therapien und Aufenthalte alles schlimmer gemacht.Ich weiss genau das ich vor mir selbst keine Angst haben sollte.Nur bei mir scheint es nicht zu fruchten.Akzeptieren.Das von innen her wahrlich krieg ich nicht hin.Ich will immer noch weghaben.Das das falsch ist weiss ich, nur innen ist es stärker als ich.Egal was ich anstelle.Mir machen diese Gefühle und Symptome Angst.Geh ich zum Postkasten geht alles rasendschnell.Immer.Wie ein schlechter Film.Und das seit 24 Jahren.
    Ich bin mit den Attacken lieber alleine.Bloss keinen dabei haben.Das stört mich emens.Drum ist draussen dann auch so schwer.Seit damals nurSchwankschwindel aufttrat und darauf Paniken bin ich auf der Hut und ich hab so ziemlich alles probiert.Heute weiss ich nur ich kann mir helfen.Niemand sonst.Klinken oder Therapeuten schon gar nicht.Und diese Erkenntnis ist bitter wie auch süß.Und die Eigenarbeit ist nicht leicht.Ich hab nichts im Leben zum vorweisen.Und weissdas muss ich nicht.Nur meine Gedanken und Ego sind stärker.Es gibt sie wohl die Menschen die nie mehr rausfinden.Nur warum das so ist, ich bin ratlos.Jeder der nur Paniken hat dennoch draussen ist, denn kann ich sagen, das nur halb so schlimm als nicht mehr vor Angst aufsgtehen zu können, und das monatelang.Dennoch lese ich gern hier und hoffe es klackt doch noch mal bei mir.Schliesslich hab ich mich selbst dahin gebracht wo ich bin.Und das macht es denke ich am schlimmsten sich einzugestehen die Summe von allem sich selbst zu präsentieren.

  14. Veröffentlich von Veronique am 18. Juni 2017 um 21:09

    Hallo micha,
    Hab so eben diesen Artikel entdeckt. Ich leide auch seit nun fünf Jahren an Panikattacken, generalisiertet angststörung und ständiger immer Unruhe. Ich könnte auch einfach sagen: ich leide an mir selbst.
    Und ich bin jung, 21, stehe mir selber so sehr im Weg. Manchmal kann ich einfach nicht mehr, habe Angst, dass das Leben an mir vorbei zieht, einfach so.
    Ich bin jetzt bald fertig mit meiner Ausbildung zur Physiotherapeutin. Kenne den menschlichen Körper und seine Fähigkeiten, kenne sämtliche Entspannungsübungen, weis wie unser Körper funktioniert. Und dennoch ist diese heftige Angst in mir. Bis jetzt schaffe ich es, mein Leben mit seinen Pflichten zu meistern, ich kann reiten gehen, Auto fahren oder im Restaurant essen gehen- aber nur unter brutaler Angst. Niemand bekommt davon etwas mit, 10 Jahre Erfahrung im Theater haben mir die Möglichkeit gegeben zu spielen, alles weg zu spielen. Keiner, wirklich keiner weis, wie es in mir aussieht, niemand weis wie ich leide, keine sieht meine Ängste, weil ich es nicht möchte. Ich bin immer die starke, bin immer für meine Patienten da, für meine Freunde und für meine Familie.
    Ich bin glücklich, glaube ich. Würde ich mir nur sicher sein, dass atmen immer klappt und ich es nie vergesse. Ich habe so unendlich Angst davor, ich könnte einen atemstillstand erleiden, sterben zu müssen, nicht gelebt zu haben.
    Im Moment nehme ich antidepressiva, aber was, wenn alles noch viel schlimmer wird?! Was wenn ich irgendwann nichts mehr kann? Dann bin ich nichts mehr wert, kann nicht mehr helfen.
    Ich habe durch deinen Artikel so ein bissl verstanden, dass ich mir selber helfen muss. Und mein einziger Gedanke: wie soll ich das denn in mein Leben einbauen, ohne dass ich jemanden erklären muss wieso ich das tue.
    Ich habe eine wundervolle Familie, habe nie schwer traumatische Erfahrungen machen müssen und trotzdem leide ich so sehr. Das ist doch gemein.

    • Veröffentlich von Mischa am 22. Juni 2017 um 8:02

      Liebe Veronique,

      ganz lieben Dank für deinen Kommentar und deine offenen Worte!

      Und nein, du bist nicht glücklich. Verzeih diese deutliche Ansage, doch vielleicht ist es an der Zeit, dass du aufhörst, dir und anderen etwas vorzuspielen. Du bist im Dauerkampf-Modus, um irgendwie über die Runden zu kommen, um „Pflichten“ zu meistern. Das ist doch nicht das Leben, nach dem du dich sehnst, oder?

      Es gibt aus meiner Sicht nur eine Lösung: dich endlich zu öffnen, dir selbst und den anderen gegenüber. Gib den Kampf auf, du kannst ihn eh nicht gewinnen. Sag wie es dir geht, nimm endlich Hilfe an, anstatt dass du noch anderen hilfst, obwohl du schon lange keine Kraft mehr dafür hast. Lass all die schmerzhaften Gefühle zu und schau, was dann passiert.

      Beim Davonlaufen vor der Angst gewinnt immer die Angst. Das kann ich dir aus langer Erfahrung versichern. Und ganz viele deiner Befürchtungen werden sich im Nichts auflösen, wenn du anfängst an dich zu denken und konsequent das für dich zu tun, was jetzt dran ist. Und das ist mit Sicherheit das Gegenteil von dem Leben, das du gerade führst.

      Ganz liebe Grüße und alles Gute
      Mischa

      P.S.: Ja, das fühlt sich gemein an. Doch das Leben gibt dir immer das, was du in dem Moment brauchst. Und bei dir sind es eben ganz starke Signale, dass du aufwachst und dringend nötige Veränderungen einläutest.
      P.P.S.: Stimmt das mit der wundervollen Familie? Teste es aus. Jetzt ist die Zeit gekommen, in der sie zu dir stehen können, so wie du bist.

  15. Veröffentlich von Bernhard am 11. Juli 2017 um 16:44

    So jetzt aber:
    Hallo Mischa,
    bin vor ca. 1 Woche auf Deinen Blog gestossen und verschlinge z. Zt. Deine bisherigen Artikel und auch die Kommentare. Danke für die vielen Anregungen/Erfahrungen von Dir/Euch wie ich meine Angstzustände und Panikattacken weiter verringern kann. Ich hoffe der Umfang meines Kommentars erschlägt Dich nicht. Daher nur sehr abgekürzt folgende ggf. hilfreiche Informationen/Hinweise auch für andere:
    Zum Hintergrund: Bei mir persönlich war eine Panikattacke während des Autofahrens (durch Hyperventilation) und damit einhergehendem Krampfanfall (sog. Tetanie) der Höhepunkt und ausschlaggebend für den Start einer intensiven Suche nach Linderung. Da ich zum damaligen Zeitpunkt nicht wusste das zuviel Sauberstoff im Körper zu Muskelverkrampfungen (Arme, Beine, Kiefer, etc.) führen kann, waren dies damals die wohl vermeintlich bedrohlichsten 10 Minuten in meinem Leben (Herzinfarkt?…Schlaganfall?…das Ende? Jetzt schon mit 41?).
    Entsprechend erstaunt war ich dann, nachdem ich durch einen Rettungssanitäter durchgecheckt worden war, das mich dieser und auch die Polizei einfach weiterfahren ließen (ganz alltägliche Geschichte für die Kollegen anscheinend, wie auch z. T. in den Kommentaren zu lesen). Der Hausarzt-Check am nächsten Tag ergab ebenso nichts Außergewöhnliches. Dafür war die Nacht kurz, Dank einer mehrstündigen Gedanken-Achterbahn…
    Danach habe ich das Internet „leer“-gegooglet.
    Gaaanz kurz zusammengefasst hier ein paar der für mich hilfreichsten Erkenntisse in den 3 darauffolgenden Jahren, die mir augenblicklich gerade in den Sinn kommen:
    – Gesündere Ernährung (insbesondere die Magnesium-Aufnahme mittels Pülverchen, Tabletten und äußerlich als „Öl“ half die nächtlichen „Zuckungen“ aus dem/im Schlaf völlig verschwinden zu lassen.
    – Anwendung von Meditationtechniken aus dem Zen und Yoga (=> mehr Gelassenheit und Zufriedenheit).
    – Yoga-Körperübungen sog. Asanas. Motiviert auch dank Youtube mit Unterstützung hübscher Yoga-Lehrerinnen (=> kaum noch Nacken-/Rückenschmerzen)
    – Atemübungen insbesondere sog. Pranayamas (=> keine Schwindelanfälle mehr, ein effektiver „Atem-Anker“ gegen das Gedankenkarussell).
    – Tiefenentspannungstechniken (=> erholsamer Schlaf, kaum noch „Angst-Träume“).
    – Einlesen/Reinhören in philosophisch/psychologische Ansätze aus dem Buddhismus (z.B. „ich bin nicht der Gedanke, ich bin der Denkende und somit selbst Erschaffer/Schöpfer aller meiner Gefühle und Emotionen)
    – DEIN BLOG, denn JA es tut gut zu wissen nicht der einzige „seltsame“ Vogel zu sein.
    Nochmals herzlichen Dank auf diesem Weg bei Dir für Deine Offenheit, die authentische Schreibweise und Dein Engagement für diesen Blog (Alle Krankenkassenbeitragszahler mögen es Dir danken und die Pharmaindustrie möge sich ärgern 😉

    • Veröffentlich von Mischa am 9. August 2017 um 19:49

      Lieber Bernhard,

      wow, danke für diese Liste! Kann ich zu 100 % unterstreichen, sind genau meine Themen auch drin.

      Finde ich super, dass du so viel gute Erkenntnisse gewonnen hast und freue mich, dass da noch viel mehr seltsame Vögel rumspringen 😉

      Herzlichen Dank für dein Lob und ganz liebe Grüße
      Mischa

  16. Veröffentlich von Michaela am 7. September 2017 um 10:24

    Hey Mischa,

    ich bin im Moment nicht in der Situation, in der ich mich in ständigen Angstattacken befinde. Sobald was zwickt bekomm ich Angst. Ständiges Pulsfühlen ist mein Tagesbegleiter. Sobald ich was mache, schlägt mein Herz wie wahnsinnig und schon setz ich mich wieder hin und halte mich ruhig, Hauptsache das Herz schlägt wieder ruhiger.
    Heute ist so ein Tag, an dem meine Herzseite zwickt. Spüre diese Unruhe in mir und komm einfach nicht raus aus dieser Angst.

    • Veröffentlich von Michaela am 7. September 2017 um 10:25

      Ich meinte ich bin in der Situation in der ich mich in Angstattacken befinde.

    • Veröffentlich von Mischa am 11. September 2017 um 15:36

      Hi Michaela,

      das kenne ich alles nur zu gut. Hast du von den Dingen, die ich beschrieben habe, schon etwas ausprobiert? Und welche Erfahrungen damit gemacht?

      Meiner Meinung nach ist die Kombination aus Sport (ich weiß, was mein Körper leisten kann, am besten einmal eine Leistungsdiagnostik machen) und Entspannungstechniken die wirksamste Methode, um mehr Vertrauen in deinen Körper zu gewinnen.

      Und natürlich dich zu fragen, wo in deinem Leben du an deinen Bedürfnissen vorbei lebst. Denn Angst ist nichts anderes als ein Warnsignal deines Körpers.

      Liebe Grüße und alles Gute
      Mischa

  17. Veröffentlich von Paulina am 26. September 2017 um 1:28

    Hallo lieber Micha. Ich bin sehr dankbar diesem Blog entdeckt zu haben. Bin 33, jung, erfolgreich, bewundert, kreativ, tough. Mit 18 bin ich allein nur mit meiner Zwillingsschwester nach DL wegen dem Studium gekommen. Wir hatten beide eine fürchterliche Anorexie. Ich bin fast daran gestorben. Seitdem ich auf dieser Welt bin, kriege ich Angstdiagnisen, die sich meist als falsch herausstellen. Daraus hat sich eine furchtbare Angst vor Krankheiten und Symptomen entwickelt die natürlich auch bei mir total psychosomatisch ist. Die Teufelskreise aus Angst vor den Symptomen und der Überzeugung *ich habe sicher was schlimmes woran ich sterben werde* lassen meine Seele nicht in Ruhe. Auch mein Puls ist sehr hoch aber ich habe Angst vor jeglicher Form der Kontrolle, des Ausgeliefertseins, der Ohnmacht. Im Moment und zwar nach monatelangen Quälereien mit Schlaflosigkeit und permanenter Puls und Selbstbeobachtung (klar hab ich Angst die Treppe hochzusteigen und selbst Yoga das ich seit 9 Jahren praktiziere, kostet Überwindung ) Nunja gehe ich zu einer Körpertherapie.. Ich habe mir einen Hund zugelegt und muss eben raus ob ich es will oder nicht. Habe wieder mit leichtem Sport und Fahrrad angefangen und die Entdeckung gemacht dass mein Herz eben schnell pumpt aber sich genauso schnell selbst beruhigt. Was für ein tolles Gefühl…das gibt wirklich Vertrauen! Und nun ja, abgesehen davon dass bei mir frühe Wechseljahre diagnostiziert wurden (woran ich immer noch nicht glaube) …ahja ich muss daher Hormone nehmen und weigere mich komplett dagegen. Nun weiss ich aber nicht ob meine Angst doch nicht auch hormonell gesteuert wird…darf sie aber nicht absetzen. Jeder Frauemarztbesuch ist ein absoluter Graus mit der Folge dass sie mich nicht normal untersuchen können und daher kommen Erinnerungen an Untersuchungen die wiederholt werden müssen…dann die Angst vor dem Ergebnis…tja ich habe viel erlebt ich habe viel gelitten ich war aber irgendwie immer gerettet (das letzte waren 2 Terroranschläge in deren unmittelbaren Nähe ich mich befand)….was würdest Du mir raten? Freue mich von Dir zu lesen und wünsche Dir alles erdenklich Gute!!!! Paulina

    • Veröffentlich von Mischa am 26. September 2017 um 20:24

      Liebe Paulina,
      willkommen hier auf dem Blog und viel Freude beim Lesen 🙂

      Was ich dir rate? Gib auf. Gib den Kampf gegen die Angst auf. Du kannst sie eh nicht kontrollieren und du kannst das Spiel nicht gewinnen. Wenn das nächste Mal die Angst kommt, sag: „Okay, dann sterbe ich jetzt halt.“ Was Schlimmeres kann dir ja auch nicht passieren. Wenn wir nicht bereit sind zu sterben, können wir auch nicht richtig leben.

      Nicht falsch verstehen: Es geht nicht darum, lebensmüde Dinge zu tun. Sondern einfach die Dinge zu tun, bei denen du glaubst, dass du stirbst, aber bisher ja offensichtlich nicht gestorben bist. Wenn du also bisher nicht beim Sport gestorben bist, wird das auch künftig nicht passieren. Also geh raus und mach Sport.

      Und dann feier dich für jede gelungene Einheit und mach das nächste Mal ein bisschen mehr und dann ein bisschen mehr und ein bisschen mehr. Je fitter du wirst, desto weniger Chance hat die Angst.

      Hast du schon mal eine Leistungsdiagnostik gemacht? Da wird dir unter ärztlicher Aufsicht mitgeteilt, wie weit du dich belasten kannst und wie dein Training aussehen sollte. Ich fand das damals super beruhigend.

      Ganz liebe Grüße
      Mischa

  18. Veröffentlich von Paulina am 27. September 2017 um 11:46

    Herzlichen Dank Mischa! Eben….das ist der Schlüssel. Nur mit der Lejstungsuntersuchung kann ich es Grad nicht da ich eben diesen Weisskittelsyndrom habe und das ist der nächste Teufelskreis der Symptome kreiert (hatte ich in einem anderen Kommentar auf Deinem Blog kommentiert) ganz liebe Grüße Paulina

    • Veröffentlich von Mischa am 27. September 2017 um 15:23

      Doch, du kannst es, nur du willst es gerade noch nicht stark genug. Du wirst irgendwann nicht drumherum kommen, etwas zu tun, was du dir eigentlich gar nicht vorstellen kannst, um den Teufelskreis zu durchbrechen.
      Bis dahin wirst du immer eine Ausrede haben, warum es nicht geht.

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