Loslassen - der Weg zur Freiheit

Wie Loslassen mein Leben bereichert hat (Du kannst das auch!)

Der Mensch, an den du dich klammerst, obwohl er dir schon lange nicht mehr gut tut.

Der Job, den du aus tiefstem Herzen hasst, aber aus Angst vor der Unsicherheit nie aufgeben würdest.

Das Auto, das du dir nicht leisten kannst, aber aus Prestigegründen meinst, besitzen zu müssen, auch wenn du kaum mehr die monatlichen Leasingraten zusammenkratzen kannst.

Die Haustüre, die dich erst dann in Ruhe schlafen lässt, wenn du den Schlüssel so oft gedreht hast, wie es möglich ist.

Du willst alles festhalten, klammern, absichern, kontrollieren. Merkst gar nicht mehr, wie du dabei verkrampfst. Wie dich der tägliche Kampf gegen Veränderung und Unsicherheit aussaugt, dich einschnürt, dir deine letzten Kräfte kostet.

Was hindert dich am Loslassen?

Vergangene Woche habe ich dir von meinem früheren Sicherheitswahn erzählt – und warum er meine Ängste noch befeuert hat, anstatt sie zu mindern. Heute berichte ich davon, wie Loslassen mein Leben bereichert hat und will dich dazu ermuntern, es auch einmal zu probieren.

Warum? Weil Menschen, Gegenstände, Gewohnheiten oder auch Jobs loszulassen, bedeutet, dass du dich von Lasten befreist, die Freiheit spürst, plötzlich viel mehr Energie für das hast, was dir wirklich wichtig ist.

Ob das einfach ist? Nein, sicher nicht. Weil du in dem Moment Vieles in Frage stellen musst, was dich über all die Jahre ausgemacht und geprägt hat. Weil du möglicherweise gezwungen bist, bisherige Überzeugungen und erlernte Verhaltensweisen über Bord zu werfen.

Und das schmerzt. Genauer gesagt schmerzt die Unsicherheit, die mit dem Loslassen unweigerlich verbunden ist.

Das ging mir genauso. Geholfen hat mir dabei meine rationale Herangehensweise, die mir in anderen Situationen auch schon oft im Weg stand, in diesem Fall aber Gold wert war.

Denn plötzlich war mir sonnenklar: Wenn all mein Sicherheitsdenken, all die Kontrolle, all das Vermeiden von Risiken mich an den tiefsten Punkt gebracht haben, dann kann es mir nur besser gehen, wenn ich genau das Gegenteil davon tue.

Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich konsequent nur an mich und meine Gesundheit gedacht und wusste: Ohne das Loslassen meines alten Lebens komme ich keinen Schritt weiter.

Meine bewusste Entscheidung lautete: Ich will die Unsicherheit spüren – mit allen Konsequenzen.

10 Bereiche, in denen ich losgelassen habe

Nicht alle Änderungen kamen von heute auf morgen. Doch mein Entschluss zur großen Veränderung stand fest. Und damit kam die Lawine nach und nach ins Rollen.

Hier sind 10 konkrete Bereiche, in denen mir das Loslassen gelungen ist:

  1. Ich habe meinen Redakteursjob gekündigt und mir gesagt: “Es kann nur besser werden.”
  2. Ich habe die Angst vor dem Alleinreisen überwunden und es als Glücksfall für meine Entwicklung betrachtet, dass ich allein mit meinem VW Bus losgezogen bin.
  3. Ich habe aufgehört, alles ewig im Voraus zu planen und lasse mich lieber treiben. Je weniger im Terminkalender steht, desto besser.
  4. Ich verweigere die mediale Vermüllungs- und Angstmachungsmaschine via Fernsehen, Radio und Zeitung, brauche keine Ratgeber mehr, sondern höre lieber auf meinen eigenen Verstand.
  5. Ich brauche kein übergeordnetes Lebensziel mehr. Ich will zufrieden und gesund leben und schauen, was auf dem Weg alles Schönes für mich bereit liegt.
  6. Ich lasse mich nicht mehr von der risikofreien Komfortzone gefangen nehmen, sondern hopse regelmäßig heraus und stelle mich bewusst meinen Ängsten, statt sie zu vermeiden.
  7. Ich pfeife auf die körperliche Übervorsicht und gehe auch ohne Pulsmesser zum Sport, in eine mehr als 100 Grad warme Sauna oder in richtig fies-kaltes Meerwasser.
  8. Ich habe aus dem “Ich muss” ein “Ich will” gemacht und bin damit meinen eigentlichen Wünschen viel näher gekommen.
  9. Ich glaube nicht mehr an unser Ausbildungs-/Zertifikats-/Leistungs- und Karrieresystem, sondern lieber an mich und meine Fähigkeiten.
  10. Ich schäme mich nicht mehr dafür, meine Erfahrungen mit Angsterkrankung und Depression öffentlich zu machen. Ganz im Gegenteil.

Was mir das Loslassen gebracht hat

Ich bin seitdem spontaner, kreativer, freiheitsliebender, selbstbewusster, fitter, gelassener, mutiger, frecher, offener. Ich gönne mir mehr Pausen, kann mir Fehler besser verzeihen und akzeptieren, wenn etwas nicht so gelingt wie gewünscht. Ich lobe andere häufiger und suche gezielt Inspirationen und Hilfe von Menschen, die auch losgelassen haben und mit gutem Beispiel vorangehen.

Das hört sich zu gut an, um wahr zu sein? Du zweifelst noch, ob dir das auch gelingen kann? Ich bin felsenfest überzeugt davon, wenn du eines nicht vergisst: Loslassen ist ein Prozess, den du einläutest, und kein kurzes “Schwupp, ich lass dann mal los und alles wird gut!”

Du weißt sicherlich, welche Dinge dich einengen, welchen Ballast du am liebsten abwerfen willst. Und weil das die großen Aufgaben, die scheinbar unüberwindlichen Hürden sind, verdrängst du den Gedanken lieber weiterhin.

Aber wie wäre es denn, wenn du im Kleinen anfängst und erst einmal ein Gefühl für das Loslassen entwickelst? Und dir mit den kleinen Erfolgserlebnissen das Selbstvertrauen für das Loslassen im großen Stil holst?

Diese kleinen Übungen könnten dir helfen:

  • In eine fremde Stadt fahren und vorher keinerlei Pläne machen. Dich einfach treiben lassen und Einheimische um gute Tipps bitten.
  • Allein zum Essen gehen.
  • Den ungeliebten Posten im Verein abgeben, den du nur noch aus Pflichtgefühl machst.
  • Auf das nervige Familientreffen verzichten und stattdessen in die Berge gehen (an den See fahren oder was auch immer).
  • Einfach mal bewusst bei einer Sache “Nein” sagen, bei der sonst immer “Ja” sagst.

Bestimmt fallen dir noch weitere Dinge ein, die nicht gleich dein Leben auf den Kopf stellen, aber ein gutes Training sind.

Loslassen ist der Weg zur Freiheit, raus aus der Angst, hin zu den eigenen Wünschen. Ich bin mir sicher: Wenn ich das geschafft habe, kannst du das auch!

In welchem Bereich fällt dir das Loslassen besonders schwer? Und welche Erfahrungen hast du mit dem Loslassen gemacht? Welchen Tipp kannst du geben, damit das besser gelingt? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

19 Kommentare

  1. Veröffentlich von Tanja am 7. Juni 2015 um 21:42

    Hallo Mischa,

    über Punkt 4 “keine Ratgeberbücher mehr” musste ich gerade schmunzeln, weil ich seit dieser Woche genau das Gegenteil auf dem Plan habe 🙂 Was liest du denn sonst so?

    Loslassen ist gar nicht meine Stärke … aber so lange ich es mit einer Leichtigkeit, die aus dem Herzen kommt, überdecken kann, nehme ich das einfach so hin.

    Danke für deine inspirierenden Worte!

    Viele Grüße
    Tanja

    • Veröffentlich von Mischa am 8. Juni 2015 um 20:44

      Hi Tanja,

      gern geschehen 🙂

      Mit den Ratgebern habe ich eher so die täglich auf einen einprasselnden “Tu dies, Tu jenes”-Botschaften der diversen Medien gemeint. Für Themen, die mich brennend interessieren, lasse ich mich gerne von anderen Menschen inspirieren bzw. sauge gerne die Infos auf, die mir helfen können. Also nix gegen Ratgeber-Bücher, Blogs, etc – nur schaue ich, dass ich mir das rausziehe, was sich für mich stimmig anfühlt und mir von niemandem etwas überstülpen lasse.

      Ganz liebe Grüße

      Mischa

  2. Veröffentlich von Carolin Otzelberger am 7. Juni 2015 um 22:44

    Hurra! Willkommen im Leben! 🙂
    Mich nervt zur Zeit eine Sache tierisch, die ich noch nich losgelassen habe: meine Diebstahl-Paranoia! Seit mein geliebter VW Bus innerhalb von einem 3/4 Jahre 2x aufgebrochen und allerhand wertvoller Dinge (ich hab ja drin gelebt) geklaut wurden, bin ich echt ein bißchen paranoid geworden. Sogar hier im Allgäu!!!
    Wird Zeit, dass ich das mal auflöse… Ist ja kein Leben so 😉

    Liebe Grüße,
    Carolin

    • Veröffentlich von Mischa am 8. Juni 2015 um 20:48

      Hi Carolin,

      dankeschön! 🙂

      Das mit der Diebstahls-Paranoia kann ich sogar ganz gut nachfühlen. Aber im Allgäu braucht wirklich keiner Angst zu haben. Ne ehrlichere Ecke kenn ich nicht 😉

      Liebe Grüße

      Mischa

  3. Veröffentlich von Patrick am 8. Juni 2015 um 4:21

    Hey Mischa

    Wie immer ein toller Artikel von dir. Trifft den Nagel der modernen Menschheit auf den Kopf!
    Wir Menschen vergleichen uns viel zu viel. Was der andere hat muss ich auch haben etc. Wo der andere war, dort muss ich auch hin.

    Ich verstehe es zum Teil, den wir wollen nicht alleine durchs Leben gehen, wollen Teil der Gruppe sein und so schwimmen wir halt in der Scheiße mit all den anderen mit.

    Loslassen ist super schwer, da gebe ich dir vollkommen recht. Aber wenn wir mal begreifen um wieviel wir wachsen, wenn wir beginnen los zu lassen, welche Freiheit wir erhalten. Ja dann … ja dann, geht die Post ab 🙂

    Los zu lassen bleibt dennoch schwierig.

    • Veröffentlich von Mischa am 8. Juni 2015 um 20:51

      Hi Patrick,

      ich denke, wir haben oft sogar richtig Angst davor, dass die Post abgeht, dass wir an Änderungen wachsen, dass es uns richtig gut gehen könnte, wenn wir nicht mit dem Strom schwimmen. Insofern ist das immer eine gute Ausrede, nicht loszulassen.

      Auf das Schwierige, das so leicht macht! 🙂

      Liebe Grüße
      Mischa

  4. Veröffentlich von Gina Haschke am 8. Juni 2015 um 8:33

    Ein toller Artikel, der mich sehr angesprochen hat und in dem ich mich in Teilen wieder gefunden habe. Ich schaue zum Beispiel kaum TV (außer mal einen netten Spielfilm) weil ich keine Lust habe mit schlechten Themen und Energien ins Bett zu gehen. Ich habe mich von einigen Menschen getrennt, weil ich gemerkt habe, dass sie mir nicht gut getan haben bzw. sie nicht an mir als Mensch interessiert waren. Und ich habe mich von dem Perfektionswahn verabschiedet. Ich habe mir bewusst gemacht, dass wir alle Lernende sind… und alle unserem Wachstum und unser Entwicklung dient. Mir geht es seitdem viel besser. Eines der schönsten Erlebnisse war: Ich habe meine Selbstliebe entdeckt. Seitdem bin ich unabhängig und frei. Ich liebe mich, ich genüge mir. Seitdem ich mich nicht mehr über einen Partner “definiere” sind alle Begegnungen viel intensiver und freier.
    Habe darüber auf meinem Blog einen Artikel geschrieben.

    • Veröffentlich von Mischa am 8. Juni 2015 um 20:57

      Hi Gina,

      wow, da sind dir ja richtig viele große Dinge geglückt. Hut ab!

      Und gut, dass du noch die Selbstliebe ansprichst. Ich weiß gar nicht, ob ich durch mehr Selbstliebe besser loslassen konnte oder durch das Loslassen mehr Selbstliebe entdeckt habe. Ist auf alle Fälle ein zentraler Punkt.

      Liebe Grüße und ich schau gern mal auf deinem Blog vorbei.

      Mischa

  5. Veröffentlich von Tanja Heller am 8. Juni 2015 um 10:09

    Hallo Mischa,

    Internetvermüllung fehlt noch bei 4. Die finde ich am schlimmsten. Ich lasse los: die Vorstellung, dass ich ein Portemonnaie managen könnte und schmeiße den Inhalt einfach wieder lose in die Handtasche. Jetzt im Moment! Das befreit mich ungemein. An der Kasse muss es bei mir nämlich immer schnell gehen. Übrigens: Auch wenn alle entsetzt sind, ich sehe die Scheidungswelle positiv im Freundeskreis und hab sie auch schon kommen sehen. Da befreien sich Menschen. Glückwunsch!

    Liebe Grüße – Tanja mit endlich wieder altem Chaos in der Handtasche

    • Veröffentlich von Mischa am 8. Juni 2015 um 21:03

      Hi Tanja,

      das ist mal die coolste Loslass-Variante, von der ich seit Langem gehört habe 🙂 Wie groß ist denn die Handtasche, also wie lange dauert dann immer die Wühlzeit?

      Und ja, so eine Scheidung kann oft sehr befreiend sein, vor allem, wenn man vorher mitbekommen hat, wie sehr beide vorher gelitten haben. Insofern auch meinen Glückwunsch dazu.

      Liebe Grüße an die Handtaschen-Chaotin 😉
      Mischa

  6. Veröffentlich von Anna am 8. Juni 2015 um 11:49

    Lieber Mischa,
    wieder einmal ein wundervoller Artikel – danke dir dafür!
    Loslassen ist für mich auch ein großes Thema, über das ich mir gerade viele Gedanken mache. Ich habe nämlich festgestellt, dass Freiheit für mich in meinem Leben sehr wichtig ist und ich oft frustriert bin, wenn ich sie nicht leben kann, weil Verpflichtungen und Co. dem im Weg stehen. Diese nach und nach loszulassen und in meinem Leben mehr von dem anzuhäufen, was mich glücklich macht, bringt mich meinem Freiheitsideal immer näher. Das Loslassen ist bei manchen Dingen sehr einfach, sobald man sich dazu entschlossen hat und bei anderen kommt man nicht einmal auf den Gedanken, loszulassen. Dabei kann man eigentlich (fast) alles loslassen, ohne gleich tot umzufallen. 😉
    Eine Sache muss ich auf jeden Fall loslassen… Du hast mich gerade wieder daran erinnert, es jetzt noch intensiver anzugehen.
    Einen wunderschönen Tag dir! 🙂
    Anna

    • Veröffentlich von Mischa am 8. Juni 2015 um 21:07

      Hi Anna,

      vielen Dank für die Blumen! 🙂

      Für mich persönlich kam der Artikel auch zur rechten Zeit, weil ich bzgl. Verpflichtungen festgestellt habe, dass die Tendenz wieder in eine Richtung gezeigt hat, die ich nicht will.

      Und dir viel Mut beim “diese eine Sache” loslassen 🙂

      Ganz liebe Grüße

      Mischa

  7. Veröffentlich von Loslassen am 9. Juni 2015 um 14:32

    Hallo Mischa,
    es ist toll, wie du deinen Weg des Loslassen beschreibst. Es wird deutlich, dass du hierfür einen Prozess durchlaufen hast. Eine Reise alleine war hierbei bestimmt sehr hilfreich!
    Ich finde eine achtsame Haltung beim Loslassen auch sehr hilfreich. Das Leben im Hier und Jetzt, ohne zu viel über Vergangenes oder Zukünftiges nachzudenken…

    • Veröffentlich von Mischa am 11. Juni 2015 um 17:39

      Hi,

      der Prozess läuft immer noch und wird es wahrscheinlich immer tun 😉 Wer einmal angefangen hat loszulassen, wird es immer wieder tun.

      Und Achtsamkeit sowie Ehrlichkeit gegenüber sich selbst helfen dabei sehr.

      Liebe Grüße

      Mischa

  8. Veröffentlich von Barbara am 15. Juni 2015 um 14:40

    Ich habe gemerkt, dass ich zum Loslassen auch einen sicheren, geborgenen Platz brauche, auf dem ich landen kann. Dieser sichere Ort kann nur in mir selber liegen. Ich stelle gerade fest, dass ich diesen Ort eigentlich gar nie hatte. Zuviel Schlimmes war da in mir drin, als dass ich mich in mir selbst hätte geborgen sein können. Trotzdem habe ich losgelassen, aber einfach so in die Leere hinaus. Wie soll ich so auf meinen eigenen Füssen stehen können. Da holte ich mir jeweils Hilfe und Trost bei falschen Freunden. Einer davon hiess Alkohol. Jetzt bin ich am Aufräumen und Auflösen. Ich erkenne, dass das Schlimme in mir drin, die schlechten und prägenden Erfahrungen von früher, dass die wie Tiefseemonster sind. Ich muss keine Angst haben, wenn ich beim “Tauchen” an sie stosse. Wenn ich sie in die Höhe scheuche, zerplatzen sie an der Oberfläche. Sie sind da nicht überlebensfähig. Bald werde ich mir ein schönes Zuhause geschaffen haben, in mir drin, in das ich jederzeit zurückkehren kann ohne Angst. Dann kann ich wirklich loslassen, nicht einfach tollkühn und voller Todesverachtung in die Leere rausspringen. Loslassen, einfach weil ich es kann und will. Für mich.

    • Veröffentlich von Mischa am 18. Juni 2015 um 9:39

      Hi Barbara,

      lieben Dank für deinen Kommentar. Das ist eine wunderbare Metapher, die du da verwendet hast. Und man merkt, dass du der Sache auf den Grund gekommen bist, warum du dich selbst nicht leiden konntest.

      Es ist so ein extrem wichtiger Punkt, wirklich alles, was in einem vorhanden ist, zu akzeptieren und sich nicht für die “bösen Dinge” zu schämen oder die versuchen zu verdrängen.

      Ich wünsche dir weiter viel Geduld beim Aufscheuchen deiner Tiefseemonster und auf dem Weg zu deinem inneren Frieden.

      Liebe Grüße

      Mischa

  9. Veröffentlich von Gabi am 16. Juni 2015 um 14:35

    Hallo Mischa,
    gerade bin ich im FB über Deinen Artikel gestoßen und es hat mich mitten ins Zentrum getroffen. Bin beruflich nicht schreibend sondern retuschierend unterwegs – arbeite also in einem ähnlichen Umfeld wie Du bisher. Und plötzlich ist nach vielen Jahren des Suchens nach immer wieder neuen Firmen (in der nächsten wird es bestimmt besser), vor kurzem mein Fass übergelaufen. Zu dem massiven Zeitdruck in einer wieder mal neuen Firma kam dann noch dazu, dass meine demenzkranke Mutter ins Krankenhaus eingewiesen wurde, und plötzlich ging nichts mehr. Aus und vorbei mit meiner Leistungsfähigkeit.
    Jetzt arbeite ich mich erst mal per Therapie wieder nach vorne und habe nicht die geringste Ahnung, wie das alles werden soll. Sicher werde ich Deine Geschichte verfolgen; vielleicht kann ich ja für mich die ein oder andere Anregung herausziehen ; evtl. auch Tipps für einen Klinikaufenthalt, Reha, o.ä.
    Keine Ahnung, was da so alles auf mich wartet.

    Schön, dass ich Dich gefunden habe.

    LG Gabi

    • Veröffentlich von Mischa am 18. Juni 2015 um 9:44

      Hi Gabi,

      herzlich willkommen auf diesem Blog. Schön, dass du da bist 🙂

      Vielleicht klingt das aktuell noch etwas komisch für dich, aber ich denke, dass da auch ein große Chance für dich liegt – jetzt, da das Fass übergelaufen ist und du gemerkt hast, dass du so nicht mehr weitermachen kannst. Für mich war mein Zusammenbruch im Nachhinein gesehen eine super Sache – in dem Moment selbst natürlich nicht …

      Ich wünsche dir viel Freude beim Stöbern. Wenn du konkrete Fragen z.B. zu Kliniken etc hast, darfst mir gerne eine Nachricht über das Kontaktformular schreiben.

      Ganz liebe Grüße und alles Gute

      Mischa

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